Countdown auf dem DFL-Server

Jörg Schneider. Mainz.
Am Mittwoch um 18 Uhr endet die Transferperiode in den deutschen Profi-Ligen. Danach sind Transfers nach Deutschland nicht mehr möglich. Mit einer Ausnahme: Die deutschen Profiklubs können vereinslose Spieler jederzeit bis Ende der Winter-Transferperiode unter Vertrag nehmen. Der FSV Mainz 05 ist auf dem letzten Drücker noch an einem Linksverteidiger dran. Ob Sportdirektor Rouven Schröder kurz vor Toresschluss noch eine weitere Überraschung beim Bundesligisten präsentiert? Abwarten. Es bleibt noch eine Weile spannend.

Haben sie noch etwas in der Pipeline kurz vor dem Ende der Transferperiode? Rouven Schröder und Martin Schmidt haben bis Mittwoch um 18 Uhr Zeit, um noch Transfers abzuwickeln. Foto: Jörg Schneider In den vergangenen Jahren war Christian Heidel, je näher das Ende einer Transferperiode rückte, für die Öffentlichkeit überhaupt nicht mehr erreichbar. Der langjährige Manager des FSV Mainz 05 hat oft genug auf der Zielgeraden noch wichtige und heiße Transfer-Deals abgewickelt.  Heidels Nachfolger handhabt die Geschichte ähnlich und doch etwas anders. Rouven Schröder, der neue 05-Sportdirektor, fädelt seine Transfers ebenfalls in aller Stille und bisher weit weg von jeglichen kursierenden Spekulationen und Gerüchten ein, bleibt aber auch in dieser Stressphase stets ansprechbar und gibt Auskunft zu allen anfallenden Themen. Ob Schröder noch etwas in der Pipeline hat, kurz vor Toresschluss noch eine Neuverpflichtung an Land zieht oder einen Abgang vermeldet, darüber schweigt der 40-Jährige allerdings genauso wie sein Vorgänger. Abwarten. Es bleibt in jedem Fall spannend. Um 18 Uhr endet am Mittwoch die Sommer-Transferperiode für die deutschen Lizenz-Ligen.

Martin Schmidt hat angekündigt, dass der Klub noch eine Option prüfe in Sachen Linksverteidiger. Viel mehr ist nicht mehr zu erwarten an Kaderveränderungen bei den 05ern. Nach 18 Uhr am Mittwoch sind Transfers nach Deutschland dann auch nicht mehr möglich. Mit einer Ausnahme: Die deutschen  Profiklubs können vereinslose Spieler jederzeit bis Ende der Winter-Transferperiode unter Vertrag nehmen. Das ist neu.

Nach der Deadline am Mittwoch können jedoch Spieler immer noch in ausländische Ligen wechseln, weil die Transferfrist des aufzunehmenden Verbandes maßgeblich ist. Österreich, Frankreich Holland schließen ihr Transferfenster um 23.59 Uhr. England schiebt um Mitternacht deutscher Zeit ebenso wie Spanien den Riegel vor. In Italien ist um 23 Uhr Feierabend, in Portugal um 00.59 Uhr.

Für die deutschen Profi-Ligen gibt es seit dem 1. Juli 2015 ein neues Procedere, das das Wechselsystem vereinfacht. Das Ganze nennt sich Transfer-Online-Registrierungssystem (TOR). TOR optimiert, laut DFL, die Abläufe bei Spielertransfers, indem sämtliche Registrierungen von Spielern, Anträge auf Erteilung der Spielberechtigung sowie Transfers nun über dieses System stattfinden. Unterlagen müssen  nicht mehr, wie lange Jahre üblich, an die DFL geschickt oder gefaxt werden. Dadurch ist auch die Transferliste überflüssig geworden. In diese mussten in der Vergangenheit alle wechselbereiten Spieler bis spätestens am letzten Tag der Wechselfrist (im Sommer 31. August, im Winter 31. Januar) um 12 Uhr eingetragen sein. Bis 18 Uhr mussten die Klubs ihre Unterlagen nach Frankfurt geschafft haben. Nun müssen alle relevanten Unterlagen bis 18 Uhr im System stehen.

Der jeweils aufnehmende Lizenzverein, so steht’s auf der DFL-Homepage, gibt die relevanten Vertragsdaten der Registrierung beziehungsweise des Spielertransfers in eine Web-Applikation ein und lädt erforderliche Dokumente in TOR hoch. Somit sind sämtliche Vertragsunterlagen in einer zentralen Datenbank erfasst. Die Daten können von der DFL geprüft werden und sind für den jeweiligen Klub jederzeit abrufbar. Um zeitliche Missverständnisse auszuschließen, zeigt auf dem DFL-Server ein Countdown die verbleibende Zeit bis zum Transferschluss auf die Minute genau an.

Was den FSV Mainz 05 betrifft, bleibt es also in jedem Fall spannend. Und erst am Donnerstag wird dann endgültig feststehen, mit welchem Kader der Bundesligist bis zum Winter die Herausforderung mit dem Tanz auf drei Hochzeiten in Bundesliga, DFB-Pokal und Europaliga-Gruppenphase angeht.

 

 

 

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