„Fragt nicht, schreibt nicht“

Jörg Schneider. Mainz.
In dieser Woche haben der FC Schalke 04 und dessen Manager erklärt, dass Horst Heldt seinen Vertrag bis zum Saisonende erfüllen werde. Christian Heidel, den die Schalker offenbar immer noch gerne als Held-Nachfolger vom FSV Mainz 05 loseisen würden, fühlt sich von dieser Situation nicht unter Druck gesetzt. Er habe nichts Neues zu sagen, betonte der 05-Manager am Donnerstag. „Man äußert sich dann, wenn es aus irgendwelchen Gründen eine Veränderung geben würde. Ich gehe aber nicht hin und bestätige jeden Tag: Ja, ich bin noch da.“

Das Thema Christian Heidel ist zurzeit ziemlich tabu beim FSV Mainz 05. Nix gewiss, weiß man nicht. Dass der Manager noch in dieser Saison zum FC Schalke 04 wechselt, ist ja nach den Einlassungen aller Beteiligten nicht mehr relevant. Doch was passiert danach? Darüber gibt es derzeit keinerlei Aussagen am Bruchweg. Heidel, für den die Herausforderung beim Top-Club sehr reizvoll ist, hat immer wieder betont, er könne nicht gehen, wenn nicht alles geregelt sei. Ob Mainz 05 nun in Verbindung mit Heidel an einer wie auch immer gearteten Regelung arbeitet, ob grundsätzlich Umstrukturierungen im Verein geplant sind oder ob das Thema Schalke 04 inzwischen vielleicht sogar komplett vom Tisch ist  – von den Verantwortlichen gibt es dazu keine Stellungnahme.

Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Heimspiel der 05er am Samstag gegen den VfL Wolfsburg kam das Thema erneut zur Sprache. Nicht zuletzt deshalb, weil in dieser Woche aus Gelsenkirchen die Meldung kam, dass der Vertrag mit dem aktuellen Manager im Sommer nächsten Jahres endet und Horst Heldt diesen Vertrag erfüllen werde. Für Heidel, der nach Informationen des Boulevards einen unterschriftsreifen Vier-Jahres-Vertrag der Schalker als Heldt-Nachfolger vorliegen haben soll, kein Grund, in die Thematik einzusteigen.

„Ich fühle mich in keinster Weise durch die Vorgänge bei Schalke 04 unter Druck gesetzt“, sagte der 52-Jährige. Das Ganze sei ein reines Thema der Medien. „Das liegt doch an Euch“, sagte Heidel zu den Journalisten, „fragt nicht, schreibt nicht, dann ist alles gut.“ Es gebe nichts Neues zu sagen. „Es gibt bei uns intern nullkommanull Unruhe.“ Er sehe keine Veranlassung, sich ständig zu äußern. „Ich habe einen Vertrag bis 2017. Man äußert sich dann, wenn es aus irgendwelchen Gründen eine Veränderung geben würde. Ich gehe aber nicht hin und bestätige jeden Tag: Ja, ich bin noch da.“