Das 05-Kalenderblatt: 17. bis 20. November

Christian Karn. Mainz.
Die nullfünfMixedZone hat wieder in der Vereinschronik gekramt, in den Annalen geblättert und nachgeschaut, welche Jubiläen in diesen Tagen anstehen, was es an Besonderheiten und Ergebnissen gegeben hat, was um diese Jahreszeit so alles bei den 05ern passiert ist. Heute geht es um zwei Pechvögel - einer hat den fast sicheren Aufstieg verpasst, einer die fast sichere große Karriere. Andere Geburtstagskinder waren von beidem weit entfernt. Zum Wochenende hin geht es um einen sehr jungen und einen sehr alten Debütanten im 05-Tor, um den Hattrick eines Innenverteidigers und um das schönste Tor von allen.

17. November 

Der Aufstieg wäre der Höhepunkt der kurzen Zweitligakarriere des Ghanaers Mohammed Muftawu (links neben Jürgen Klopp) gewesen, aber die Frankfurter Nachspielzeit kam dazwischen. Foto: imagoHeute wird Mohammed Muftawu 38 Jahre alt. Der Defensivallrounder aus Ghana spielte von 2000 bis 2005 mal mehr, mal weniger regelmäßig für die 05-Amateure in der Ober- und Regionalliga, insgesamt in 105 Partien. Siebenmal wurde "Mufti" sogar in der 2. Liga eingesetzt, fünfmal als Rechtsverteidiger in der Startelf. Anschließend spielte Muftawu für den 1. FC Eschborn, den FSV Frankfurt, den KSV Klein-Karben und zuletzt bis 2010 für den FC Homburg. Schlagzeilen machte der ehemalige U17-Nationalspieler Ghanas, als er sich im Heimaturlaub mit Malaria infizierte und unter Lebensgefahr aus dem Wintertrainingslager in der Türkei geholt werden musste.

Ein großes Talent, das die ganz große Karriere durch eine Verletzung verpasste, wird 34 Jahre alt. Der Marokkaner Mimoun Azaouagh wurde einst in der Eintracht-Jugend aussortiert, entwickelte sich wie so mancher in Frankfurt nicht mehr erwünschter Nachwuchsspieler in Mainz zum Bundesligaprofi. Bereits in einem seiner ersten Spiele außerhalb des Jugendfußballs machte sich Azaouagh einen Namen: Beim DFB-Pokalspiel der 05-Amateure gegen Borussia Mönchengladbach, das der Oberligist erst im Elfmeterschießen verlor, war Azaouagh neben Christian Wetklo der überragende Spieler.

2002 rückte Azaouagh zu den Profis auf, wo er schnell Stammspieler wurde. Der großartige Techniker, leichtfüßige, bewegliche Dribbler, leichtgewichtig, aber sehr aggressiv, schoss in 48 Zweitligaspielen vier Tore und bereitete zehn vor, stieg so mit den 05ern in die Bundesliga auf und hinterließ auch dort einen so guten Eindruck, dass Schalke 04 ihn nach einem halben Jahr verpflichtete.

Der kleine Mimoun Azaouagh (oben) hätte wohl ein herausragender Bundesligaspieler sein können, wurde aber nach einer frühen schweren Verletzung nie wieder der Alte.Schalkes Manager Rudi Assauer verlor durch diesen Transfer letztlich seinen Job in Gelsenkirchen. Denn Azaouagh hatte sich schon ein paar Monate vorher verletzt; beim 3:4 der 05er in Wolfsburg. Bei jenem Spiel, in dem die 05er 2:0 führten, in der Blitztabelle erstmals auf dem ersten Platz der Bundesliga standen, ehe alles schief ging, Matze Abel mit zu spät bemerkter Gehirnerschütterung 20 Minuten über den Platz wankte, Manuel Friedrich auf Azaouaghs Knie fiel, dessen Kreuzband riss, Martin Petrow vier Tore für den VfL schoss, dabei einen zweifelhaften und einen zweifelsfrei unberechtigten Elfmeter verwandelte. Die Schalker unterschätzten die Schwere der Verletzung, warfen dem vermeintlich unerfahrenen Christian Heidel Betrug und Täuschung vor, scheiterten damit in jeder Instanz, die sie bemühten.

