Allagui und de Blasis kommen

Christian Karn. Mainz.
Eine halbe Stunde vor der Partie gegen Hannover 96 gab der FSV Mainz 05 zwei weitere Neuzugänge für die Offensive bekannt: Von Hertha BSC kommt für ein Jahr Sami Allagui zu den 05ern zurück, von Asteras Tripolis verpflichteten die Mainzer Pablo de Blasis.

Sami Allagui

Geboren am 25. Mai 1986 in Düsseldorf,
184 cm, 77 kg.

Bisherige Vereine: BV Büderich (1993-99), Fortuna Düsseldorf (1999-02), Alemannia Aachen (2002-05), RSC Anderlecht (2005-12/06), RSV Roeselare (1/2007-07), Carl Zeiss Jena (2007/08), SpVgg Greuther Fürth (2008-10), FSV Mainz 05 (2010-12), Hertha BSC (2012-14), FSV Mainz 05 (2014/15).

77 Bundesligaspiele/23 Tore (47/14 für Mainz 05), 107 Zweitligaspiele/36 Tore. 26 A-Länderspiele/5 Tore für Tunesien.

Kurz vor dem zweiten Bundesligaspiel der Saison gab der FSV Mainz 05 zwei weitere Neuzugänge für den Angriff bekannt. Von Hertha BSC leihen die 05er den ehemaligen Mainzer Sami Allagui für ein Jahr aus. Zudem haben sich die Mainzer eine Kaufoption für Allagui gesichert. Von Asteras Tripolis, dem griechischen Klub, gegen den die 05er aus dem Europapokal ausschieden, kommt der Argentinier Pablo de Blasis, der einen Dreijahresvertrag unterschrieb. Die Höhe der Ablöse blieb auch diesmal intern.

"Sami kennen wir aus seiner sehr erfolgreichen Zeit in Mainz", sagte 05-Manager Christian Heidel. "Er kennt unsere Spielweise und ist auf allen Offensivpositionen flexibel einsetzbar." Der 28-jährige Allagui selbst formuliert ein klares Ziel: "Ich komme zurück, um weitere Tore zu machen und der neu formierten Mannschaft sofort zu helfen." Das kann der tunesische Nationalspieler allerdings erst ab dem dritten Spieltag; für die Partie gegen Hannover 96 ist er noch nicht spielberechtigt.

Der in Düsseldorf geborene und bei der Fortuna sowie Alemannia Aachen ausgebildete Tunesier begann seine Profikarriere in Belgien. In eineinhalb Jahren beim Spitzenklub RSC Anderlecht spielte Allagui nur einmal in der ersten Mannschaft; an der belgischen Meisterschaft 2007 hat er keinen großen Anteil, da er in der Rückrunde bereits Stammspieler beim Liga-Konkurrenten KSV Roeselare war. Danach wechselte Allagui in die 2. Bundesliga zu Carl Zeiss Jena; sein erstes Tor im deutschen Profifußball schoss der Stürmer beim 2:2 in Mainz. Bei der SpVgg Greuther Fürth entwickelte sich Sami Allagui ab 2008 zum Torjäger.

Neu bei Mainz 05: Pablo de Blasis. Foto: imago2010/11, in seiner ersten Saison in Mainz, war Allagui ein Phänomen. Der Tunesier war zu keinem Zeitpunkt der Saison ein echter Stammspieler, aber als Ergänzung zum einem spektakulären Offensivtrio eine gefährliche Waffe. Allagui war neben dem extrovertierten Lewis Holtby, dem Sprinter André Schürrle und dem wuchtigen Adam Szalai der Ästhet, der Mann für die schönen Tore. Der zweite seiner zehn Saisontreffer, bei dem er den Ball mit der Hacke den Bayern ins lange Eck legte, wurde zum Tor des Monats September 2010 gewählt. Allaguis Meisterwerk war, wenn nicht der Heber gegen den 1. FC Nürnberg nach langem Abwurf von Christian Wetklo, dann das 3:2 in Mönchengladbach: 60-Meter-Flanke von Christian Fuchs, eine Kerze über den herausstürzenden Torwart und ein Kopfball, der genau in der Mitte der Borussia-Raute im Tornetz einschlug. Hier gibt es einen Zusammenschnitt von Allaguis Toren jener Saison.

Im zweiten Jahr in Mainz ging Allaguis Leichtigkeit etwas verloren. Nach gutem Beginn verlor der Stürmer seine Rolle an den Neuzugang Nicolai Müller. Den Rückrundenauftakt verpasste Allagui, weil er mit der tunesischen Nationalmannschaft um die Afrikameisterschaft spielte. Weil inzwischen auch Mohamed Zidan wieder für die 05er spielte, kam Allagui nur noch zu fünf Einsätzen in der Rückrunde. Nach der Saison wechselte er für knapp zwei Millionen Euro zum Absteiger Hertha BSC. Im Wiederaufstiegsjahr spielte der Stürmer auch dort keine Hauptrolle. In der Saison 2013/14 hingegen war Sami Allagui mit neun Toren, darunter zweien beim 3:1-Sieg gegen Mainz 05, der zweitbeste Schütze der Berliner.

Pablo de Blasis

Geboren am 4. Februar 1988 in La Plata.

Bisherige Vereine: GE La Plata (2008-10), Ferro Carril Oeste (2010/11), GE La Plata (2011/12), Asteras Tripolis (2012-14).

Pablo de Blasis war ein Grund für das Europapokal-Aus der 05er. Beim einzigen internationalen Gegner dieser Saison verloren die Mainzer nach dem 1:0-Hinspielsieg das Rückspiel 1:3. De Blasis schoss das Führungstor für Asteras Tripolis. "Von seinen Qualitäten konnten wir uns in der Europa League selbst überzeugen", sagte Heidel. "Wir glauben, dass er mit seinen Fähigkeiten unserer Mannschaft wichtige Impulse geben kann und uns in der Offensive noch flexibler macht." Auch de Blasis wird erst am kommenden Spieltag mitspielen können.

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