Das 05-Kalenderblatt

Christian Karn. Mainz.
Auch in dieser Woche hat die nullfünfMixedZone wieder tief in die Vereinschronik gegriffen, in den Annalen geblättert und nachgeschaut, welche weiteren Jubiläen in diesen Tagen anstehen, was es an Besonderheiten und Ergebnissen gegeben hat, was um diese Jahreszeit so alles bei den 05ern passiert ist. Der Jahreszeit entsprechend geht es neben den üblichen Geburtstagen zwar noch nicht um Auf- oder Abstiegsendspiele, aber bereits um einige Vorentscheidungen. Das Ergebnis der Recherchen stellen wir Ihnen regelmäßig in einer Serie vor - im 05-Kalenderblatt.

7. Mai

Der junge Werner Orf am Anfang seiner 05-Karriere.Am heutigen Donnerstag wird Werner Orf 58 Jahre alt. Der gebürtige Heidesheimer kam 1976 als 19-Jähriger vom TSV Schott zu den 05ern und war - unterbrochen von zwei Jahren beim Zweitligisten SpVgg Fürth - bis 1986 eine wichtige Stütze in der Defensive des damaligen Oberligisten FSV Mainz 05, zunächst im defensiven Mittelfeld, dann als Rechtsverteidiger, Libero und schließlich wieder defensiver Mittelfeldspieler. 1986 wurde Orf vom reichen hessischen Landesliga-Aufsteiger SpVgg Elvtille abgeworben, aber seine Nachfolger Bernd Münch und Michael Schuhmacher waren schon da. Nach seinem Karriereende begann Orf eine lange Laufbahn als Amateurtrainer. Orfs 239 Drittligaspiele (24 Tore) übertraf bei den 05ern nur Charly Mähn (256/102).

33 Jahre alt wird Fatih Sözen. Der Stürmer spielte von 1998 bis 2003 für die U19 und die Amateure des FSV Mainz 05, mit denen er 2001, 2002 und 2003 den Südwestpokal gewann, 63 Oberligaspiele (12 Tore) und jeweils drei Regionalliga- und DFB-Pokalspiele bestritt.

Vor genau 27 Jahren, am 7. Mai 1988, gewannen die 05er 3:2 gegen Eintracht Trier. Nach zwölf Jahren in der Drittklassigkeit war das die Vorentscheidung zur Südwestmeisterschaft und ein wichtiger Schritt zum Wiederaufstieg. Obwohl sie bis dahin wenige Punkte verloren hatten, standen die 05er lange deutlich hinter den Trierern. Dann aber verlor der souveräne Tabellenführer überraschend beim Tabellenletzten Rot-Weiß Hasborn und zuhause gegen den FSV Saarwellingen, während die 05er eine große Siegesserie starteten. Vor dem direkten Duell am vorletzten Spieltag waren sie nur noch wegen der Tordifferenz Zweiter. Vor deutlich mehr als den 7000 zahlenden Zuschauern glich der wankende Spitzenreiter die beiden Mainzer Führungstore durch Norbert Hönnscheidt jeweils aus, aber auf Charly Mähns Tor zum 3:2 fanden die Trierer keine Antwort mehr. Am letzten Spieltag verteidigten die 05er mit einem 1:0 bei Südwest Ludwigshafen die Tabellenführung. In der Summe weit über 30.000 Zuschauer besuchten anschließend die drei Heimspiele in der erfolgreichen Aufstiegsrunde.

Zwölf Jahre später steckten die 05er mal wieder tief im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Die Wende - wie immer nach einer happigen Niederlage in Fürth - begann am 7. Mai 2000 mit einem 2:0 gegen die Stuttgarter Kickers, bei dem Peter Neustädter zwei indirekte Freistöße im Kickers-Strafraum verwandelte.

Das passiert, wenn man das eigene Bier nicht bewacht: Die deutschen Meister Mehmet Scholl (verdeckt), Sebastian Deisler und Roy Makaay sprengen die Mainzer Nichtabstiegsfeier und eröffnen die gemeinsame Party der Bayern und der 05er. Foto: imagoAm 7. Mai 2005, also vor genau zehn Jahren, kam Bayern München zum ersten Mal zu einem Bundesligaspiel nach Mainz. Benjamin Auer und Michael Thurk trafen zum 1:1 und 2:2, aber letztlich gewannen die Bayern 4:2. Den 05ern war's egal - dank der Ergebnisse der Konkurrenz stand an diesem Nachmittag zwei Spiele vor dem Ende seiner ersten Bundesligasaison fest, dass es ein zweites Erstligajahr für den vermeintlichen "Absteiger Nummer 1" geben würde.