Als er endlich wieder gesund war, spielte Azaouagh selten für Schalke, häufiger bei den 05ern, die ihn für die Saison 2006/07 noch einmal ausliehen. Viel brachte das nicht. Azaouagh war Stammspieler, schoss per Elfmeter und Freistoß zwei Tore, war aber ganz offensichtlich noch im Rekonvaleszenzjahr. Nach dem Abstieg der 05er spielte der ehemalige U21-Nationalspieler immer noch keine Rolle bei Schalke. Beim VfL Bochum war Azaouagh eine Zeit lang Stammspieler, machte ein paar gute Spiele, wurde aber nie mehr der Alte.

Welchen Verlauf die Karriere von Niklas Kölle nehmen wird, das ist noch völlig offen. Der Linksverteidiger der Mainzer A-Junioren, im Sommer aus Wolfsburg verpflichtet, ist immerhin neuerdings U18-Nationalspieler. Heute wird Kölle 17 Jahre alt.

Ergebnisse am 17. November:

1929: VfL Neu-Isenburg - FSV Mainz 05 6:1  
1935: FSV Mainz 05 - SV Wiesbaden 0:2  
1948: SpVgg Andernach - FSV Mainz 05 2:1  
1963: FSV Mainz 05 - ASV Landau 3:1  
1968: Saar 05 Saarbrücken - FSV Mainz 05 1:0  
1982: FSV Mainz 05 - Eintracht Bad Kreuznach 0:2  
1985: FSV Mainz 05 - Borussia Neunkirchen 5:0  
1991: FSV Mainz 05 - VfB Leipzig 1:1  
1993: FSV Mainz 05 - Bayer Uerdingen 1:1  
2000: FSV Mainz 05 - Alemannia Aachen 1:1  
2012: Hamburger SV - FSV Mainz 05 1:0
 

18. November  

Grover Gibson ist noch der Bedeutendste der vier Mainzer Geburtstagskinder am 18. November.Am Freitag haben vier ehemalige 05er Geburtstag, eine große Rolle gespielt haben sie alle nicht. Erich Krehl wurde bereits 1923 geboren, vor 93 Jahren also. Mit dem erfahrenen Offensivspieler von Turbine Erfurt wurden die 05er 1952/53 allerdings nicht glücklich. Krehl passte auch vom Typ her nicht in die Mannschaft, spielte nur dreimal, schoss dabei immerhin ein Tor und wechselte nach der Saison zum Bremer SV 06.

Sebastian Barnes, einst Jugendspieler von Bayer Leverkusen, kam 1997 aus den USA zu den 05ern, spielte sechsmal in der 2. Bundesliga und ging nach einem Jahr weiter zum VfL Hamm/Sieg. In der Oberliga kam der Ghanaer, der morgen 40 Jahre alt wird, besser zurecht.

Grover Gibson wird 38 Jahre alt. Der Mittelfeldspieler aus Virginia spielte in der Regionalliga durchaus eine Rolle - allerdings verteilen sich seine 193 Spiele auf sieben Vereine. Die 05er holten ihn 2002 aus Elversberg, ließen ihn viermal mitspielen und gaben ihn nach der Saison wieder für die Saarländer frei.

Stéphane Eba Eba wird schließlich 21 Jahre alt. Der Mittelfeldspieler aus Kamerun kam als 12-Jähriger vom SV Wehen an den Bruchweg, rückte jedes Jahr einen Jahrgang weiter, bis er in der U23 ankam, spielte in der höchsten Nachwuchsmannschaft allerdings nur noch ein einziges Mal. Im vorletzten Winter wechselte Eba Eba in die Schweiz zur zweiten Mannschaft des FC Wil.

