Das 05-Kalenderblatt: 9. bis 12. Januar

Christian Karn. Mainz.
Die nullfünfMixedZone hat wieder in der Vereinschronik gekramt, in den Annalen geblättert und nachgeschaut, welche Jubiläen in diesen Tagen anstehen, was es an Besonderheiten und Ergebnissen gegeben hat, was um diese Jahreszeit so alles bei den 05ern passiert ist. In diesen Tagen unter anderem im Angebot: ein Tor-Rekord, ein Missverständnis am Telefon, ein Freundschaftsspiel und kein Freundschaftsspiel, ein Neuzugang aus der U21-Nationalmannschaft, ein Doch-nicht-Aufstiegsheld und ein Torwart mit viel Geduld.

9. Januar  

Paul Lipponer schoss heute vor 90 Jahren sieben Tore in einem einzigen Spiel.Am 9. Januar 1927, also am heute vor 90 Jahren, stellte Paul Lipponer einen Rekord auf, der wohl für die Ewigkeit gelten wird. Beim 8:0 gegen den SV 05 Trier (einen Vorgänger der heutigen Eintracht) schoss der Torjäger der 05er das 1:0, 2:0, 3:0, 4:0, 5:0, 6:0 und 8:0, sieben Tore also binnen 90 Minuten, unterbrochen nur von Franz Bickerles 7:0. Freilich hatte Lipponer den Vorteil, dass der Trierer Torwart Daniels schon beim Stand von 1:0, also vor der 26. Minute, verletzt ausschied und Auswechslungen noch nicht erlaubt waren. Sechs seiner Treffer schoss Lipponer daher in Überzahl gegen einen Feldspieler im Tor.

Robert Scharf wird am heute 56 Jahre alt. Der Verteidiger stammte aus der in den späten 1970ern herausragenden 05-Jugend: Die A- und die B-Junioren standen 1977 im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und Scharf im Frühjahr 1979 als 18-Jähriger zweimal im Oberligateam. Viel mehr Freude hatten die 05er an ihrem Talent nicht; im gleichen Sommer wechselte Scharf zum FSV Frankfurt, für den er 23 Zweitligaspiele machte.

Zwei weitere Nachwuchsspieler späterer 05-Generationen haben ebenfalls heute Geburtstag: Christian Telch, der als Elfjähriger zu den 05ern kam, als Rechtsverteidiger und Sechser Stammspieler und teils Mannschaftskapitän in allen Nachwuchsteams bis hinauf in die Regionalliga war, wird 29 Jahre alt. Den Profis kam Telch recht nahe, in zwölf Testspielen war er am Ball. 2010 wechselte Telch zu den Offenbacher Kickers, seither kam er über Rot-Weiss Essen, den SV Niederauerbach und den Goslarer SC zu Eintracht Trier.

Der zwei Jahre jüngere Sechser Konstantin Fring kam ebenfalls nicht bei den 05-Profis an, aber im Profifußball: Der deutsche U19-Meister von 2009 spielte, nachdem er die 05er 2011 verlassen hatte, zunächst für Borussia Dortmund II in der 3. Liga, seit 2013 für Rot-Weiss Essen - Telch verpasste er dort.

