Coface Arena kriegt neuen Namen

nullfünfMixedZone. Mainz.
Die Tage, in denen die Heimspielstätte des FSV Mainz 05 noch Coface Arena heißt, sind gezählt: Der internationale Kreditversicherer hat entschieden, den Sponsoring-Vertrag zum Namensrecht der Coface Arena nicht über die laufende Saison 2015/16 hinaus zu verlängern. In einer gemeinsamen Presseerklärung bedauert der Bundesligist diese Entscheidung und betonte, dass die Suche nach einem neuen Namensgeber bereits laufe.

Coface verlängert den Vertrag über die Namensrechte der Arena nicht über die laufende Saison hinaus. Das heißt, das Mainzer Bundesliga-Stadion kriegt einen neuen Namen. Foto: Jörg SchneiderNach dem Ende dieser Bundesliga-Saison müssen sich die Mainzer an einen neuen Namen ihres Bundesliga-Stadions gewöhnen. Der internationale Kreditversicherer hat entschieden, den Sponsoring-Vertrag zum Namensrecht der Coface Arena nicht über die laufende Saison 2015/16 hinaus zu verlängern. Das gaben das Unternehmen und der FSV Mainz 05 in einer gemeinsamen Presseerklärung am Mittwoch bekannt. Hier die Erklärung im Wortlaut:

Téva Perreau, Regional Manager der Coface in Nordeuropa, betont: „Wir sind äußerst zufrieden mit dem, was wir in den vergangenen Jahren durch das Naming Right der Coface Arena erreicht haben. Unser Ziel, eine größere Bekanntheit über Mainz und unser Geschäft hinaus zu erlangen, haben wir mehr als erfüllt. Wir bedanken uns ausdrücklich für die jederzeit beste Zusammenarbeit mit Mainz 05, die wir zukünftig in anderer Form fortführen wollen.“

Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz 05, sagt: „Wir bedauern die Entscheidung von Coface, das Naming Right für die Coface Arena zu beenden. Coface hat durch ihr frühzeitiges Engagement und ihr Vertrauen in Mainz 05 einen wichtigen Beitrag zum Bau unseres neuen Stadions geleistet, für den wir sehr dankbar sind. Über die Jahre ist zwischen Coface und Mainz 05 eine enge, vertrauensvolle Beziehung gewachsen, die wir nun als wichtige Partnerschaft in anderer Form fortsetzen. Dass Coface ihre mit dem Naming Right verbundenen Ziele erreicht hat, ist für uns eine gute Werbung bei der Suche nach einem neuen Namensgeber für unser Stadion, die bereits angelaufen ist.“

Gerade weil Coface ausschließlich im B2B-Bereich tätig ist, sorgte die Entscheidung für das Namenssponsoring damals für viel Aufmerksamkeit. Allerdings auch, weil etwas weiteres Untypisches geschah: Ein Unternehmen erwarb das Namensrecht an einem Stadion, für das es noch nicht einmal Baurecht gab. „Die Tatsache, dass der Vertrag so frühzeitig und langfristig bereits 2007, zu einem Zeitpunkt, zu dem es noch keine Baugenehmigung gab, geschlossen wurde, macht klar: Wir waren nicht auf einen kurzen Werbeeffekt aus. Wir haben Mainz 05 in einem ganz wichtigen Projekt von Anfang an begleitet. Dennoch ist für uns nun der Zeitpunkt gekommen, andere strategische Ziele stärker zu verfolgen und den Weg für einen anderen Namenssponsor frei zu machen“, erklärt Téva Perreau. Deshalb haben sich der Verein und Coface gemeinsam entschieden, diese Entscheidung so früh wie möglich zu kommunizieren.

Coface wollte mit dem Projekt Naming Right der 2011 eröffneten Coface Arena vor allem mehr Bekanntheit über die eigentliche Zielgruppe hinaus erlangen. Dieses Ziel wurde erreicht. Die Umfrage-Ergebnisse der letzten Studie aus dem Jahr 2014 belegen den Erfolg des Projektes deutlich: gegen über 2010 hat sich die Bekanntheit des Namens verdoppelt. Vor allem in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit machte sich der Effekt für Coface bemerkbar: Im Eröffnungsjahr 2011 stieg die Medienpräsenz (redaktionelle Erwähnungen, keine Werbung) teilweise um mehr als das Dreifache im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Und auch der Werbewert war nicht zu unterschätzen: Durch weltweite Live-Übertragung einzelner Spiele lag er teilweise im Millionen-Bereich – Summen, die mit klassischer Werbung innerhalb einer herkömmlichen Imagekampagne (Print/TV) tatsächlich mindestens aufgewendet werden müssten, um eine vergleichbare Präsenz zu erzielen. Mit einem dann weniger spannenden und emotionalen Umfeld.

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