05-Chef kämpft um Heidels Bleiben

Jörg Schneider. Mainz.
Der Präsident des FSV Mainz 05 hat nun erstmals öffentlich angekündigt, dass der Bundesligist seinen vom FC Schalke 04 umworbenen Manager nicht kampflos ziehen lassen wird. Der Verein werde alles versuchen, Christian Heidel zu halten. „Insbesondere ich persönlich werde alles tun, was in meiner Macht steht“, sagte Harald Strutz nach der 1:3-Niederlage gegen Werder Bremen.

05-Chef Harald Strutz will seinen Manager nicht kampflos in den Ruhrpott ziehen lassen. Foto: Jörg Schneider„Zwei Heimniederlagen hintereinander haben den FSV Mainz 05 nun auch noch in eine sportliche Krise hineinmanövriert. Das 1:3 vor gut 30.000 Zuschauern in der Coface Arena passte irgendwie zur derzeitigen Situation im Klub, den seit dem Bekanntwerden der Schalke-Ambitionen von Christian Heidel heftige Turbulenzen erschüttern. Nach den bisher eher zurückhaltenden Reaktionen der Vereinsführung auf die Manager-Problematik, gibt es nun aber ein klares Statement des Präsidenten. Harald Strutz signalisierte nach der Pleite gegen den SV Werder Bremen erstmals öffentlich seine Kampfbereitschaft in dieser Thematik. „Wir haben eine Erklärung dazu abgebeben und werden uns nicht jeden Tag dazu äußern“, sagte Harald Strutz, fügte aber hinzu. „Wir werden alles versuchen, um Christian Heidel zu halten. Insbesondere ich persönlich werde alles tun, was in meiner Macht steht. Wer das in Frage stellt, weiß nicht wie dieser Verein tickt. Wir werden das mit aller Intensität weiterverfolgen. Mehr möchte ich dazu im Moment nicht sagen."

Auch der Manager nahm noch einmal Stellung zu seiner Situation und räumte zunächst mit einem Missverständnis auf. „Ich habe gelesen, dass Mainz 05 mir die Freigabe für einen kurzfristigen Wechsel verweigert hätte. Das ist Unsinn. Das stand nie zur Debatte, weil ich überhaupt nicht um diese Freigabe gebeten habe“, sagte der 52-Jährige. Dass er den Klub kurzfristig verlasse, sei für ihn völlig ausgeschlossen. „Das Ganze ist mehr als eine Entscheidung ja oder nein“, sagte Heidel. „Wenn der Tag kommen sollte, dass ich weggehe aus Mainz, dann würde ich das nur machen, wenn ich das Gefühl hätte, hier im Verein ist alles geregelt.“

Doch diese Voraussetzung sei derzeit nicht gegeben. Die Strukturen für eine Nachfolge-Regelung am Bruchweg sind bisher nicht entwickelt worden. „Es ist nichts geregelt, also geht es nicht“, sagte Heidel. Ob das allerdings ein endgültiges Statement dafür ist, das der Manager auch über diese Saison hinaus bleibt, ist fraglich. „Ich weiß nicht, was irgendwann ist. Ich kann nur wiederholen, dass ich meinen Vertrag respektiere.“ Respektieren, erklärte der 05-Manager, bedeute, dass es zwei Möglichkeiten gebe. „Die eine ist den Vertrag komplett einzuhalten. Die andere ist die, dass beide Seiten übereinkommen den Vertrag im Einvernehmen aufzulösen.“ Beides ist in Heidels Fall möglich. Beides ist jedoch bisher nicht entschieden. „Ich mache es aber sicher nicht so wie andere, dass ich meine Sachen packe und nicht mehr komme.“

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