Elkin Soto: „Ich war heute etwas aufgeregt“

Jörg Schneider. Mainz.
Der heutige Mittwoch ist so etwas wie ein Feiertag beim FSV Mainz 05: Elkin Soto hat erstmals wieder mit der Mannschaft des Bundesligisten trainiert. Fast ein Jahr nach seiner fürchterlichen Knie-Verletzung absolvierte der kolumbianische Publikums-Liebling wieder eine richtige Einheit mit den Kollegen. Zwar noch eingeschränkt und nicht voll belastbar, doch der erste Schritt zu seinem Comeback ist getan. „Das war super für mich. Ich habe ein gutes Gefühl. Das Knie hält. Ich habe keine Probleme. Ich habe hart gearbeitet und bin sehr glücklich wieder bei der Mannschaft zu sein“, sagte der 35-Jährige anschließend.

Nach fast einem Jahr Zwangspause hat Elkin Soto am Mittwoch erstmals wieder mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz gestanden. Foto: Jörg SchneiderDiesen Tag haben alle beim FSV Mainz 05 lange herbei gesehnt: Elkin Soto hat am Mittwochmorgen erstmals wieder ein richtiges Training am Bruchweg absolviert. Eingeschränkt zwar und noch ohne die volle Belastung, doch der Mittelfeldspieler ist elf Monate und zwei Wochen nach seiner fürchterlichen Knie-Verletzung wieder Teil seiner Mannschaft und auf dem Weg zum Comeback.

„Das war super für mich. Ich habe ein gutes Gefühl. Das Knie hält. Ich habe keine Probleme. Ich habe hart gearbeitet und bin sehr glücklich wieder bei der Mannschaft zu sein“, sagte der kolumbianische Publikumsliebling nach seinem ersten richtigen Arbeitseinsatz nach der langen Zeit. Am 3. Mai vergangenen Jahres hatte sich Soto bekanntlich im Heimspiel gegen den Hamburger SV und im Zweikampf mit Rafael van der Vaart diese Horror-Verletzung zugezogen. Den Totalschaden im Knie, von dem jetzt nur noch eine Narbe zeugt. „Ich hoffe von heute an bis zum Ende der Saison läuft alles gut. Ich werde sehr hart arbeiten, um noch einmal in einem offiziellen Spiel mitmachen zu können“, erklärte der 35-Jährige. „Ich war heute etwas aufgeregt. Schon gestern Abend. Ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen, wie es sein wird zurückzukommen. Jetzt bin ich total froh, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Ich werde diese Zeit genießen. Die Tage der Verletzung waren sehr schwierig für mich, aber die Mannschaft stand hinter mir und ich glaube auch die Fans. Das hat mir geholfen, dass es jetzt soweit ist.“

Die langen Monate der Reha, die Soto als Einzelkämpfer durchlief, meist fernab von den Kollegen, sind vorbei. Soto ist nun wieder Teil des Kaders und begann seinen Tag der Rückkehr mit einer kurzen Ansprache an die Kollegen. „Elkin hat ein paar Worte an die Mitspieler gerichtet und die richtigen Worte gefunden“, sagte Martin Schmidt später. „Er hat sich bedankt dafür, dass ihn alle so gut unterstützt haben. Er hat die Mannschaft noch einmal motiviert. Das war wirklich für alle sehr motivierend. Schon alleine die Tatsache, dass er wieder da ist und sich als erfahrener Profi wieder einbringen kann, gibt uns eine zusätzliche Motivation“, so der 05-Trainer. Der Mittelfeldspieler, der seit 2007 insgesamt 204 Pflichtspiele für die 05er absolviert hat, nahm am Aufwärmprogramm teil an diesem Mittwochmorgen und anschließend an den taktischen Spielformen. Beim Abschlussspiel des Trainings schaute der 25-fache Nationalspieler kurz zu und verabschiedete sich dann in Richtung Kabine.

„Ich mache diese Woche ganz langsam, um reinzukommen, und ich werde jeden Tag weiterhin mein Krafttraining machen. Ich will auf dem Platz stehen. Ich habe alles dafür getan. Die Kraft ist da, die Stabilität ist da. Ich muss jetzt den Rhythmus finden im Training, aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg“, sagte Soto. „Wir werden ihn Stück für Stück ranführen an das Mannschaftstraining“, erklärte Schmidt. „Elkin wird zunächst noch keine Zweikämpfe bestreiten. Wenn es hart zur Sache geht, nehmen wir ihn raus. Das ist für ihn nun die nächste Stufe.“ Für die Psyche des Profis sei dieser Wiedereinstig enorm wichtig. „Er ist jetzt wieder in unserem Wochenplan drin. Das ist ein wichtiger Schritt auf seinem Weg von der Reha hinein in den Alltag“, so der 05-Coach. „Elkin muss das Ziel haben, noch einmal zu spielen in dieser Saison. Wir werden ihn bis dahin begleiten. Jetzt müssen wir mal sehen, wie das in den nächsten zwei Wochen aussieht. Wenn das Knie nicht reagiert, kann er vielleicht ab nächster Woche auch schon leicht in die Zweikampfführung gehen.“   

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Die Bilder vom ersten Soto-Training: