Bone bruise – Rückschlag für Beister

Jörg Schneider. Mainz.
Die Comeback-Versuche von Maximilian Beister haben einen Rückschlag erlitten: Der Neuzugang des FSV Mainz 05 hat sich ein Knochenmarködem im linken Knie zugezogen und fällt für einige Wochen aus. Unterdessen sind die Fortschritte bei Pablo De Blasis unverkennbar. Der Argentinier erhielt für seine intensive und ehrgeizige Arbeit im Training nach der Knieverletzung am Mittwoch ein Sonderlob vom Trainer. „Der Bursche gibt dem Team ein gutes Gefühl. Mit seiner Willigkeit steckt er die anderen an“, sagt Martin Schmidt.

Maximilian Beisters Comeback-Bemühungen haben einen Rückschlag erlitten, Pablo De Blasis (links) dagegen ist auf dem Weg zur alten Form. Foto: Jörg Schneider Bereits am Sonntag, beim 3:1-Testspielsieg der Reservisten gegen den hessischen Oberligisten Rot-Weiß Hadamar fehlte Maximilian Beister in der Formation des FSV Mainz 05 wegen Verletzung. Inzwischen gibt es eine genaue Diagnose und die klingt nicht gut: Der Stürmer leidet an einem so genannten Bone bruise im linken Knie. Ein Knochenmarködem, das den Profi in seinen Comeback-Unternehmungen erneut zurückwirft. Die medizinische Abteilung der 05er hat eine Trainingspause von zwei bis drei Wochen prognostiziert. Doch diese Art der Verletzung ist bekanntermaßen tückisch und stets nur schwer einzuschätzen. Es kann schnell gehen, bis der Spieler wieder einsatzfähig ist, es gab aber auch schon Fälle, in denen sich das Ganze über einen längeren Zeitraum hingezogen hat.

„Für Maxi ist das immer noch so, dass ihm der Wettkampfrhythmus fehlt. Er hatte im letzten Sommer und dann im Winter keine Vorbereitung“, erklärte Martin Schmidt nach der ersten Wochen-Trainingseinheit der 05er am Mittwochmorgen am Bruchweg. „Jetzt hat er bei uns alles sieben Wochen lang durchgezogen und das gut. Ich habe immer gesagt, dass er für den Kader noch nicht so weit ist, weil wir gesehen haben, dass da noch läuferisch etwas fehlt. Er wollte die Vorbereitung durchstehen, wollte unbedingt alles machen.“ Jetzt sei es passiert mit dieser neuerlichen Verletzung. „Das ist sicherlich ein leichter Rückschlag für ihn, aber nach seiner Verletzungsgeschichte war uns bewusst, dass es nicht ohne Rückschläge gehen würde. Schade, dass es jetzt nach der Vorbereitung passiert ist“, so der 05-Trainer.

Beister komme die demnächst anstehende Länderspielpause wahrscheinlich zugute. „Ich hoffe, dass er danach wieder dabei ist. Der Junge hat gelernt zu kämpfen. Er weiß, was kämpfen heißt, wenn man im Knie mal etwas hatte. Das wird auch ein ewiger Kampf bleiben.“ Diesen Fight habe Beister angenommen. Der Spieler sei auch überhaupt nicht entmutigt. „Er hat selbst gesagt das gehöre dazu, dass kleine Rückschläge kommen, wenn er täglich auf diesem Niveau trainiere. Deshalb nimmt er das nun so an als Herausforderung.“ Beister könne einiges machen in der Reha. Besonders im läuferischen Bereich. „Es ist nicht so, dass er an Krücken gehen muss. Er kann schon viel tun“, sagt Schmidt. „Er könnte auch einmal am Tag trainieren, aber es ist besser, das nicht zu tun.“

Erfreuliches gibt es dagegen von Pablo De Blasis zu vermelden. Der Argentinier trainiert mit sichtbarem Ehrgeiz und großem Engagement für sein Comeback nach dem Innenbandanriss im Knie. „Pablo zeigt sich seit letzten Mittwoch. Er hat alles mitgemacht. Man sieht, dass er  unheimlich gierig und willig ist, jeden Ball fordert und unbedingt weiterkommen will. Man sieht aber in einzelnen Situationen auch noch, dass die Reaktionsschnelligkeit noch nicht ganz so da ist“, sagt der 05-Trainer.

De Blasis sei jedoch nach nunmehr sechs Trainingseinheiten mit der Mannschaft recht weit. „Der Bursche gibt dem Team ein gutes Gefühl. Mit seiner Willigkeit steckt er die Anderen an“, betont der Schweizer, der sogar überlegt, ob er den kleinen Stürmer am Sonntag, im Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach, nicht schon auf die Bank setzt. „Ich will alles offen lassen“, sagt Schmidt, „wenn Pablo so weiter trainiert, kann es durchaus sein, dass man ihn als Joker noch eine Viertelstunde bringt, wenn man hinten raus noch einen wilden Hund vorne braucht im positiven Sinne.“ Er wolle dem Angreifer jedoch auch nicht zu viel Hoffnung machen. „Er soll so weiter trainieren, dann sehen wir mal von den Positionen her, was geht.“

Danny Latza musste das Training am Mittwochmorgen vorzeitig abbrechen. Der Mittelfeldspieler zog sich in einem Zweikampf mit Julian Baumgartlinger eine Prellung am Rücken zu. Leon Balogun, der am Sonntag im Testspiel verletzt ausscheiden musste, hat wieder normal trainiert. Henrique Sereno muss wegen seiner Zerrung im Oberschenkel noch pausieren. Der Portugiese soll Ende der Woche wieder einsteigen.