Das 05-Kalenderblatt: 13. bis 16. Januar

Christian Karn. Mainz.
Die nullfünfMixedZone hat wieder in der Vereinschronik gekramt, in den Annalen geblättert und nachgeschaut, welche Jubiläen in diesen Tagen anstehen, was es an Besonderheiten und Ergebnissen gegeben hat, was um diese Jahreszeit so alles bei den 05ern passiert ist. In dieser Woche geht es um zwei Kurzzeit-Trainer, einen großen Mainzer und einen großen Duisburger Torjäger, zwei kuriose Tore und ein kaputtes, und um einen Spieler, der sein Jurastudium finanzieren musste.

13. Januar  

Heute vor 82 Jahren spielten die 05er beim SV Weisenau. Der hatte rechtzeitig zum Derby sein Stadion modernisiert, allerdings nicht das Spielfeld, so dass die 05er in der ersten Hälfte gegen die tiefstehende Sonne und bergauf spielen mussten. Erst nach der Halbzeit waren die 05er klar überlegen und gewannen 3:0, wobei der Torschütze aus dem Gewühl zum 1:0 nicht ermittelt werden konnte und für das 2:0 in erster Linie der Wind verantwortlich war, der Paul Schatz' Eckball ins Tor wehte.

Uli Muhl spielte um 1960 für die 05er, sofern sein Jurastudium das zuließ.Auch vor 37 Jahren gab es ein bisschen Durcheinander bei einem Tor: Borussia Neunkirchens Dieter Conrad hatte in der 16. Minute eine Flanke volley unter die Latte geknallt, aber der Schiedsrichter hatte es nicht gesehen. Während die Gastgeber noch protestierten, zogen die 05er schon ohne Gegenwehr ihren Konter auf - und wurden kurz vor ihrem eigenen Torerfolg zurückgepfiffen. Denn wenigstens der Linienrichter hatte aufgepasst und Conrads Tor zählte doch noch. Die Borussia gewann die Partie 2:0.

Heute vor 81 Jahren kam Uli Muhl zur Welt. Der kleine Techniker, der 1958 von den Offenbacher Kickers an den Bruchweg kam, war ein offensiver Linksfuß, eher Mittelfeldspieler als Stürmer, der mit dem Fußball sein Jurastudium finanzierte. Im ersten Jahr war Muhl Stammspieler bei den 05ern. Nach vier Spieltagen in seiner zweiten Saison kündigte er seinen Vertrag, um sich in Würzburg um sein Examen zu kümmern, aber im kommenden Sommer war er wieder da und neben dem Ex-Nationalspieler Erich Bäumler der einzige Lichtblick im schwachen Mainzer Angriff. Die 05er wussten freilich, dass es keine Ära Muhl geben würde. Nach insgesamt 90 Spielen und 21 Toren in vier Jahren verließ der Techniker den Verein im Sommer 1962 endgültig.

Ein überaus erfahrener Trainer wird heute 76 Jahre alt: Eckhard Krautzun, der im Winter 2000/01 auch mal kurzzeitig für Mainz 05 verantwortlich war. Diesen Job, seine letzte Station als Vereinstrainer, hatte sich der gebürtige Essener mit einer List gesichert: Die Mainzer, damals in erheblicher Gefahr, in die Regionalliga abzusteigen, und ohne viel Geld, brauchten nach dem gescheiterten Experiment mit dem Belgier René Vandereycken einen preiswerten Feuerwehrmann und kontaktierten den erfahrenen Weltenbummler, der mit dem VfL Wolfsburg einst das DFB-Pokal-Halbfinale gewonnen hatte (und dann entlassen worden war), der auch mal vom Pokalfinalisten 1. FC Kaiserslautern geholt worden war, zwar den Abstieg nicht verhindern konnte, aber den Pokal gewann, der Nationaltrainer in Kanada und Kenia, Vereinstrainer in den USA und Japan gewesen war.