Ergebnisse am 18. November:

1928: FSV Mainz 05 - 1. FC Langen 4:0  
1934: FSV Mainz 05 - FVgg Mombach 03 1:0  
1951: VfL 07 Neustadt/Wst. - FSV Mainz 05 3:3  
1973: FSV Mainz 05 - FV Speyer 4:0  
1981: Borussia Neunkirchen - FSV Mainz 05 0:2  
1984: FSV Mainz 05 - Eintracht Bad Kreuznach 0:0  
2006: FSV Mainz 05 - Hamburger SV 0:0 
 

19. November  

Murat Doymus, Innenverteidiger der ersten Mainzer U19-Bundesliga-Generation, wird am Samstag 31 Jahre alt.Am Samstag wird Murat Doymus 31 Jahre alt. Der Innenverteidiger wurde bei den Mainzer Junioren ausgebildet, gehörte 2003/04 der ersten U19-Bundesliga-Generation der 05er an, spielte bis 2006 bei der U23 und saß einmal in der Bundesliga auf der Bank. Bis 2015 spielte Doymus bei verschiedenen Berliner Ober- und Regionalligisten, außerdem kurzzeitig in der Türkei und Aserbaidschan - und 2010 im DFB-Pokal mit dem Berliner AK 07 gegen Mainz 05. Anschließend wechselte Doymus zurück in die Heimat zum Oberligisten TSV Schott.

Heute vor zehn Jahren wurde die Bundesliga ernsthaft auf einen mazedonischen Innenverteidiger aufmerksam. Der FSV Mainz 05 spielte zuhause gegen Eintracht Frankfurt und nach sechs Minuten stand es 0:2 - durch zwei Eigentore von Nikolce Noveski. So schnell war das in der Liga noch nie jemandem passiert. "Mein erster Hattrick", sagte Noveski allerdings am Ende. In der Halbzeit beförderte sich der Abwehrspieler selbst zum Spielmacher, der mit unbändigem Willen die Mannschaft voran trieb. In der 66. Minute traf Noveski den Pfosten des Frankfurter Tors. In der 71. Minute ging sein wuchtiger Kopfball zum 1:2 ins Netz. Der Doppelschlag hätte die trotz der Eigentore überragende Vorstellung des Verteidigers gekrönt, für dessen Willensleistung es Komplimente hagelte. Denn Petr Ruman schaffte in der 90. Minute das 2:2 zum spektakulärsten der vielen Unentschieden im Rhein-Main-Derby.

Weitere Ergebnisse am 19. November:

1933: FSV Mainz 05 - FK Pirmasens 2:3  
1961: FSV Mainz 05 - 1. FC Saarbrücken 3:1  
1978: Südwest Ludwigshafen - FSV Mainz 05 2:2  
1980: 1. FC Kaiserslautern (A) - FSV Mainz 05 2:2  
1986: SSV Überherrn - FSV Mainz 05 0:3  
1989: FSV Mainz 05 - TuS Mayen 4:1  
1995: FSV Mainz 05 - MSV Duisburg 0:1  
2001: FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 1:1  

20. November  

Der erfolgreichste 05-Torhüter wird am Sonntag 64 Jahre alt. Wolfgang Kneib wurde auf dem Höhepunkt seiner Karriere Deutscher Meister und UEFA-Pokalsieger.Eine Torwartlegende aus Zornheim wird am Sonntag 64 Jahre alt: der langjährige Bundesligakeeper, Deutsche Meister und Europapokalsieger Wolfgang Kneib, der seine Profikarriere bei Mainz 05 begann. Als 16-Jähriger hatte sich Kneib den 05ern angeschlossen, als 17-Jähriger gehörte er zur ersten Mannschaft, als 18-Jähriger debütierte der fast zwei Meter lange Torwart am 14. Februar 1970 in der Regionalliga. Wolfgang Orben, der kaum älterer Stammtorwart, hatte den 05-Trainer Erich Gehbauer zu nervös gemacht. "Orben, ohnehin der sensiblere der beiden, ließ schon bei der ersten Aktion Unsicherheit erkennen. Da die Erfahrung gelehrt hat, dass Orben seine Nerven nach einem missglückten Auftakt zumeist nicht wieder unter Kontrolle bringt und seine Unsicherheit sich schließlich auf die Vorderleute überträgt, entschloss ich mich zu dem Austausch. Kneib ist fit, der ruhigere Typ und hat seine Sache ausgezeichnet gemacht", erklärte Gehbauer den Torwartwechsel in der 16. Minute. Mit dem gerade erst von einer Meniskus-OP genesenen Kneib erreichten die 05er bei Gummi Mayer Landau ein 0:0.

Die beiden Torhüter wechselten sich zunächst weiter ab. Kneib blieb sechs Spiele lang im Tor, wurde dann wegen Überlastung auf die Bank zurückgenommen, kam wegen einer Verletzung Orbens für die letzten dreieinhalb Spiele der Saison zurück in den Kasten. 1971/72 hatte Kneib die geringfügig größeren Einsatzzeiten - 18 Spiele gegenüber 15 von Orben, der seinerseits diesmal zweimal eingewechselt wurde, einmal wegen Verletzung, einmal, weil Kneib nicht gut spielte. Jener machte im März vier Spiele am Stück - die längste Mainzer Torwartserie in jener Saison.

Weil beide gleich gut waren. Orben talentierter, spektakulärer, ein großartiger Flieger, der alle Ecken des Tors erreichte, Lufthoheit im Strafraum hatte, Präsenz bei den Flanken, ein gutes Auge, eine feine Balltechnik. Kneib, einen halben Kopf größer als Orben, war ruhiger, sachlicher, nicht so reizbar, nicht so emotional wie sein Konkurrent. Er hatte eine bemerkenswert dominante Ausstrahlung und trainierte die Defizite in Sachen Beweglichkeit, die seine Größe mitbrachte, mit Fleiß weg. 

1972/73 brach sich Kneib im Auftaktspiel (5:3 in Neuendorf) bei 3:1-Führung kurz vor der Halbzeit den Knöchel und fehlte lange. Nach seinem Comeback gehörte die Rückrunde weitgehend ihm. Ab 1973 war er fast immer im Tor.

Bereits 1975 wechselte Kneib hinunter zum mal wieder reichen Nachbarn SV Wiesbaden in die 3. Liga. Die SVW-Legende Bernd Rupp vermittelte ihn schon nach einem Jahr zu seinem Ex-Klub Borussia Mönchengladbach. Dort erst machte der inzwischen immer noch erst 23-Jährige große Karriere. 112 Bundesligaspiele, obwohl es dort einen gewissen "Otto" Kleff gab, halb so groß und doppelt so spektakulär wie Kneib, eine der schillerndsten Figuren der Bundesliga in jenen Jahren. Kneib gewann 1977 die Meisterschaft und 1979 den UEFA-Cup, jeweils ohne eine Minute im Wettbewerb zu verpassen. 1980 wechselte er als Nachfolger des damals noch nicht großen Uli Stein zu Arminia Bielefeld; seine Karriere beendete er erst 1995 als 42-Jähriger nach 508 Profispielen. Und noch zwei Jahrzehnte später wirkt Kneib, als könne er jederzeit für einen verletzten Stammtorwart einspringen.

