Bussmann verlängert und ist „glücklisch“

Jörg Schneider. Mainz.
Der FSV Mainz 05 hat zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach die Option gezogen bei Gaetan Bussmann und den bis Saisonende datierten Vertrag mit dem Linksverteidiger um zwei Jahre verlängert. „Er ist ein Vorbild an Einstellung“, sagt Rouven Schröder. Der Franzose sei einer, von dem man wisse, was man bekomme auf dem Platz. „Er liefert immer ab, 100 Prozent kriegst du von ihm immer. Als wir beschlossen haben, die Option zu ziehen, hat er gesagt: ‚Isch bin glücklisch‘ und hat übers ganze Gesicht gestrahlt“, so der 05-Sportdirktor.

Zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach hat Rouven Schröder seiner Kaderplanung für die kommende Saison einen weiteren Baustein hinzu gefügt: Der Sportdirektor zog die entsprechende Option, auf deren Basis der bis Saisonende datierte Vertrag mit Gaetan Bussmann beim FSV Mainz 05 um zwei Jahre bis Juni 2019 verlängert wird. Der 26-jährige Linksverteidiger war 2015 vom FC Metz gekommen und hat seitdem 33 Pflichtspiele in der Bundesliga, in nationalen und internationalen Pokalwettbewerben für die 05er absolviert. Für die Partie am Samstag in der Opel Arena gegen die Gladbacher steht der Franzose allerdings nicht zur Verfügung. Bussmann soll nach seiner Adduktorenverletzung am kommenden Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

Vorbild in Sachen Einsatz und gelungener Integration: Gaetan Bussmann bleibt zwei weitere Jahre 05er. Foto: Ekkie Veyhelmann „Gaetan hat sich unheimlich gut integriert. Er ist meiner Meinung nach ein Vorbild für ausländische Spieler, die her kommen. Er ist ein Vorbild, wie schnell man unsere Sprache lernen kann, um sich schnell und besser zu integrieren“, sagt der Sportdirektor. „Er ist ein Vorbild an Einstellung, einer, der immer positiv ist, auch wenn er mal  nicht spielt. Er ist ein wichtiger Faktor für die Integration für Jean-Philippe Gbamin. Auf dem Platz ist er einfach einer, von dem du weißt, was du bekommst im Paket. Er liefert immer ab, 100 Prozent kriegst du von ihm immer. Als wir beschlossen haben, die Option zu ziehen, hat er gesagt: ‚Isch bin glücklisch‘ und hat übers ganze Gesicht gestrahlt. Das hört man auch mal gerne und es zeigt, was er für ein Typ ist. Es ist der richtige Schritt für alle.“

Martin Schmidt erinnerte noch einmal an die Anfangszeit des Franzosen in Mainz und wie sich der Verteidiger hier durchgebissen hat. „Er hatte ein sehr schwieriges erstes halbes Jahr, hat kein einziges Spiel gemacht, war nicht im Kader. Im November hatte ich dann ein Gespräch mit ihm und habe schon vermutet, er redet davon ausgeliehen zu werden oder so etwas. Aber ich habe gespürt, was für einen Willen und Einsatz er hat. Ich habe erfahren, dass er vor jedem Spiel den rechten Flügel des Gegners studiert hat. Obwohl er wusste, dass er nicht im Kader sein würde. Er hat sich so professionell verhalten, dass wir gedacht haben, die Chance kommt“, sagt der 05-Trainer. „Die Chance kam im Januar und plötzlich war nicht mehr wegzudenken. Das beschreibt seinen Weg am besten. Er ist so gut integriert, dass er in der Kabine mitredet. Er ist ein typischer Mainz-05-Spieler, der, wenn es körperlich reicht, hier noch fünf, sechs Jahre lang die Linie rauf und runter rennen kann. Ich bin sehr froh, dass er bei uns ist.“

 Bussmann selbst sagt zu Vertragsverlängerung: „Ich fühle mich in der Mannschaft, im Verein und in der Stadt sehr wohl. Zudem habe ich hier viele neue Freunde gefunden. Das Team hat ein unheimlich großes Potenzial. Ich habe keinen Zweifel, dass wir gemeinsam mit unseren fantastischen Fans im Kampf um den Klassenerhalt bestehen und noch einen erfolgreichen gemeinsamen Weg vor uns haben.“ Mit der Bussmann-Verlängerung stehen alle 05-Profis mit Ausnahme der beiden Leihspieler auch in der neuen Saison  unter Vertrag. Dass Bojan Krkic übers Saisonende bleibt, gilt als unwahrscheinlich. Den Spanier können sich die 05er, so hieß es immer wieder, als feste Verpflichtung nicht leisten. Im Falle des von Bayer Leverkusen ausgeliehenen André  Ramalho muss im Mai entschieden werden, ob die 05er die Kaufoption ziehen.

Unterdessen hat in Freiburg dieser Tage Trainer Christian Streich angekündigt, dass der Sportclub die Option bei  Florian Niederlechner ziehen werde. Der Mittelstürmer war bisher ausgeliehen. Wie Rouven Schröder erklärte, ist dies jedoch bis jetzt noch nicht geschehen. „Das hat aber auch noch etwas Zeit und wird im Mai über die Bühne gehen“, so der Sportdirektor. Der Transfer ist dann eine rein formelle Angelegenheit. Verhandelt wird nicht mehr. Die Freiburger müssen die festgeschriebene Ablösesumme, die bei rund zwei Millionen Euro liegen soll, bezahlen, dann ist der Wechsel fix.

Ansonsten gibt es derzeit nichts keine großen 05-Aktionen in Sachen Kaderplanung. „Du kannst dir über neue Spieler nur Gedanken machen, wenn du auch weißt, in welcher Klasse du spielst und welches Budget du hast. Das ist im Moment schwierig. Wir machen uns im Vorfeld immer frühzeitig Gedanken, aber derzeit ist die Handbremse angezogen“, betont der Sportdirektor. „Das ist ein Problem, das zum Glück nicht nur wir alleine haben, sondern auch etliche andere Mannschaften. Wir bleiben da ganz ruhig. Wir haben nach wie vor eine gute Ausgangsposition, nächste Saison Bundesliga zu spielen, Wir sind weiter attraktiv und machen uns weiterhin Gedanken. Wichtig ist jetzt erst einmal, dass wir unser Ding weitermachen und durchziehen. Gegen Gladbach am Samstag brauchen wir 100 Prozent Fokus auf das Spiel und müssen an nichts anderes denken.“

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