Eckhard Krautzun wird heute 76 Jahre alt. Mainz 05 war vor 16 Jahren seine letzte Station als Vereinstrainer. Foto: imagoAm Tag vor dem entscheidenden Gespräch mit den 05ern hatte Krautzun - vermeintlich einfach mal so - den damaligen Mainzer Führungsspieler Jürgen Klopp angerufen, um ein bisschen über die Mainzer Interpretation der Viererkette zu plaudern. Mit diesem kurzfristig erworbenen Fachwissen überzeugte er den 05-Vorstand - aber nicht die Öffentlichkeit. In der ersten Pressekonferenz von den "Pfälzern" und dem "Bruchsee" zu sprechen - in seiner damaligen Heimatstadt Heppenheim gibt es tatsächlich einen Bruchsee - war nicht gerade geschickt.

Krautzuns Einstand als 05-Trainer dagegen gelang hervorragend. Die zuvor fünfmal sieglosen 05er kassierten beim späteren Aufsteiger FC St. Pauli nach 2:0-Führung erst in der 94. Minute den Ausgleich, gewannen dann am 15. Spieltag gegen den bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer 1. FC Nürnberg 2:0. Aber viel gelang danach nicht mehr. Nach neun Spielen und nur zwei weiteren Punkten war Schluss. Krautzun akzeptierte die Entlassung nach zwei Monaten mit Stil, verlor kein böses Wort, machte den Weg bereitwillig frei - und beanspruchte es als seinen Vorschlag, Klopp zum Nachfolger auszuwählen. Selbst war Krautzun in jener Zeit wohl nicht mehr modern genug. Seine Trainerkarriere war bald ganz vorbei; seine letzten Stationen waren ein paar Monate als tunesischer Nationalcoach und ein paar Jahre im chinesischen Nachwuchs- und Frauenfußball. Noch heute ist Krautzun regelmäßig Zuschauer bei Mainz 05.

Und auch zwei Nachwuchsspieler - ein ehemaliger und ein aktueller - haben heute Geburtstag. Sedat Tuncer, Offensivspieler in der U19 bis Herbst 2006, wird 30 Jahre alt, der U17-Nationaltorwart Jan-Christoph Bartels, aktuell die Nummer 2 mit gelegentlichen Einsätzen im Mainzer U19-Team hinter einem weiteren Junioren-Nationaltorwart, 18 Jahre.

Weitere Ereignisse am 13. Januar:

1929: Union Niederrad - FSV Mainz 05 4:2  
1957: FSV Mainz 05 - Phönix Ludwigshafen 0:1  
1974: FSV Mainz 05 - 1. FC Saarbrücken 2:0  

14. Januar  

Morgen ist der 14. Todestag von Dirk Karkuth. Der Gelsenkirchener hatte 1986/87 bereits sehr kurz für die 05er gespielt; der damalige Oberligist setzte große Hoffnungen in den Amateurspieler von Schalke 04, aber es funktionierte nicht. Gut ein Jahrzehnt später tauchte Karkuth wieder in Mainz auf, zunächst als Wolfgang Franks Co-Trainer, nach dessen Entlassung im April 2000 als Cheftrainer für die verbleibenden sieben Spiele.

Dirk Karkuth rettete die 05er 1999/00 vor dem Abstieg. Keine drei Jahre später verstarb der Trainer an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von nur 41 Jahren. Foto: imagoKarkuths Mission war nahezu aussichtslos. Die Mainzer standen zwar nicht auf einem Abstiegsplatz, hatten aber ein schwieriges Restprogramm, waren körperlich und mental schwer angeschlagen, bauten bei Auswärtsspielen regelmäßig ihre Krankenstation im Bus auf, um die von Frank überforderten Spieler wieder aufzupäppeln. Karkuth erfüllte die Mission auf überragende Weise. Aus den ersten beiden Spielen holte er zwar nur einen Punkt, zerlegte nach der gewohnten Niederlage in Fürth fast die Kabine, trat einen Eimer mit einem Elektrolytgetränk um, so dass alles klebte, aber dann legten die 05er los. Nach sieben sieglosen Spielen schlugen sie dank zweier indirekter Freistoßtore von Peter Neustädter die Stuttgarter Kickers am Bruchweg mit 2:0. Dann gewannen sie beim späteren Aufsteiger VfL Bochum 1:0 in einem legendären Spiel. Die knallharte Defensivtaktik, bei der Torsten Lieberknecht den Bochumer Spielmacher Yildiray Bastürk in konsequente Manndeckung nahm, hatte der Emotionsmensch Karkuth zusammen mit Manager Christian Heidel und den wichtigsten Führungsspielern entwickelt. Ein 2:1 gegen Tennis Borussia Berlin sicherte vorzeitig ein weiteres Zweitligajahr, das 1:6 in Gladbach war nicht mehr von Belang, das 2:0 gegen Waldhof Mannheim noch ein schöner Derbysieg zum Saisonende.

