Das 05-Kalenderblatt: 1. bis 4. November

Christian Karn. Mainz.
Die nullfünfMixedZone hat wieder in der Vereinschronik gekramt, in den Annalen geblättert und nachgeschaut, welche Jubiläen in diesen Tagen anstehen, was es an Besonderheiten und Ergebnissen gegeben hat, was um diese Jahreszeit so alles bei den 05ern passiert ist. Heute gratulieren wir einem Bretzenheimer, einem Weisenauer und einem Münchner Verteidiger zum Geburtstag, außerdem einem tschechischen Offensivmalocher, natürlich einer Torjäger-Legende aus Kastel, aber insbesondere dem Mainzer Rekordspieler.

1. November  

Karl Kast, langjähriger Stammspieler am Fort Bingen und einer jener 05er, die ihr Leben im Zweiten Weltkrieg verloren, wurde heute vor 109 Jahren geboren.Heute vor 109 Jahren kam im damals noch nicht eingemeindeten Bretzenheim Karl Kast zur Welt. Ab 1926 etablierte sich der damalige Stürmer nach und nach am in Laufweite seines Heimatdorfs gelegenen Fort Bingen in der ersten Mannschaft der 05er, schon 1927 war der vielseitige Nachwuchsmann auf der linken Seite Stammspieler, zunächst im Innensturm, bald im Mittelfeld, ab 1931 schließlich als indirekter Nachfolger von Otto Freitag als Linksverteidiger. Kast war ein sehr fleißiger Spieler, ein unermüdlicher Renner, der schon als Angreifer hinten aushalf, vorne zum Abschluss kam, dazwischen als verkappter Spielmacher Angriffe aufbaute und Bälle verteilte, allerdings immer mal wieder wochenlang fehlte, 1930 gar wegen Verletzungen fast die komplette (damals nur knapp vier Monate lange) Saison verpasste; andernfalls hätte er wohl dann schon den ebenfalls verletzten Freitag abgelöst und die 05er hätten sich wahrscheinlich zumindest als Vizemeister für die süddeutsche Endrunde qualifiziert. Sogar Eintracht Frankfurt interessierte sich schließlich für Kast, der Wechsel zum Spitzenklub vom Main scheiterte jedoch im Sommer 1932.

Kasts 05-Karriere endete 1933 abrupt: Im Derby gegen Wormatia Worms wurde eine Viertelstunde vor Schluss der 05-Torwart Philipp Schildge nach einem Revanchefoul von Ludwig Müller verletzt vom Platz getragen. Der Wormser Starstürmer durfte weiterspielen, Kast protestierte zu heftig, wurde vom Schiedsrichter vom Feld geschickt und kam nicht mehr zurück in die Mainzer Mannschaft. Insgesamt hatte er in 123 Spielen für die 05er 15 Tore geschossen. Kast verstarb im Januar 1997 im Alter von 89 Jahren.

Der Krake aus Brake

Eine noch viel größere 05-Legende wird heute 43 Jahre alt: Der Rekordspieler. Die Nummer 1 am Rhein. Der Krake aus Brake. Der unterkühlte Mann vom Deich. Dimo Wache.

Eine Kostprobe norddeutschen Humors: "In Norwegen nannte man mich den Torwart mit den vier Armen", prahlte Heinz Müller nach seinem Wechsel nach Mainz. "Mich nennt man Krake aus Brake", konterte Dimo Wache. Im vielleicht größten Spiel seiner Karriere erfuhr das Werder Bremen. Hier gratulieren Benjamin Weigelt und Hanno Balitsch dem Torwart, der alleine für das 0:0 verantwortlich war. Foto: imagoDer langjährige Stammtorwart der 05er kam 1995 von Borussia Mönchengladbachs Ersatzbank nach Mainz. Auch am Bruchweg saß Wache zunächst auf der Bank; erst nach der Entlassung von Horst Franz vollzog Interimstrainer Manfred Lorenz den Torwartwechsel. Der 13 Jahre ältere Stephan Kuhnert verdrängte den 21-Jährigen nach ein paar Spielen wieder; ab Mai 1996 aber setzte sich Wache im Mainzer Kasten durch. Bis zu seinem Karriereende nach 15 Jahren im Sommer 2010 spielte der Torwart aus der Wesermarsch 550 Mal für die 05er, darunter genau 300 Mal in der 2. Bundesliga, 74 Mal in der 1. Bundesliga, 26 Mal im DFB-Pokal und sechsmal im UEFA-Pokal; die übrigen 144 Einsätze waren Testspiele. Damit ist Wache der Rekordhalter bei den 05ern - und bleibt es vielleicht bis in alle Ewigkeit: Niko Bungert, der gefährlichste Verfolger, dürfte bis zu seinem 35. Geburtstag nicht viele Spiele verpassen, um eine Chance auf den ersten Platz zu bekommen; noch sechs Jahre lang müsste der Verteidiger Stammspieler bleiben.