Und heute vor vier Jahren gewannen die 05er im letzten Heimspiel Manuel Neuers als Schalker Torwart 3:1 in Gelsenkirchen. Die Treffer von André Schürrle, Lewis Holtby und Nikolce Noveski (drei weitere Tore gegen die hinten weit offenen Schalker zählten teils zu Recht nicht) sicherten schon im vorletzten Saisonspiel die erste sportliche Europapokal-Qualifikation der 05er.

Weitere Ergebnisse am 7. Mai:

1950: FSV Mainz 05 - VfR Kirn 3:1  
1967: FSV Mainz 05 - Germania Metternich 2:0  
1970: ASV Landau - FSV Mainz 05 1:1  
1972: Gummi Mayer Landau - FSV Mainz 05 3:0  
1978: FSV Mainz 05 - 1. FC Kaiserslautern (A) 1:1  
1983: SV Leiwen - FSV Mainz 05 4:3  
1993: SV Meppen - FSV Mainz 05 0:0  
1994: VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05 2:0  
2004: FSV Mainz 05 - SpVgg Unterhaching 2:0  
2008: FSV Mainz 05 - Alemannia Aachen 0:1  

Sergej Schukow wird am Freitag 48 Jahre alt.

8. Mai  

Sergej Schukow wird am Freitag 48 Jahre alt. Der russische Mittelfeldspieler sollte schon im Winter 1992/93 das Mainzer Mittelfeld verstärken; weil die Teamärzte aber einen Kniescheibenbruch nicht erkannt hatten und Schukow fitspritzen wollten, debütierte der Russe erst im August. Schukow wäre wohl ein sehr guter Zweitligaspieler geworden, hätte er nicht wegen dieser und weiterer Verletzungen in zwei Jahren nur 37 Mal gespielt (und dabei zwei Tore geschossen).

Weitere Ergebnisse am 8. Mai:

1966: TuS Neuendorf - FSV Mainz 05 2:1  
1976: Bayern Hof - FSV Mainz 05 4:3  
1982: Eintracht Trier - FSV Mainz 05 1:2  
1986: Eisbachtaler Spfr. - FSV Mainz 05 0:2  
2010: FSV Mainz 05 - FC Schalke 04 0:0  

9. Mai  

Otto Freitags Geburt wird erst am Samstag 118 Jahre her sein......die von Friedhelm Aust erst 64 Jahre.Ein bedeutender Mann aus der Frühzeit des FSV Mainz 05 würde am Samstag Geburstag haben. Allerdings ist der Berliner Verteidiger Otto Freitag bereits 1982 in seiner Wahlheimat Mainz verstorben. Freitag, wie sein zwei Jahre älterer Bruder Willi und der Ex-Nationalspieler Kurt Diemer einer der Kicker, die 1919 vom Mainzer Fußballpionier Hugo Ries aus Berlin an den Rhein gelockt wurden, war lange ein Leistungsträger und ein Kopf der Mannschaft. Seinen letzten Einsatz hatte Otto Freitag 1930 beim 0:5 bei Alemannia Worms - ein Ergebnis, das nur durch die Verletzung des Verteidigers so deutlich ausfiel. Nach seinem Karriereende wurde Freitag Wirt im Vereinsheim der 05er. Am Samstag würde er 118 Jahre alt werden.

Mit 64 Jahren wesentlich jünger wird am gleichen Tag Friedhelm Aust. Der Verteidiger aus dem Rheinland wechselte 1972 mit der Erfahrung von zehn Bundesligaspielen für Eintracht Frankfurt zu den 05ern, wurde aber kein Stammspieler. An der Südwestmeisterschaft 1973 und der Zweitliga-Qualifikation 1974 hatte Aust nur marginale Anteile. Nach 16 Spielen in zwei Jahren wechselte Aust 1974 zu Hassia Bingen. 