Anthony Ujah (ganz links) wurde in Köln glücklicher als in Mainz. Der Nigerianer wird nun 26 Jahre alt.Anthony Ujah ist trotz großer Anlagen nicht so erfolgreich, dafür heute wahrscheinlich viel reicher. Der Nigerianer kam mit 20 Jahren zu Mainz 05, in Norwegen war er bereits ein überragender Torjäger. Bei den 05ern aber kam Ujah 2011/12 nicht zurecht; die Bundesliga war noch eine Nummer zu groß für den Stürmer, der immerhin in wettbewerbsübergreifend 17 Spielen zweimal traf. Nach einem Jahr liehen die 05er Ujah für ein Jahr an den damaligen Zweitligisten 1. FC Köln aus, zunächst mit der festen Absicht, ihn danach doch noch zum guten Bundesligaspieler zu machen. Tatsächlich fühlte sich der Nigerianer beim FC viel wohler als in Mainz, blieb drei Jahre, schoss nach dem Aufstieg zehn Saisontore für den FC, danach elf für Werder Bremen, ehe er im Sommer 2016 für ein gewaltiges Gehalt und eine stattliche Ablöse mit nur 25 Jahren zum chinesischen Liaoning FC wechselte. Den großen Durchbruch schaffte er nicht, Leon Balogun hat inzwischen mehr Länderspiele für Nigeria absolviert als Ujah, der zuletzt im September 2015 zum Nationalteam eingeladen wurde. Dafür, so begründete er seinen Wechsel nach Ostasien, könne er jetzt seine komplette Familie in Nigeria ernähren. Das ist ein Argument.

Außerdem haben zwei Nachwuchsspieler Geburtstag: Bernd Kruschewski, von 2004 bis 2007 U19- und U23-Torwart der 05er mit 13 Einsätzen in der U19-Regionalliga und dreien in der höchsten Nachwuchsmannschaft, wird 29 Jahre alt, Marcel Costly, der Rechtsverteidiger der aktuellen U23, 21 Jahre.

Der Beweis: Martin Pieckenhagen hat (im Alter von 39 Jahren und fünf Tagen) für Mainz 05 in der Bundesliga gespielt. Und musste in dieser Szene gleich mal einen Platzverweis riskieren. Foto: imagoAm Freitag vor fünf Jahren schoss Sami Allagui das vielleicht schönste Mainzer Bundesligator. Auswärtsspiel in Gladbach. Ein schwieriges Spiel. 0:0 zur Halbzeit, dann ging die Borussia zweimal gegen den Ersatztorwart in Führung. Christian Wetklo hatte sich früh verletzt. Martin Pieckenhagen, der älteste Neuzugang und mit 39 Jahren und fünf Tagen der älteste Debütant, den es bei den 05ern je gab, musste in der 25. Minute übernehmen und entging erst einmal haarscharf einem Platzverweis. André Schürrle glich zum 1:1 aus, Sami Allagui zum 2:2. Dann kam die 88. Minute, in der ein Gladbacher Angriff auf der linken Abwehrseite der 05er hängenblieb. Christian Fuchs einen sagenhaften Diagonalball über locker 50, 60 Meter nach vorne schickte. Der genau zwischen den Innenverteidigern runterfiel. Und da war Allagui. Der den Ball mit langem Bein senkrecht in die Luft schoss, den Torwart darunter durchrennen ließ, von den Verteidigern in die Zange genommen hinterher sprang und mit der Stirn den Ball nicht einfach so ins Tor schickte, sondern präzise genau ins große B der Borussia-Raute, die das Netz verziert. Siegtor zum Auswärtssieg ins Herz der Borussia. Wir finden: Besser geht's nicht.

Weitere Ergebnisse am 20. November:

1932: FSV Mainz 05 - VfR Bürstadt 5:0  
1949: 1. FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 7:0  
1982: Borussia Neunkirchen - FSV Mainz 05 1:3  
1988: Viktoria Aschaffenburg - FSV Mainz 05 2:1  
1994: FC St. Pauli - FSV Mainz 05 3:1  
1998: KFC Uerdingen 05 - FSV Mainz 05 1:2  
1999: FSV Mainz 05 - SpVgg Greuther Fürth 1:0  
2004: FSV Mainz 05 - VfL Bochum 1:0

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