Wache hätte noch einen viel größeren Vorsprung, wären nicht die vielen Verletzungen gewesen. Der Kreuzbandriss, der ihn die komplette Rückrunde 1997/98 und den Beginn der folgenden Saison kostete. Der Fußbruch aus dem Skandalspiel in St. Pauli im April 1999. Der Bänderriss im Februar 2006, ausgerechnet in Bremen, der Bundesligastadt seiner Heimatregion, wo Wache in der vorangegangenen Saison wohl das Spiel seines Lebens machte, gegen die gut aufgelegte Offensive mit Miroslav Klose, Ivan Klasnic und Nelson Valdez alles hielt, mehr oder weniger alleine für das 0:0 verantwortlich war. Die Schulterverletzung aus der Saison 2007/08. Schließlich kurz nach dem Wiederaufstieg der letzte Kreuzbandriss, der die Karriere beendete. Vielleicht 100 Spiele gingen dem 05-Kapitän damit verloren.

Aber schon seine 550 Einsätze grenzen an ein Wunder, aus zwei Gründen. Diverse Angebote aus Dortmund, Hamburg, Glasgow, Rostock, die im Laufe der Jahre beim Zweit-, später Erstligakeeper ankamen, sind der kleinere; irgendetwas sprach immer gegen einen Transfer. Die größere Gefahr für seine Karriere war seine Krankheit: Wache ist Diabetiker, aber letztlich gab es nur ein Spiel, in dem bei der Medikamentierung ein Fehler passierte, der Torwart nach 20 Minuten ausgewechselt werden musste. In den anderen 549 hielt der gelernte Metzger nicht nur einige Elfmeter, schrie er Schiedsrichter und Innenverteidiger an, ganz unpassend zu seiner sonst so ruhigen Art, stieg er zweimal auf, stand er einmal im DFB-Pokal-Halbfinale und auch in Spanien, Island und Armenien im 05-Tor, war er in der Hinrunde 2004/05 möglicherweise der überragende Keeper der Bundesliga. Am Ende seiner Karriere wurde Dimo Wache daher zum Ehrenspielführer der Mainzer ernannt; das wurde noch nicht so vielen Spielern zuteil.

Als Geschäftsmann hatte Wache kein Glück. Sein Sportgeschäft und seine Sportbar musste er nach ein paar Jahren schließen. Heute ist der Rekordmann der Mainzer Torwarttrainer des SV Darmstadt 98.

Mahir Sahin wird heute 37 Jahre alt.Außerdem haben ein paar ehemalige und aktuelle Nachwuchsspieler Geburtstag. Sven Helferich, der 1990/91 nie eingesetzte dritte Torwart der 05er wird 45 Jahre alt, der Junioren-Nationalspieler Justin Petermann, der inzwischen in der U19-Mannschaft der 05er spielt, 18 Jahre.

Und Mahir Sahin wird 37 Jahre alt. Der Türke war einer der ersten 05-Spieler seiner Generation, die es aus der Jugend in den Profifußball schafften; dauerhaft festgesetzt hat er sich dort nicht. Sahin war ein glänzender Techniker, ein sehr leichtfüßiger Mittelfeldspieler, in der Oberliga mit 16 Treffern in 69 Spielen für die 05-Amateure auch sehr torgefährlich. Viele Anlagen, die ein Profi braucht, hatte Sahin. Was ihm jedoch fehlte, war das Zweikampfverhalten. Der Techniker war nicht aggressiv genug für die 2. Bundesliga, defensiv reichte es nicht. Daher spielte er von 1998 bis 2000 nur 15 Mal für die Profis, zunächst nur als Einwechselspieler, im zweiten Jahr auch hin und wieder in der Startelf. Sein einziges Zweitligator schoss Mahir Sahin am 18. Oktober 1998 beim 3:0 gegen den FC St. Pauli - nur eine Minute nach seiner Einwechslung zum 2:0-Zwischenstand.