Weitere Ergebnisse am 9. Mai:

1965: BSC Oppau - FSV Mainz 05 4:1  
1971: FSV Mainz 05 - 1. FC Saarbrücken 3:4  
1981: Eisbachtaler Spfr. - FSV Mainz 05 3:2  
1999: Rot-Weiß Oberhausen - FSV Mainz 05 2:1  

10. Mai  

Man kann's nicht oft genug zeigen: Elkin Sotos 1:0 gegen den HSV vor einem Jahr. Foto: imagoAm Sonntag jährt sich die zweite sportliche Europapokal-Qualifikation des FSV Mainz 05 zum ersten Mal. Am letzten Spieltag mussten die 05er den minimalen Vorsprung auf den FC Augsburg verteidigen. Gegen den HSV schoss Elkin Soto früh das 1:0, aber die gegen den Abstieg kämpfenden Hamburger glichen schnell aus. Augsburg wiederum lag in Frankfurt zurück, glich ebenfalls aus. Yunus Malli brachte die 05er erneut in Führung, auch der FCA schoss das 2:1. In Mainz erhöhte Shinji Okazaki auf 3:1, Hamburg verkürzte nur noch auf 3:2.

Weitere Ergebnisse am 10. Mai:

1964: FSV Mainz 05 - FK 03 Pirmasens 1:5  
1970: FSV Mainz 05 - Südwest Ludwigshafen 1:0  
1975: FSV Mainz 05 - Stuttgarter Kickers 1:0  
1987: Eintracht Bad Kreuznach - FSV Mainz 05 1:5  
1992: FSV Mainz 05 - Hallescher FC 1:0  
1998: VfB Leipzig - FSV Mainz 05 1:3  
2009: FC St. Pauli - FSV Mainz 05 2:0  

11. Mai  

Am Montag stehen einige Geburtstage an. Der Älteste wäre Heinrich Emrich; der Angreifer, der 1949 und 1951/52 in acht Spielen für die 05er ein Tor schoss, wurde vor 90 Jahren geboren. Bereits 1952 verliert sich jedoch seine Spur.

Sieben Jahre später kam Heinrich Schaum zur Welt. Der Offensivmann kam 1959 von den Offenbacher Kickers zu den 05ern und schoss als Halbrechter in 25 Spielen fünf Tore. Bereits 1960 verließ Schaum die 05er wieder.

Auch kurz vor dem 46. Geburtstag noch torgefährlich: Der große Techniker Fabrizio Hayer.Fabrizio Hayer wird 46 Jahre alt. Der Mittelfeldtechniker spielte bereits als Zehnjähriger für die 05er, wurde in Kaiserslautern, Karlsruhe und Essen Profi und kam nach dem endgültigen Zweitliga-Aufstieg der 05er, 1990, an den Bruchweg zurück. Von 1994 bis 1997 spielte Hayer für Waldhof Mannheim, danach zwei weitere Jahre für die 05er - immer mit dem Handicap, zehn Jahre zu früh zur Welt gekommen zu sein: Von der Anlage war Hayer ein Spielmacher, der außer Kopfbällen - dafür war er zu klein - alles konnte. Hayer war wendig, technisch perfekt, ein Tempodribbler mit gutem Passspiel, aus dem Spiel heraus und mit Freistößen torgefährlich. Im 4-4-2 der 1990er war er als zentraler Mittelfeldspieler, dessen Stärken in den Halbräumen lagen, zu weit vom Tor entfernt. Im 4-2-3-1 der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart hätte er mit dem richtigen Verein weit mehr als seine zwei Bundesligapartien für den KSC absolvieren können. Mit 434 Profispielen in der Bundesliga, 2. Liga, Regionalliga und im DFB-Pokal, davon 182 für die 05er, und 62 Toren kann Hayer auch so auf eine sehr ordentliche Karriere zurückblicken. Heute ist der Offensivkünstler Gastronom in Heidesheim.

23 Jahre alt wird Jaineil Hoilett. Der Mittelfeldspieler kam 2009 im Zusammenhang mit der erhofften Verpflichtung seines zwei Jahre älteren Bruders David zu den 05ern, als dieser in England keine Arbeitsgenehmigung bekommen sollte und sein Stammverein, die Blackburn Rovers, ihn hätten abgeben müssen. David Hoilett durfte letztlich doch in der Premier League spielen. Jaineil blieb in Mainz und bestritt 45 U19-Spiele (8 Tore) und 43 Regionalligapartien (2 Tore) für die 05er. Über die zweite Mannschaft des FSV Frankfurt kam der jüngere Hoilett zur Saison 2015 zum FC Dallas, stand aber beim Tabellenführer der Western Conference noch bei keinem Spiel im Kader.

Weiterhin ist der Montag der zehnte Todestag von Arno Butterweck. Der Mittelfeldspieler, Jahrgang 1941, galt in den späten 1950ern als Toptalent des FSV Mainz 05, entwickelte aber nicht den vollendeten Ehrgeiz, kam daher nicht dauerhaft im Vertragsfußball an und spielte von 1958 bis 1960 nur 13 Mal in der Oberliga.

Am Montag wird schließlich eins der mysteriöseren Spiele des FSV Mainz 05 genau sieben Jahre zurückliegen. Am 11. Mai 2008 stieg das Spitzenspiel des vorletzten Zweitliga-Spieltags: 1. FC Köln gegen Mainz 05. Jürgen Klopp setzte überraschend die Stammspieler Elkin Soto, Miroslav Karhan und Srdjan Baljak auf die Bank. Der FC gewann 2:0 und stieg in die Bundesliga auf; die 05er verpassten eine Woche später trotz eines 5:1 gegen den FC St. Pauli den direkten Wiederaufstieg und verloren dadurch ihren langjährigen Trainer, der zu Borussia Dortmund wechselte. Der Hintergrund der ungewöhnlichen Aufstellung wurde nie endgültig aufgeklärt; wahrscheinlich hat Klopp in seinem vorletzten Spiel aber einfach nur übertaktiert und sich damit verzockt.

Weitere Ergebnisse am 11. Mai:

1969: FSV Mainz 05 - FK 03 Pirmasens 0:3  
1980: ASC Dudweiler - FSV Mainz 05 5:0  
1986: FSV Mainz 05 - 1. FC Kaiserslautern (A) 1:0  
1991: FSV Mainz 05 - MSV Duisburg 1:1  
1993: FSV Mainz 05 - FC 08 Homburg/Saar 0:0  
1997: SpVgg Unterhaching - FSV Mainz 05 0:0  
2013: FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 2:4  

12. Mai  

Zum 25. Mal jährt sich am Dienstag die einzige Mainzer Niederlage in der Saison 1989/90: Nach einem langen engen Zweikampf hatten die 05er am vorletzten Spieltag den Konkurrenten FSV Salmrohr abgehängt und sich mit 93:18 Toren und 62:4 Punkten die Südwestmeisterschaft gesichert. Im direkten Duell am letzten Spieltag leisteten es sich die 05er, mit einer B-Mannschaft aufzulaufen, die 0:2 verlor. Es war das letzte Ligaspiel der 05er im Amateurfußball; in der anschließenden Aufstiegsrunde stiegen sie in den Profifußball auf, den sie seither nicht mehr verließen.

Bereits zwölf Jahre her ist eine wesentlich schmerzhaftere Niederlage: Gerade erst hatte Benjamin Auers Tor in der vorletzten Minute den 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt sichergestellt; bei LR Ahlen verloren die 05er aber ihren Drei-Punkte-Vorsprung im Aufstiegsrennen gegen die Eintracht schon wieder. Nach elf Minuten hatte die konfuse Abwehr schon zwei Gegentore kassiert. Aber die 05er kamen ins Spiel zurück. Niclas Weiland drosch mit roher Gewalt noch vor der Pause den Ball zum Anschlusstreffer ins Netz. Tamás Bódog glich kurz nach der Pause aus. Direkter Gegenangriff: Dimo Wache hielt Cyrille Bellas Kopfball direkt auf der Linie fest und wurde vom anrutschenden Spielerpulk mitsamt dem Ball über die Linie geschoben - Stürmerfoul, kein Tor. Wieder Gegenangriff, Eckball, 3:2, wieder durch Auer. Wieder Gegenangriff, Latte, kein 3:3. Noch eine halbe Stunde. Weitere Chancen auf beiden Seiten. Noch eine Viertelstunde. 3:3 durch den Ex-Mainzer Sammy Ipoua? Abseits, entschied der Schiedsrichter. Völlig falsch. Das kleine Stadion tobte, allen Vorurteilen gegen den westfälischen Klub zum Trotz war es ein Hexenkessel in Ahlen. Das LR-Team stürmte wütend an. Bódog hatte die Chance zum 4:2 - Latte. Und in der Nachspielzeit ging alles schief. Mit einer unglaublichen Reaktion rettete Wache ein letztes Mal den Vorsprung - es half nichts: Ahlen schoss das 3:3 und sogar noch das 4:3. Mit minimalem Rückstand gingen die 05er in den letzten Spieltag. Das Ergebnis verraten wir denen, die es nicht sowieso wissen, in einer Woche.