Auch zwei Trainer hätten heute Geburtstag: Kurt Zaro - bereits 2002 verstorben - würde heute 88 Jahre alt werden. Zaro war als Spieler ein feiner Offensivtechniker, zunächst bei Schwarz-Weiß und Rot-Weiss Essen. Mit letzteren wurde er 1952 Westdeutscher Meister. Später spielte er jeweils zwei Jahre als Profi in Italien (US Triestina) und den Niederlanden (Willem II Tilburg). 1966 hatte Zaro die anspruchsvolle Aufgabe, dem populären, erfolgreichen und sieben Jahre - bis 2008 Vereinsrekord - für die 05er tätigen Heinz Baas als Trainer nachzufolgen. Wie so oft nach dem Ende einer Ära hatte die Mannschaft ihre Mühe, mit dem neuen Mann klarzukommen. "Die Chemie hat nicht gestimmt", erinnerte sich Jahrzehnte später Zaros Spielmacher Horst Hülß, "er hat nicht alle Spieler erreicht." Der erfahrene Profi war offenbar zu streng, stellte zu hohe Anforderungen, das war die Mannschaft nicht mehr gewohnt. Drei Auftaktsiegen gegen Frankenthal, in Völklingen und gegen den späteren Südwest-Vizemeister 1. FC Saarbrücken folgten drei Niederlagen, unter anderem im Derby gegen den SV Weisenau. Nach zwölf Spielen und 12:12 Punkten trennen sich die 05er bereits wieder von Zaro; sein Nachfolger, der ehemalige Mainzer Mittelfeldspieler Walter Sonnenberger brachte sie mit 27:9 Punkten noch auf den vierten Platz und ist gemessen am Punkteschnitt damit der erfolgreichste Trainer, den die 05er je hatten, konnte aber, weil ihm die nötige Lizenz fehlte, nicht über die Saison hinaus arbeiten.

Auf eine ganz andere Weise erfolgreich war Dirk Karkuth. Der Schalker kam 1986 erstmals als Mittelfeldspieler zu den 05ern, spielte aber nur einmal in der Oberliga mit. 1999 kam Karkuth als Wolfgang Franks Co-Trainer zurück nach Mainz, wurde vom Chef nach einer längeren Verletzung bald aussortiert, übernahm aber nach Franks Entlassung die letzten sieben Saisonspiele als Chefcoach. Schon in seiner ersten Spielminute durfte sich Karkuth über das erste Tor seiner Mannschaft freuen, aus den ersten beiden Partien holte er aber nur einen Punkt. Nach dem 0:2 in Fürth rastete der Trainer in der Kabine aus, wollte in der folgenden Nacht schon wieder zurücktreten, machte dann doch weiter und führte die genervte, körperlich kaputte Mannschaft mit drei Siegen (2:0 gegen die Stuttgarter Kickers durch zwei indirekte Freistoßtore von Peter Neustädter, 1:0 in Bochum dank der fiesen Defensivtaktik, die Karkuth zusammen mit Co-Trainer Uwe Stöver, Torwarttrainer Stephan Kuhnert und Manager Christian Heidel ausgetüftelt hatte, 2:1 gegen Tennis Borussia Berlin) ins sichere Mittelfeld. In Gladbach verloren die 05er zwar 1:6, im Derby gegen den Waldhof gab es am letzten Spieltag noch einen schönen 2:0-Heimsieg. Bei der Saisonabschlussfeier war Karkuth, der bereits wusste, nicht weitermachen zu dürfen, auf einmal verschwunden, erst nach Stunden meldete er sich noch einmal bei Heidel; was an diesem Abend tatsächlich passiert ist, weiß man nicht. Der immer etwas sprunghafte, immer etwas sensible Karkuth kann es nicht mehr auflösen: Kurz nach seinem 41. Geburtstag verstarb der Trainer am 14. Januar 2003. Heute wäre er 55 Jahre alt geworden.

"Freundschaftsspiel" hieß die Partie gegen Standard Lüttich. Nicht unbedingt zu Recht... Foto: imagoAbgerundet wird dieses ereignisreiche Datum durch die Keilerei gegen Lüttich. 0:3 unterlagen die 05er heute vor einem Jahr den Belgiern im Testspiel in Marbella, zwei Tore fielen in der Nachspielzeit, die es beinahe nicht mehr gegeben hätte: In der 79. Minute hätte die Partie abgebrochen werden müssen; die Spannung, die sich ab der 60. Minute zwischen den Trainerbänken aufgebaut hatte, endlud sich da in einer heftigen Schlägerei, angezettelt durch die Belgier. Los ging es mit einem Einwurf, den Christian Clemens ausführen wollte, aber nicht konnte, weil die Standard-Bank den Ball nicht rausrückte. Clemens ließ sich provozieren, warf den Ball, als er ihn endlich hatte, dem belgischen Co-Trainer an den Kopf, bekam erstmal Stress mit dem Chefcoach, der sowieso die ganze Zeit Streit suchte. Eine Minute später wurde Christoph Moritz brutal umgetreten, für den Ball interessierte sich sein Gegenspieler gar nicht. Beide Ersatzbänke stürmten auf den Platz und der Standard-Verteidiger Réginal Goreux eröffnete mit einem Faustschlag in Henrique Serenos Gesicht die Prügelei, an der sich mit Sereno und Gonzalo Jara durchaus auch zwei Mainzer beteiligten. Lang hat's gedauert, bis es weiterging, bis die gemäßigten Spieler beider Seiten ihre aufgebrachten Kollegen beruhigt hatten.