Ergebnisse am 1. November:

1931: FSV Mainz 05 - Olympia Lorsch 2:1  
1936: FSV Mainz 05 - Opel Rüsselsheim 0:3  
1953: TuRa Ludwigshafen - FSV Mainz 05 1:2  
1959: FSV Mainz 05 - Eintracht Bad Kreuznach 1:0  
1963: TuRa Ludwigshafen - FSV Mainz 05 2:2  
1975: FC Augsburg - FSV Mainz 05 1:1  
1977: FSV Mainz 05 - Eintracht Bad Kreuznach 2:2  
2014: FSV Mainz 05 - Werder Bremen 1:2  
 

2. November  

Walter Ziehmer war als Spieler und Trainer 13 Jahre lang bei Mainz 05.Am Mittwoch vor 73 Jahren kam Walter Ziehmer zur Welt. Der Libero war nicht viel weniger als eine Weisenauer Legende, als er 1970 nach dem Abstieg des SVW hinüber zum Bruchweg wechselte. Der damals 26-Jährige, der mit der Erfahrung von fast 200 Regionalligaspielen zu den 05ern kam, war uneingeschränkter Stammspieler in seinem ersten Jahr, meist auf seiner gewohnten Position, hin und wieder auch im Mittelfeld. Schon im zweiten Jahr aber verlor Ziehmer innerhalb der Mannschaft an Bedeutung; wenn er spielte, war er weiterhin ein exzellenter Freistoßschütze, aber in der Abwehr mit Hennes Schneider, Klaus Rieger, Willi Löhr und vor allem Herbert Scheller war nicht mehr oft Platz für Ziehmer. Nach insgesamt 55 Regionalligaspielen und zehn Toren für die 05er beendete der Verteidiger schon mit 29 Jahren seine Karriere, blieb aber noch ein ganzes Jahrzehnt als Nachwuchs- und Co-Trainer am Bruchweg. Acht Jahre, vier Monate und zehn Tage nach seinem letzten Einsatz wagte Ziemer nochmal ein Comeback - beim für alle Beteiligten bedeutungslosen Auswärtsspiel des Südwestmeisters beim Tabellenletzten Viktoria Herxheim am letzten Spieltag der Saison 1980/81 wechselte Chefcoach Herbert Dörenberg seinen Assistenten in der 83. Minute ein. Dörenberg, einst Zweitligaprofi der Darmstädter Lilien, war selbst schon seit der 75. Minute auf dem Platz, schoss das 4:1 und bereitete das 5:1 vor.

62 Jahre alt wird Bodo Martens. Der Stürmer spielte von 1974 bis 1976 meist als Joker neunmal in der 2. Bundesliga für die 05er und schoss beim 4:1 gegen den VfR Heilbronn sein einziges Profitor.

Petr Ruman (links) war als Offensivarbeiter und Adjutant des verrückten Torjägers Mohamed Zidan auch dann ungeheuer wertvoll, wenn er selbst nicht traf. Der Juniorentrainer des SV Darmstadt 98 wird am Mittwoch 40 Jahre alt.Petr Ruman wird am Mittwoch 40 Jahre alt. Als der Angreifer noch für die SpVgg Greuther Fürth spielte, hatten sich die 05er oft über ihn geärgert: Der blonde Tscheche schoss schon für den Mainzer Angstgegner Franken ein paar Tore gegen den Klub, für den er ab 2005 spielte. Nach dem Wechsel an den Bruchweg schoss Ruman zwar das erste Europapokaltor der 05-Historie, letztlich wurde er aber kein Torjäger, nicht mal Stammspieler in der Startelf, jedoch trotzdem ein wertvoller Stürmer. Ruman war technisch sehr gut, laufstark, geschickt in seinen Bewegungen, vom Typ her eher bescheiden, zurückhaltend. Und der perfekte Sturmpartner für Mohamed Zidan: Der unberechenbare Ägypter schoss in Grund und Boden, was ihm vor die Füße kam, der fleißige Ruman entlastete ihn, nahm Zidan viel Defensivarbeit ab, machte ihm die 13 Tore in 15 Rückrundenspielen 2006/07 erst möglich.

Nach dem Mainzer Abstieg war Rumans Karriere schnell vorbei. Nach sechs Zweitligaspielen verletzte sich der Tscheche zu schwer am Rücken. Es gab noch bis 2009 verschiedene Comeback-Versuche in der Oberliga, der Regionalliga und in Testspielen sowie beim Drittligisten VfR Aalen, aber das hatte letztlich keinen Zweck mehr. Ruman wurde in der Folge Nachwuchstrainer, betreute bei den 05ern die U17 als Co-Trainer, die U16 als Chef, die U19 als Assistent von Stefan Sartori, wechselte dann über den FSV Frankfurt ins Nachwuchsleistungszentrum des SV Darmstadt 98. Daneben betreibt Ruman eine Fußballakademie in Bischofsheim.