Weitere Ergebnisse am 12. Mai:

1929 SV 07 Waldhof - FSV Mainz 05 6:1  
1963 FSV Mainz 05 - Spfr. 05 Saarbrücken 0:2  
1979 FSV Mainz 05 - SG Ellingen-Bonefeld 7:0  
1989 Alemannia Aachen - FSV Mainz 05 5:2  
1996 FSV Mainz 05 - Carl Zeiss Jena 3:0  
2007 FSV Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 3:0  

13. Mai:

Ein weiteres Spiel gegen LR Ahlen jährt sich am Mittwoch zum 14. Mal. Ganz so dramatisch war's nicht: Ahlen führte zweimal, die 05er glichen durch Christof Babatz und Blaise Nkufo zweimal aus. Ein bisschen Aufregung gab's trotzdem: Schiedsrichter Volker Wezel warf gleich vier Ahlener raus: Erst Reinhold Daschner mit Gelb-Rot, mitsamt des heftig protestierenden Trainers Peter Neururer (30.), dann den gerade ausgewechselten Marc Arnold (69.) und den Torschützen Marcus Feinbier (86.) jeweils mit Rot. Bedeutend ist das 2:2 gegen Ahlen aber vor allem aus einem Grund: Der Mainzer Nichtabstieg war damit sicher, bereits am vorletzten Spieltag war die erste Mission des Trainers Jürgen Klopp mit Erfolg geschafft.

Fünf Jahre später setzten die 05er vieles in Bewegung, um ganz Mainz am 13. Mai 2006 nach Duisburg zu karren. Der Aufwand war letztlich gar nicht notwendig; die 05er schafften schon am vorletzten Spieltag den erneuten Nichtabstieg aus der Bundesliga und hatten gar kein Endspiel beim MSV. Ein schöner Ausflug war's beim 0:0 trotzdem; Dimo Wache hielt einen Elfmeter des Ex-05ers Aziz Ahanfouf und die vielen 05-Fans - 8.000 bis 10.000 sollen es gewesen sein - feierten noch lange nach dem Spiel im fremden Stadion ihre Mannschaft und die neuerliche Bundesliga-Qualifikation.

Zwei ehemalige 05-Amateurspieler können schließlich am Mittwoch Geburtstag feiern. Stipan Jakic, der zwischen 1996 bis 2001 zehn zumeist kurze Zweitliga-Einsätze hatte, wird 37 Jahre alt. In der ersten Oberliga-Generation der 05-Amateure war Jakic Torjäger, später Rechtsverteidiger. Für Wehen, Schweinfurt und Koblenz spielte er in der Regionalliga, ohne sich aber dauerhaft im Profifußball festsetzen zu können. Gerade erst, vier Jahre nach seinem Karriereende, wurde Jakic vom Verbandsligisten Fortuna Mombach reaktiviert.

21 Jahre alt wird Robin Garnier. Der Mittelfeldspieler, der vor zwei Jahren aus der U19 Eintracht Triers nach Mainz kam und nur viermal in der Regionalliga spielte, ist nach seiner Rückkehr an die Mosel Stammspieler der Eintracht.

Weitere Ergebnisse am 13. Mai:

1928 FSV Frankfurt - FSV Mainz 05 1:0  
1984 FSV Mainz 05 - Röchling Völklingen 2:2  
1995 Hertha BSC - FSV Mainz 05 1:1  
2009 FSV Mainz 05 - FSV Frankfurt 2:1  

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