Bei der anschließenden Nichtabstiegsfeier in Stromberg war der große Motivator auf einmal verschwunden und zunächst nicht mehr aufzutreiben; Karkuth hatte sich Hoffnungen gemacht, über die Saison hinaus Trainer zu bleiben, wusste aber schon, dass die 05er einen neuen Mann holen wollten. Am 14. Januar 2003, fünf Tage nach seinem 41. Geburtstag, verstarb Karkuth in seiner Heimatstadt Gelsenkirchen an den Folgen eines Schlaganfalls.

Günther Martin wird morgen 58 Jahre alt. Der Torhüter kam 1977 aus dem damals schon einmal erfolgreichen Nachwuchsprogramm der 05er in die erste Mannschaft und löste bald Arno Hand als Stammtorwart ab. 1978 wurde Martin kurzzeitig vom Neuzugang Kurt Gass verdrängt, holte sich den Stammplatz zurück, wechselte aber am Ende der Saison zu Kastel 06. 1981 holten die 05er ihren Ex-Torwart noch einmal zurück, aber eine Hauptrolle spielte Martin nicht mehr. Zunächst spielte der erfahrene Franz Schwarzwälder, meistens aber der talentierte "Moppes" Petz. Bis zu seinem Wechsel nach Bad Kreuznach im Sommer 1983 stand Günther Martin in insgesamt 61 Ligaspielen im 05-Tor, 1978 wurde er mit den Mainzern Südwestmeister, 1982 Deutscher Amateurmeister - eingesetzt wurde er da nur im Viertelfinal-Rückspiel.

Die 05-Geburtstagskinder am 14. Januar: Günther Martin, Abdelaziz Ahanfouf und Constantin Leinhos.39 Jahre alt wird ein großes Talent aus dem Rhein-Main-Gebiet, das in Mainz am eigenen Kopf scheiterte, später beim MSV Duisburg durchaus eine gute Rolle spielte. Abdelaziz Ahanfouf, ein Offensiv-Individualist, ein Rüsselsheimer Gassenbub, ein Spieler, der alles kannte, aber die richtige Anleitung brauchte, um das auch zu zeigen, war über die Offenbacher Kickers und die Jugend des VfB Stuttgart nach Unterhaching gekommen, hatte dort (und zwischendrin in Rostock) seine ersten Zweitligatore geschossen und seine erste Bundesliga-Erfahrung gesammelt. In Mainz, wo er in der Rückrunde 2001/02 unter Vertrag stand, zeigte Ahanfouf dagegen nicht viel; in vier Partien wurde er in der Schlussphase eingewechselt, das war's. Seine kurze große Zeit, die ihn vorübergehend in die Nationalmannschaft von Marokko brachte, hatte der Angreifer ab 2003 beim MSV Duisburg; in der 2. Bundesliga war er mit 31 Toren in 62 Spielen ein großer Torjäger, auch in der Bundesliga mit neun Treffern in 27 Spielen der wichtigste Angreifer des MSV. Den zehnten Treffer vergab er am letzten Spieltag gegen seinen Ex-Verein vom Punkt; Dimo Wache hielt beim 0:0 in Duisburg den von Nikolce Noveski an Ahanfouf selbst verschuldeten Foulelfmeter. Auch ein Heimsieg hätte den MSV nicht mehr vom letzten Tabellenplatz weggebracht. Ahanfoufs Karriere endete im Prinzip mit einem schweren Autounfall auf der Autobahn bei Bielefeld. Der damalige Arminia-Profi musste vom Notarzt reanimiert werden. Es gab verschiedene Comeback-Versuche beim SV Wehen und Darmstadt 98, aber daraus wurde nicht mehr viel.