Weitere Ergebnisse am 9. Januar:

1955: Eintracht Trier - FSV Mainz 05 2:1  
1966: Phönix Bellheim - FSV Mainz 05 0:4  
1972: FSV Mainz 05 - Röchling Völklingen 1:0  
1977: FSV Mainz 05 - Viktoria Herxheim 2:0  

10. Januar  

Günther Schwab, als 20-Jähriger ein halbes Jahr lang Stammspieler, kam am Dienstag vor 73 Jahren zur Welt.Am Dienstag vor 52 Jahren verloren die 05er zuhause 3:4 gegen die Spfr. Saarbrücken. Mitschuldig war ein Missverständnis: Irgendjemand hatte den Linksaußen Vincenz Fuchs und den Vorstopper Carlo Storck angerufen und ihnen erzählt, der Platz sei unbespielbar, das Spiel würde ausfallen. Fuchs war noch kurzfristig aufzutreiben, Storck nicht mehr.

Den Innenverteidiger vertrat ein sonst selten bei den Großen eingesetzter Spieler aus der zweiten Mannschaft, der an jenem Tag 21 Jahre alt wurde: Günther Schwab, der als 20-Jähriger ein halbes Jahr lang Stammspieler war. Insgesamt bestritt der Mittelfeldspieler von 1963 bis 1965 25 Regionalligaspiele für die 05er und schoss fünf Tore - 16 weitere in 95 Regionalligapartien für den SV Weisenau (1965-69) und die Eisbachtaler Sportfreunde.

Zwei weitere ehemalige 05-Nachwuchsspieler haben am Dienstag Geburtstag: Fabio Silveira, 2007/08 gelegentlich bei der U19 eingewechselt, wird 27 Jahre alt, Enis Bugra Cinemre, der 2015 aus der Mainzer U17 in die U19 des Chemnitzer FC wechselte, 19 Jahre.

Und am Dienstag vor einem Jahr gab es ein weiteres Trainingslagerspiel gegen Belgier - das 1:0 gegen den FC Brügge, den die 05er von etlichen Spielertransfers ohnehin gut kennen, war zur Abwechslung wirklich ein Freundschaftsspiel.

Weitere Ergebnisse am 10. Januar:

1937: Germania Okriftel - FSV Mainz 05 4:0  
1954: ASV Landau - FSV Mainz 05 2:1  
1960: FSV Mainz 05 - 1. FC Kaiserslautern 0:1  
1971: FSV Mainz 05 - VfR Frankenthal 1:2  
1982: FSV Mainz 05 - SV Leiwen 2:0  

11. Januar  

Am Mittwoch wird Christian Wetklo 37 Jahre alt. Der Schalke-Fan hatte bereits oft den gegen Ende seiner Karriere immer wieder schwer verletzten Dimo Wache im 05-Tor vertreten. Im gut vier Jahre währenden Interregnum zwischen Waches Karriereende und Loris Karius' Durchbruch, in dieser Zwischenphase, als es keinen klaren Stammtorwart gab bei den 05ern, setzte sich Wetklo unterm Strich gegen Heinz Müller durch. Aber selbst 2012/13, als er 31 Mal spielte und zwei der restlichen drei Spiele wegen einer Rotsperre verpasste, blieb dem Torwart der wahrhaftige Ritterschlag immer versagt.

Gerade hat Christian Wetklo den womöglich wichtigsten Ball seiner Karriere gehalten: In der 123. Minute des Pokalspiels in Hannover verteidigte der langjährige Ersatztorwart der 05er im Oktober 2011 die 05-Führung gegen einen absurden Elfmeter und wurde damit Stammtorwart anstelle des arg wacklig gewordenen Heinz Müller. Foto: imago2000 kam der damals 20-Jährige von Rot-Weiss Essen zu den 05-Amateuren. Ziemlich schnell wäre er dort beinahe wieder herausgeflogen, anfängliche Disziplinlosigkeiten gewöhnte sich Wetklo jedoch schnell ab. Zunächst als Stammtorwart, dann - weil er immer wieder bei den Profis gebraucht wurde - nur noch als einer unter Mehreren, gewann der Keeper dort die Titel in Serie: In seinen ersten fünf Jahren gewann er jeweils den Südwestpokal (den er einmal mit seinen großen Pranken kaputtmachte - die Trophäe konnte repariert werden), 2003 stieg er mit dem Oberligateam in die damals ja noch drittklassige Regionalliga auf. Erstmals richtig aufgefallen war Wetklo im ersten DFB-Pokalspiel der 05-Amateure; beim 0:0 n.V. gegen Borussia Mönchengladbach, das im Elfmeterschießen gewann, war er der beste Mann auf dem Platz. Ein Jahr später fehlte der Stammkeeper seinem Team im Pokal-Erstrundenspiel; Wetklo stand erstmals im Tor der Profis. Aufs Ligadebüt aber musste Wetklo noch fast zwei Jahre warten; erst als Dimo Wache im Februar 2005 beim Spiel gegen Bielefeld zur Halbzeit aufgeben musste, kam Wetklo erstmals in der Bundesliga zum Einsatz - und hielt das 0:0 fest. Gegen Ende der Saison vertrat er Wache noch einmal über einige Wochen; vier der zehn Gegentore, die er in seinen sechs Spielen kassierte, schossen die Bayern (und eines Nikolce Noveski).

Die Zweitligasaison 2008/09 war anschließend Wetklos schlechtestes Jahr; Wache war im hohen Torwartalter noch einmal stabil und überließ Wetklo das Tor nur für 72 Minuten beim Spiel gegen Alemannia Aachen; der Stammtorwart hatte Probleme mit seiner Diabetes und wäre besser gar nicht erst aufgestellt worden. Nach Waches Karriereende lieferte sich Wetklo - den die 05er jahrelang loszuwerden versucht hatten und nicht losgeworden waren - einen nicht immer freundschaftlichen Zweikampf mit dem Herausforderer Müller, der eine herausragende erste Saison gespielt, dieses Niveau aber anschließend nicht mal mehr annähernd erreicht hatte. 84 Mal spielte Wetklo nach dem Wiederaufstieg in der Bundesliga, Müller nur 64 Mal.

In Ungnade fiel der langjährige 05er im Winter 2013/14. Dass er nach einer weiteren Rotsperre Torwarttrainer Stephan Kuhnert vorschlug, nicht ihn, sondern den U23-Keeper Christian Mathenia als Backup für Karius auf die Bank zu holen, kam bei den 05ern nicht gut an. Tatsächlich stand Wetklo noch zweimal im Kader, dann war die Hinrunde vorbei, der auf den Tag genau vier Jahre jüngere Dario Kresic - siehe unten - kam für die Rückrunde, der damals dienstälteste 05-Spieler wechselte im folgenden Sommer tatsächlich noch einmal zu Schalke 04. 136 Mal hatte er für die 05-Profis gespielt, dabei nicht einmal überragend viele Bälle gehalten, aber vor allem gegen Ende seiner Karriere im Zusammenspiel mit seiner Abwehr dafür gesorgt, dass es nicht viele Bälle zu halten gab; die Spezialität der 05er war es, Torchancen schon in der Entstehung zu unterbinden.

