„Es gab hundertprozentig keinen Kontakt“

Jörg Schneider. Mainz.
Der Trainer des FSV Mainz 05 hat einen Artikel des „Kicker“ kategorisch dementiert, in dem das Fachmagazin berichtet hatte, Bayer Leverkusen habe in der vergangenen Woche Kontakt mit Martin Schmidt aufgenommen und den 49-Jährigen als möglichen Nachfolger für dessen Namensvetter Roger Schmidt ins Gespräch gebracht. „Es gab hundertprozentig keinen Kontakt. Das kann ich garantieren“, erklärte der 05-Trainer im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Heimspiel seiner 05er am Samstag (15.30 Uhr) in der Opel Arena gegen den SV Werder Bremen.

Martin Schmidt dementierte am Donnerstag Gespräche mit Bayer Leverkusen: „Es gab hundertprozentig keinen Kontakt. Das kann ich garantieren“, erklärte der 05-Trainer. Foto: Jörg SchneiderGab es nun eine Anfrage von Bayer Leverkusen an den Trainer des FSV Mainz 05, wie der „Kicker“ in seiner Donnerstagausgabe berichtete, oder nicht? Martin Schmidt verneinte diese Frage im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz der 05er kategorisch. „Ich habe mir gedacht, dass heute Fragen dazu kommen, aber nicht als allererstes und nicht vor dem Sportlichen im Vorfeld unseres Heimspiels“, sagte der 49-Jährige zu Beginn der Medienrunde vor dem Heimspiel, in dem sein Team am Samstag (15.30 Uhr) den SV Werder Bremen in der Opel Arena empfängt. „Es gab hundertprozentig keinen Kontakt. Das kann ich garantieren“, erklärte der 05-Trainer. Auch über Mittelsmänner sei niemand an ihn herangetreten. „Ich habe keinen Berater, ich habe keinen Mentor, ich habe keinen Manager. Ich bin das selber, also hätte ich das erfahren müssen. Ich kann mir nicht erklären, woher das kommt, und ich will es eigentlich auch nicht kommentieren. Ich empfinde es als Mangel an Respekt gegenüber Mainz 05, so etwas jetzt hervor zu bringen. Ich habe hier noch anderthalb Jahre Vertrag, bin sehr zufrieden und sehr glücklich. Da kann man den Deckel drauf machen. Das ist reine Spekulation oder es sind irgendwelche Vermutungen.“

Das Sportmagazin hatte am Donnerstag berichtet, Bayer Leverkusen solle in der vergangenen Woche Kontakt zu Martin Schmidt aufgenommen haben, um gewappnet zu sein für den Fall, dass Namenvetter Roger Schmidt, der aktuell in Leverkusen stark in der Kritik steht, die Saison nicht retten könne und eventuell vorzeitig gehen müsse. Diskussionen um Roger Schmidt gibt’s im Umfeld von Bayer 04 schon seit geraumer Zeit. Weil der Werksklub seinen eigenen Ansprüchen mit 27 Punkten und aktuell Platz neun in der Bundesliga weit hinterherhinkt, ist der Trainer offenbar mehr und mehr umstritten.

Schmidt-Leverkusen reagierte recht gelassen auf die jüngsten Gerüchte über seine Zukunft. „Mich wundert das nicht mal, es gehört zum Geschäft dazu“, sagte der Bayer-Trainer in seiner Pressekonferenz vor dem Leverkusener Auswärtsspiel Spiel am Freitagabend beim FC Augsburg. Da müsse man eher Sportchef Rudi Völler und Manager Jonas Boldt fragen, sagte Schmidt. Völler bezeichnet das Ganze gegenüber der Deutschen Presseagentur als „Schwachsinn“ und führte in einem anderen Interview (SID) süffisant an, er habe gehört, Martin Schmidt solle Sportdirektor beim FC Bayern München werden. Seit der Bundesliga-Sender „sky“ vor dem 3:0-Sieg der Leverkusener gegen Eintracht Frankfurt voreilig und fälschlicherweise verkündet hatte, die Trennung von Roger Schmidt sei beschlossene Sache, reagieren die Verantwortlichen unterm Bayer-Kreuz sensibel auf die Gerüchte, ihren Trainer betreffend.

Auch Rouven Schröder sprach am Donnerstag von einem Gerücht, das er gelesen habe und das aufgebauscht worden sei. „Das Innenverhältnis zwischen dem Cheftrainer und der sportlichen Leitung ist sehr, sehr gut. Wenn‘s da irgendetwas geben würde, hätten wir darüber gesprochen. Auch das Verhältnis zu dem Verein, von dem da die Rede ist, ist gut, da hätte es wenn, auch eine Kontaktaufnahme gegeben“, sagte der 05-Sportdirektor. „Es ist völlig normal, dass ein Trainer wie Martin Schmidt grundsätzlich in den Fokus rutscht, weil er sehr gute Arbeit leistet über lange Zeit. Aber das hier ist ein Gerücht“, sagte Schröder. „Wir wollen uns lieber auf das Spiel gegen Bremen konzentrieren.“

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