Constantin Leinhos, der Innenverteidiger, der im vergangenen Sommer aus der Mainzer U19 zum FC Homburg wechselte, wird schließlich morgen 20 Jahre alt.

Ergebnisse am 14. Januar:

1934: 1. FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 7:0  
1951: FSV Mainz 05 - Phönix Ludwigshafen 3:1  
1961: FSV Mainz 05 - Borussia Neunkirchen 1:0  
1962: FSV Mainz 05 - Spfr. Saarbrücken 2:0  
1973: FSV Mainz 05 - TuS Neuendorf 3:2

15. Januar  

Am Sonntag vor 89 Jahren unterlagen die 05er am Fort Bingen der Spitzenmannschaft des FSV Frankfurt 2:3 (1:2); dabei schossen Georg Kaiser (1:1) und Paul Lipponer (2:3) die 05-Tore. Interessanter als das Spiel selbst ist, was der Frankfurter Trainer von den 05ern hielt. Der Engländer William Townley, einer der wichtigsten Wegbereiter des süddeutschen Fußballs, urteilte: "Mainz verfügt über einige gute Spieler, der größere Teil aber ist Durchschnitt. Die Läuferreihe ist schwach, der Sturm mittelmäßig. Allein Lipponer überragt die Mannschaft, in ihr ist er eine Klasse für sich."

Weitere Ereignisse am 15. Januar:

1933: Karlsruher FV - FSV Mainz 05 3:2      
1956: FSV Mainz 05 - Eintracht Trier 1:0      
1977: Gummi Mayer Landau - FSV Mainz 05 3:1      
1978: SV Horchheim - FSV Mainz 05 0:1          
1984: FSV Mainz 05 - Hassia Bingen 2:0      
2011: VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 1:0      

16. Januar  

Der Montag wäre der 73. Geburtstag von Gerd Klier. Der Rheingauer war um 1970 herum ein großartiger Torjäger. Als Mittelstürmer des FC 08 Villingen war er 1968/69 und 1969/70 der Toptorjäger der Regionalliga Süd, im folgenden Jahr verdrängte er gar den acht Jahre älteren Superstar Uwe Seeler beim Hamburger SV aus dem Sturmzentrum ins offensive Mittelfeld. Auf Dauer setzte sich Klier aber nicht durch in der Bundesliga, 1971 bereits wechselte er zum neuerdings reichen FSV Mainz 05.

Geboren an einem 16. Januar: Der bereits verstorbene Gerd Klier, Joo-Ho Park und Ruben Carvalho.Für die Mainzer war der kleine, stämmige, im Strafraum ungeheuer geschickte Klier ein Volltreffer. Sein Vorgänger Jürgen Richter hatte mit zwölf Saisontoren wirklich kein schlechtes Jahr gespielt, war aber eigentlich ein Mittelfeldspieler, blieb als solcher auch noch jahrelang wichtig für die 05er. Klier schlug sofort ein, schoss 21 Tore im ersten Jahr, 19 im zweiten, sogar 28 im dritten. 1973 war er der beste Torschütze im 54-Tore-Sturm mit Herbert Renner (18) und Manfred Kipp), der die 05er in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga schoss. 1972/73 und 1973/74 wurde er in der Südweststaffel zum dritten und vierten Mal Torschützenkönig der Regionalliga. In den beiden Jahren der 05er in der neuen 2. Bundesliga traf Klier insgesamt 27 Mal, nach dem Rückzug in den Amateurfußball schließlich 19 Mal in der Amateurliga - in nur 22 Spielen. Denn bereits im Winter ließen die 05er einen Streit mit ihrem Torjäger eskalieren, manch einer unterstellte dem Verein daraufhin, er habe den teuren Stürmer geschickt loswerden wollen. Klier beendete seine Karriere bei Kastel 06. In absoluten Zahlen ist er mit 117 Toren der drittbeste Torjäger der dokumentierten Vereinsgeschichte hinter Gerhard Bopp (177) und Charly Mähn (126), die aber beide seine beeindruckende Quote von durchschnittlich 0,60 Treffern pro Spiel nicht erreichen. Im März 2011 verstarb Klier nach längerer Krankheit im Alter von nur 67 Jahren.

Der Pfostenbruch gegen Werder, heute vor 52 Jahren. Vorne links betrachtet 05-Torwart Kurt Planitzer das Malheur, das die Spieler selbst, darunter Max Lorenz, der das Tor zu Fall gebracht hatte (weißes Trikot, mit dem Stützbalken in der Hand) und der Siegtorschütze Uli Meyer (5. v. r.) flicken.1965 spielte Klier noch für den FV Biebrich, erst ein paar Monate später begann seine Profikarriere beim Freiburger FC. Was auf der anderen Rheinseite, am Bruchweg, an seinem 21. Geburtstag passiert ist, dürfte der junge Stürmer mitbekommen haben und wer weiß, vielleicht war er sogar im Stadion, um sich das Pokalspiel der 05er gegen das Bundesliga-Spitzenteam Werder Bremen anzusehen. Die Mainzer waren Außenseiter gegen den späteren Deutschen Meister, der allerdings nicht mit voller Besetzung antrat: Mit Stammtorwart Günter Bernard und dem gefürchteten Grätscher Horst-Dieter Höttges fehlten zwei Nationalspieler, vier weitere (die Verteidiger Sepp Piontek und Heinz Steinmann, der Spielmacher Max Lorenz und der Mittelfeldrackerer Diethelm Ferner) waren dabei, mit "Pico" Schütz und Gerd Zebrowski auch noch weitere ausgezeichnete Bundesligaspieler. Die 05er aber, angetreten mit Kurt Planitzer, Norbert Liebeck, Helmut Müllges, Carlo Storck und Heinz Wassermann, Horst Schuch, Kurt Sauer und Manfred Zimmer, Uli Meyer, Charly Tripp und Vincenz Fuchs, gewannen 1:0. Meyer schoss das Siegtor in der 56. Minute. Die Mainzer warfen daraufhin auch den Titelverteidiger TSV München 1860 aus dem Wettbewerb und schieden im Viertelfinale vor 24.000 Zuschauern am vergrößerten Bruchweg gegen den 1. FC Nürnberg aus. Erst recht legendär wurde das Pokalspiel gegen Werder aber durch den Pfostenbruch: Max Lorenz hatte eine Flanke verpasst, war ins Tor gesprungen und hatte es dabei umgeworfen. Die Spieler flickten das morsche Gebälk selbst, das Spiel konnte fortgesetzt werden.

Joo-Ho Park wird am 30 Jahre alt. Der Koreaner kam 2013 als Linksverteidiger vom FC Basel zu den 05ern, war sofort Stammspieler, wenn er auch immer wieder fehlte, weil er mal wieder zur Nationalmannschaft musste und mal wieder verletzt zurückkam. Für seine Karriere waren die Einsätze fürs Heimatland freilich sehr wichtig; Park war noch nicht vom Militärdienst befreit, brauchte einen großen Erfolg, um seine Laufbahn nicht für 18 Monate unterbrechen zu müssen, schaffte das schließlich im Oktober 2014 mit dem Sieg im Fußballturnier der Asienspiele. Die Schattenseite für die 05er: Vom zweiten bis elften Spieltag mussten sie komplett auf den Koreaner verzichten. So wirklich gut zu sprechen auf Park ist Mainz 05 heute nicht mehr. Das liegt daran, dass dieser sich nach 50 Spielen für die 05er gegen Ende der vergangenen Sommer-Transferperiode von Borussia Dortmund abwerben ließ, was immerhin noch eine schöne Transfersumme brachte. Bei der Borussia spielt Park bisher nur eine Nebenrolle.

19 Jahre alt wird Ruben Monteiro Carvalho, bis 2016 defensiver Mittelfeldspieler in den Nachwuchsteams der 05er.

Weitere Ergebnisse am 16. Januar:

1927: Saar 05 Saarbrücken - FSV Mainz 05 3:5  
1949: Eintracht Trier - FSV Mainz 05 1:1  
1966: FSV Mainz 05 - SV Völklingen 4:0  
1972: Borussia Neunkirchen - FSV Mainz 05 3:0  
1983: FSV Mainz 05 - VfL Neustadt/Weinstraße 2:1  
2010: Bayer Leverkusen - FSV Mainz 05 4:2 

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