Fast ein Aufstiegsheld

Einer, der eigentlich Aufstiegsheld hätte sein sollen, wird 36 Jahre alt. Ein Tor in einem anderen Spiel verhinderte jedoch den größten Triumph von Benjamin Auer. Viermal hatte der Pfälzer am 25. Mai 2003 gegen Eintracht Braunschweig getroffen, die 05er hatten so ihre Saison auf einem Aufstiegsplatz beendet, aber in Frankfurt wurde noch gespielt und erst ein paar Minuten nach dem Abpfiff der 05-Partie fiel dort bekanntlich das entscheidende Tor, das die Mainzer wieder auf den vierten Platz der zweiten Liga schubste.

Zweiter von links in der Freistoßmauer: Benjamin Auer, der am Mittwoch 36 Jahre alt wird. Foto: imagoAuer galt als ganz junger Spieler als eins der überragenden Sturmtalente im Land. Mit 18 Jahren hatte er schon ein paarmal für den Karlsruher SC in der 2. Liga gespielt, mit 19 für Borussia Mönchengladbach sein erstes Bundesligator geschossen. Reiner Calmund, damals Manager von Bayer Leverkusen, kaufte Auer daraufhin 2002 und lieh ihn sofort an die 05er aus, zahlte sogar sein komplettes Gehalt. Auer war einer der vielen Spieler aus Calmunds berüchtigter Schattenmannschaft; Leverkusen hielt damals die Transferrechte an etlichen Talenten bei verschiedenen Profiklubs, was sehr viel Geld kostete, Bayer nie etwas brachte, weil kaum einer je im Leverkusener Kader ankam, und schließlich ein Grund für Rauswurf war.

In der Mainzer Zweitligamannschaft war Auer trotz seiner über 80 Juniorenländerspiele zunächst kaum zu gebrauchen. Den damals modernen Fußball konnte der Landauer nicht spielen, er war ein physisch präsenter, aber unbeweglicher Mittelstürmer, der eigentlich nur im Strafraum auf Vorlagen warten konnte. Erst Jürgen Klopp brachte dem jungen Stürmer ein zeitgemäßes Spiel bei. Auer lief nun mehr, sicherte und verteilte Bälle, machte im Strafraum gelegentlich seine Tore - zehn im ersten Jahr (dank der vier Treffer in Braunschweig), fünf im zweiten, nach dem Aufstieg sechs und neun in zwei Jahren in der Bundesliga. Weil Klopp dem Mittelstürmer aber keine weitere Entwicklung zutraute, wurde Auers Vertrag 2006 nicht verlängert; der Stürmer wechselte zum VfL Bochum, spielte seit dem Abschied aus Mainz tatsächlich nur noch 19 Mal in der Bundesliga; auf unterem Niveau konnte Auer mithalten, aber eigentlich war die zweite Bundesliga sein Revier.

Und dort hat der Stürmer am Ende seiner Karriere tatsächlich eine sehr ordentliche Quote; als Leihspieler beim seinem Jugendklub FCK brachte er nicht viel, im Trikot von Alemannia Aachen wurde er dagegen 2009 Torschützenkönig, wenn auch nur gemeinsam mit zwei anderen Stürmern und gerade mal 16 Saisontoren; erst 2014 gab es einen Torschützenkönig mit noch weniger Treffern. Auers Gesamtbilanz in der 2. Bundesliga: 219 Spiele für fünf verschiedene Klubs, 74 Tore, im Schnitt ungefähr eins in jedem dritten Spiel.

Dario Kresic saß 2014 ein halbes Jahr lang auf der Mainzer Ersatzbank. Der ehemalige kroatische Nationaltorwart wird am Mittwoch 33 Jahre alt.Inzwischen ist Auer wieder in der Pfalz angekommen. Um Landau herum besitzt er mehrere Fitnessstudios, daneben schießt er in der Regionalliga Tore für den FK Pirmasens.