Vor 30 Jahren verloren die 05er 1:3 gegen Wormatia Worms. Es war die letzte Niederlage gegen einen rheinhessischen Rivalen in einem Pflichtspiel - und die zweitletzte insgesamt. Ein 2:5 im Test in Worms im September 2009 unterbrach die Serie nach knapp 23 Jahren.

Vor 15 Jahren schoss schließlich Michael Thurk sein Tor des Monats. Blaise Nkufo schlug im Saarbrücker Ludwigspark eine lange Flanke aus dem Rückraum, die Thurk volley nahm und wie Marco van Basten im EM-Finale 1988 aus spitzem Winkel zum 1:0-Sieg ins Tor knallte.

Weitere Ereignisse am 2. November:

1930: FSV Mainz 05 - VfL Neu-Isenburg 4:0  
1952: FSV Mainz 05 - Saar 05 Saarbrücken 0:0  
1958: VfR Frankenthal - FSV Mainz 05 2:0  
1974: VfR Mannheim - FSV Mainz 05 2:5  
1980: FSV Mainz 05 - Röchling Völklingen 1:0  
1991: SV Darmstadt 98 - FSV Mainz 05 1:3
1996: Stuttgarter Kickers - FSV Mainz 05 2:1  
2008: Rot Weiss Ahlen - FSV Mainz 05 0:2  

3. November  

Hermann Lutz, kurzzeitig 05-Stammtorwart in den 1970ern, wird am Donnerstag 65 Jahre alt.Am Donnerstag wird Hermann Lutz 65 Jahre alt. Der Pfälzer stand bereits in der Zweitligasaison 1975/76 elfmal im 05-Tor und war nach dem Rückzug in den Amateurfußball ein Jahr lang Stammkeeper. Bis 1981 bestritt Lutz anschließend weitere 72 Zweitligaspiele für die Würzburger Kickers und den FC Augsburg.

56 Jahre alt wird der "unheimliche Norbert" Hönnscheidt. Der Mittelstürmer war die Hauptfigur im womöglich größten Vabanquespiel der Mainzer Vereinsgeschichte. Elf Jahre lang hatten die 05er versucht, sich nach dem Rückzug neu aufzustellen und in den Profifußball zurückzukommen. Zur Halbzeit dieser Ära schienen sie auf einem guten Weg, brachen jedoch unerwartet (nicht aber unverschuldet) zusammen. 1987 wollten sie den Wiederaufstieg erzwingen. Der vor allem 1985 aufgestellte Kader war weitgehend eingespielt, hatte nicht mehr viele Lücken, die die Mainzer konsequent schlossen. Das Torwartproblem lösten sie mit der Verpflichtung des besten Keepers der Südwestliga, Stephan Kuhnert aus Worms. Frank Haun aus Kaiserslautern verstärkte das Mittelfeld. Und mit Hönnscheidt wollten sie endlich einen adäquaten Sturmpartner für Charly Mähn holen.

Dieser war ein klassischer Strafraumstürmer, der sich vor allem über Tore definierte. Hönnscheidt war nicht der beweglichste Angreifer, hatte aber einen wahnsinnigen Instinkt und das komplette Abschlusspaket großer Torjäger.

Der "unheimliche Norbert" Hönnscheidt wird am Donnerstag 56 Jahre alt.Der 27-jährige Kasteler mit der Erfahrung von 143 Erst- und Zweitligaspielen für Eintracht Frankfurt, Wormatia Worms und den 1. FC Saarbrücken war allerdings teuer. Weil die 05er nichts zahlen konnten, der FCS aber ohne Ablöse keine Freigabe erteilte, wurde Hönnscheidt zu jeweils sechs Monaten Reamateurisierungs- und Wechselsperre verdonnert. Im Winter kauften die 05er den Stürmer schließlich frei, mit Geld, das sie gar nicht hatten. Finanziell war der Verein mal wieder ruiniert, monatelang flossen keine Gehälter und vielleicht hätte Mainz 05 die Saison nicht überlebt - hätte nicht Hönnscheidt voll eingeschlagen, in 13 Ligaspielen neunmal getroffen und die 05er schließlich mit fünf Treffern in der Aufstiegsrunde in die inzwischen lukrative 2. Bundesliga geschossen.

