05er trainieren heimlich Standards

Jörg Schneider. Mainz.
Beim FSV Mainz 05 geht es in der vorletzten Trainingswoche vor dem Pokalspiel am Samstag in acht Tagen beim Lüneburger SK nun verstärkt um die Offensive. Im Moment steht das schnelle Umschalten nach Balleroberung mit entsprechenden Laufwegen auf dem Programm. Sandro Schwarz trainiert mit seinem Kader in den kommenden Tagen zweimal unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Trainer will detailliert spezielle taktische Dinge erarbeiten, die nicht jeder sehen soll. Dazu gehört auch ein neues Programm für Standardsituationen.

Sandro Schwarz hat in dieser Woche zwei nichtöffentliche Einheiten angesetzt. Der 05-Trainer will spezielle Dinge einüben, die nicht jeder sehen soll. Foto: Jörg Schneider Weniger als zwei Wochen bleiben dem FSV Mainz 05 noch bis zum ersten Pflichtspiel der neuen Saison: Dem Pokal-Auftritt in der ersten Runde beim Nord-Regionalligisten Lüneburger SAK Hansa am Samstag, 12. August. Eine Woche später folgt dann im eigenen Stadion der Bundesliga-Auftakt gegen den Aufsteiger Hannover 96. Am Bruchweg geht die Vorbereitung nun in die entscheidende Phase. Die Grundlagenausdauer ist abgeschlossen, die Fitness ist gegeben. Jetzt kommen mit wachsender Frische taktische Inhalte dazu. Sandro Schwarz hat am Mittwoch und Freitag zwei nicht öffentliche Trainingseinheiten auf den Dienstplan gesetzt. Der 05-Trainer möchte verschiedene Dinge einüben, bei denen niemand zuschauen soll. „Es geht vor allem darum, ganz detailliert in die einzelnen Inhalte zu gehen“, sagte der 39-Jährige nach der Vormittagseinheit am Dienstag. Dazu gehört auch, dass die 05er ein Programm für die Standardsituationen erarbeiten wollen, das ebenfalls nicht jeder sehen soll. Am Samstag folgt dann am Bruchweg das letzte Testspiel der Vorbereitungsphase mit der Partie gegen den holländischen Erstligisten Twente Enschede, das bekanntlich aus organisatorischen Gründen am Bruchweg ohne Zuschauer über die Bühne geht.

Die Inhalte mit denen sich Schwarz und dessen Kader in diesen Tagen verstärkt beschäftigen, waren beim Wochen-Trainingsstart offensichtlich: Umschalten aus der Balleroberung heraus, schnelle Angriffszüge über verschiedene Linien und Torabschluss. Die einzelnen Übungen sind aufeinander aufgebaut. „In der ersten kleinen Spielform ging‘s um die Handlungsschnelligkeit, ganz schnell reagieren und umschalten“, erklärte Schwarz. „Danach gab’s in der größeren Spielform Positionsangriffe aus der Umschaltung heraus, um die Laufwege und Tiefenlaufwege drin zu haben. Alles zusammen haben wir dann zum Abschluss in eine längere, komplexe Spielform reingepackt.“ Auf große Tore, von Strafraum zu Strafraum spielten die Profis zehn plus zwei gegen zehn. Plus zwei bedeutet, dass zwei neutrale Spieler je nach Situation zu beiden Teams gehören. „Die Übung müssen wir wohl noch zwei, dreimal machen, bis sie bei jedem sitzt.“

24 Profis hatte Schwarz auf dem Feld. Inklusive der beiden Torhüter René Adler und Robin Zentner. Gaetan Bussmann war ebenfalls wieder auf dem Platz, absolvierte jedoch ein Spezialtraining auf dem Nebenplatz mit dem Reha-Coach. „Ich bin froh, dass nach und nach alle zusammen kommen“, sagt Schwarz. Derzeit arbeiten sich Torhüter Florian Müller sowie Alexander Hack, Jean-Philippe Gbamin und Marin Sverko im Aufbautraining heran. Einstiege ins Mannschaftstraining sind allmählich absehbar.

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