32 Jahre alt wird am Montag Dario Kresic. Der Kroate, langjähriger Juniorennationalspieler und in einem A-Länderspiel eingesetzt, kam bereits als Jugendlicher nach Deutschland und war mit Anfang 20 Zweitliga-Torhüter bei Eintracht Trier mit 16 Einsätzen. Von 2006 bis 2012 war Kresic bei Panionios Athen und PAOK Thessaloniki mal Nummer 1, mal Ersatztorwart, ebenso von 2012 bis 2013 bei Lok Moskau. In der Rückrunde 2013/14 saß der Kroate als Backup für den jungen Loris Karius auf der Mainzer Ersatzbank; Christian Wetklo und Heinz Müller waren im Grunde noch da, aber in Ungnade gefallen. Kresic hatte nur einen Halbjahresvertrag und wechselte anschließend zu Bayer Leverkusen. Für die Werkself spielte er jeweils einmal im DFB-Pokal und in der Liga; 2016 wechselte er zu Omonia Nikosia.

Ergebnisse am 11. Januar:

1953: FSV Mainz 05 - 1. FC Saarbrücken 1:2  
1959: 1. FC Kaiserslautern - FSV Mainz 05 9:2  
1981: FSV Mainz 05 - FSV Salmrohr 1:0  

12. Januar  

Thorsten Nehrbauer wird am Donnerstag 39 Jahre alt.Am Donnerstag wird Thorsten Nehrbauer 39 Jahre alt. Die Verpflichtung des Spielmachertyps gaben die 05er im Herbst 1999 direkt vor einem Zweitligaspiel bekannt; sie wurde auf den Tribünen als Sensation aufgefasst: Ein aktueller U21-Nationalspieler kommt zu Mainz 05! Viel Erfahrung brachte der damals 21-Jährige allerdings nicht mit; der bei Bayer Leverkusen ausgebildete Bonner hatte lediglich eine Zweitligasaison mit Fortuna Düsseldorf hinter sich, in der er abgestiegen war. Bei Arminia Bielefeld hatte er danach überhaupt nicht gespielt, deshalb schloss er sich schon nach wenigen Monaten den 05ern an.

Am Ball war Nehrbauer ein für damalige Mainzer Verhältnisse überragender Spieler, ein Organisator in kleinen Räumen. Zu einer großen Karriere fehlte ihm jedoch die Schnelligkeit, vor allem im Antritt. Im Kalenderjahr 2000 war Nehrbauer mehr oder weniger Stammspieler bei den 05ern, im Sommer 2001 wechselte er zu Hannover 96, wo er sich nicht durchsetzte. Am Ende seiner elf Jahre währenden Profikarriere stehen nur zwei Bundesligaspiele, 131 in der 2. Liga, 112 in der Drittklassigkeit. 

Außerdem haben drei Nachwuchsspieler Geburtstag. Der in Kasachstan geborene und in Gießen aufgewachsene Viktor Riske wird 28 Jahre alt. Der Mittelfeldmann war von 2006 bis 2011 Stammspieler in der Mainzer U19 und U23 und spielte seitdem für Hessen Kassel, den KSV Baunatal und wieder für seinen Stammverein VfB Gießen. Nico Pfrengle wird 25 Jahre alt. Der pfeilschnelle Linksaußen schoss als A-Junior des 1. FC Kaiserslautern mal die 05er ab, setzte sich in der Mainzer U23 2012/13 aber nicht durch, war fast nur Einwechselspieler und wechselte nach nur einem Jahr zum SC Hauenstein. Dort spielt auch der genau zwei Jahre jüngere Kevin Selzer, der von 2010 bis 2012 für die Mainzer U17 und U19 am Ball war.

Ergebnisse am 12. Januar:

1936: FSV Mainz 05 - Germania Okriftel 2:0  
1958: FSV Mainz 05 - 1. FC Kaiserslautern 1:5  
1964: FSV Mainz 05 - Saar 05 Saarbrücken 3:2  
1969: FSV Mainz 05 - Eintracht Trier 1:0 

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