Dort fehlte Hönnscheidt wegen eines dreifachen Bänderrisses bis Oktober. Zwar schoss er schon beim ersten Kurzeinsatz das Siegtor bei Blau-Weiß 90 Berlin, letztlich konnte aber auch er den Abstieg nicht verhindern. Diesmal aber kamen die Mainzer schnell zurück in die 2. Liga, dank der 20 Tore von Hönnscheidt (und der 22 von Mähn). Nach dem Aufstieg schob Trainer Robert Jung den Torjäger nach und nach ins Mittelfeld - was gut funktionierte. Hönnscheidt lief mehr als früher, ließ Bälle für die Mitspieler prallen, arbeitete gut und schoss weiterhin viele entscheidende Tore. 1992 schließlich verließ Hönnscheidt die 05er nach 132 Ligaspielen und 49 Treffern. Drei Jahre später kam er aus dem hessischen Amateurfußball ins 05-Amateurteam zurück, am 8. Dezember 1995 spielte er bei einem insgesamt miserablen 0:1 gegen Lübeck ein letztes Mal in der 2. Bundesliga.

Ergebnisse am 3. November:

1929: FSV Mainz 05 - SV Darmstadt 98 5:3  
1935: FSV Mainz 05 - SV Kostheim 12 1:1  
1957: FSV Mainz 05 - Saar 05 Saarbrücken 3:3  
1984: FSV Salmrohr - FSV Mainz 05 2:2  
1985: FSV Mainz 05 - FSV Salmrohr 1:1  
1995: Arminia Bielefeld - FSV Mainz 05 2:0  
1997: SC Freiburg - FSV Mainz 05 2:1  
2013: FC Augsburg - FSV Mainz 05 2:1  

4. November  

Günther Rybarczyk, als Ergänzungsspieler zweimal Deutscher Meister mit Bayern München, bei den 05ern ein aggressiver Offensivverteidiger, beim SC Paderborn und seinen Vorgängern mehr oder weniger alles, wird am Freitag 65 Jahre alt.Am Freitag wird Günther Rybarczyk 65 Jahre alt. Der Verteidiger war der Sensationstransfer der 05er in den 1970ern: Rybarczyk kam von den Bayern, dem Weltmeisterklub, wo er mit Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Uli Hoeneß, Sepp Maier gespielt hatte! Allerdings nicht oft: In zwei Jahren setzten die Bayern den Abwehrspieler nur sechsmal ein, dennoch kam er als zweimaliger Deutscher Meister nach Mainz.

Rybarczyk war ein harter, aggressiver Offensivverteidiger, aber auch ein guter Techniker - man sah, wie er es in den Bayern-Kader geschafft hatte. Dort verteidigte er meist links, in Mainz von 1973 bis 1976 eher rechts und am Ende in der Mitte, als Manndecker oder Libero. Vor allem war er aber ein Typ, eine dominante Figur mit der Ausstrahlung eines Führungsspielers.

Als sich die 05er 1976 in den Amateurfußball zurückzogen, kam Rybarczyk nicht mit. Bis dahin hatte er für die 05er in 65 Zweitligaspielen drei Tore geschossen. Beim FC Villingen und TuS Schloß Neuhaus kam er jedoch nur noch zu vier weiteren Einsätzen in der 2. Bundesliga. Beim SC Paderborn, dem Nachfolger des TuS, war Rybarczyk noch jahrzehntelang Spieler, Trainer, Manager, Funktionär, mehr oder weniger alles, was es bei einem Fußballklub gibt.

Heiko März wird 43 Jahre alt. Der Mittelfeldmann spielte am 6. Juni 1993 beim 0:2 in Leipzig sieben Zweitliga-Minuten für die 05er.

Weitere Ereignisse am 4. November:

1928: SpVgg Arheilgen - FSV Mainz 05 1:3  
1934: FSV Mainz 05 - Hassia Bingen 3:2  
1951: Eintracht Bad Kreuznach - FSV Mainz 05 2:3  
1956: FK Pirmasens - FSV Mainz 05 2:0  
1962: FK Pirmasens - FSV Mainz 05 1:0  
1973: FSV Mainz 05 - FC Homburg/Saar 3:2  
1979: SV Leiwen - FSV Mainz 05 0:2  
1988: Eintracht Braunschweig - FSV Mainz 05 0:0  
2000: Rot-Weiß Oberhausen - FSV Mainz 05 1:0  
2002: FSV Mainz 05 - Karlsruher SC 2:2  
2006: Bayer Leverkusen - FSV Mainz 05 1:1  
2007: SC Paderborn 07 - FSV Mainz 05 1:1  
2011: FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 3:1  
2012: Werder Bremen - FSV Mainz 05 2:1 

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