Gbamin zurück in die Abwehr?

Jörg Schneider. Mainz.
Nur auf der durch Verletzungen inzwischen stark dezimierten Innenverteidigerposition könnte Sandro Schwarz heute Abend im Pokalspiel gegen Holstein Kiel (Anpfiff: 20.45 Uhr) in der Opel Arena ein paar Aufstellungssorgen haben. Ansonsten kann der Trainer des FSV Mainz 05 beim angepeilten Unternehmen, gegen den Tabellenzweiten der Zweiten Liga die dritte Runde zu erreichen, mehr oder weniger aus dem Vollen schöpfen. „Wir haben einen guten und breiten Kader, der gute Trainingsleistungen gezeigt hat. Wir schicken die Mannschaft aufs Feld, von der wir überzeugt sind, dass sie dieses Spiel gewinnen wird“, sagt der 39-Jährige.

Vor allen in den Heimspielen zuletzt eine starke Doppelsechs: Danny Latza und Jean-Philippe Gbamin. Spielt das Duo auch gegen die Kieler heute Abend wieder zusammen? Foto: Ekkie VeyhelmannDurch den Jochbeinbruch, den Leon Balogun am Wochenende beim 0:2 in Gelsenkirchen erlitten hat, gibt’s beim FSV Mainz 05 derzeit einen Engpass auf der Innenverteidigerposition. Niko Bungert und Alexander Hack sind noch im Aufbautraining und stehen noch nicht zur Verfügung. Das heißt für die Partie der zweiten DFB-Pokalrunde heute Abend (20.45 Uhr) in der Opel Arena gegen Holstein Kiel stehen dem Trainer des Bundesligisten nur noch Stefan Bell und Abdou Diallo zur Verfügung. Wobei der 05-Kapitän in den vergangenen Wochen stark Fehler behaftet aufspielte und der junge Franzose aus der Begegnung beim FC Schalke 04 offenbar leicht angeschlagen herausging. Sollte Sandro Schwarz Diallo gegen den Zweitligisten schonen wollen, damit der Innenverteidiger am Freitagabend im Derby zu Hause gegen Eintracht Frankfurt wieder topfit mitmischen kann, müsste wohl Jean-Philippe Gbamin zurück in die Innenverteidigung. Dafür könnte Fabian Frei oder Suat Serdar auf die Doppelsechs neben Danny Latza rücken.

„Viel passieren darf nicht mehr“ sagt der 05-Trainer. „Aber das Gefühl hätten wir auch, wenn alle da wären. Im Moment haben wir drei Spieler für die Innenverteidigerposition. Damit können wir sowohl Dreierkette als auch Viererkette spielen. Leon wird zudem nicht langfristig ausfallen. Der Zeitrahmen der Verletzungspause ist überschaubar.“ Der 39-Jährige ist überzeugt davon, heute Abend eine Formation stellen zu können, die das Ziel, die nächste Runde zu erreichen, erfolgreich in Angriff nehmen kann. „Wir haben einen guten und breiten Kader, der gute Trainingsleistungen gezeigt hat. Wir schicken die Mannschaft aufs Feld, von der wir überzeugt sind, dass sie dieses Spiel gewinnen wird“, betont der Coach. „Mit dem Wissen, dass wir drei Tage später ein Derby zu Hause vor der Brust haben.“

Im Vorbeigehen funktioniert's nicht

Die Mainzer freuen sich auf das Duell mit dem Tabellenzweiten der Zweiten Liga. Einem Team, das bisher sein Glück im Angriff suchte, das guten Offensivfußball zeigt und mit Marvin Duksch einen Mittelstürmer in seinen Reihen hat, der mit neun Treffern die Hitliste der Liga anführt und erheblichen Anteil am Sensationsstart des Aufsteigers mit 25 Punkten hat. „Das ist eine Top-Mannschaft“, weiß Schwarz. „Wir haben mit der U23 Erfahrungen gemacht mit ihnen in der Dritten Liga letzte Saison. Markus Anfang kenne ich sehr gut als Trainer. Von den individuellen Spielern her haben sie eine sehr erfahrene Viererkette, haben im Zentrum sehr spielstarke Leute, auf den Außen Geschwindigkeit und vorne den Torjäger schlechthin. Sie haben ein Selbstverständnis für ihr Spiel und Ergebnisse gewonnen, treten sehr selbstbewusst auf, haben eine klare Handschrift im Ballbesitz und definieren sich auch darüber. Sie sind zudem gut organisiert im 4-1-4-1. Das ist eine echte Spitzenmannschaft der Zweiten Liga“, so der Coach respektvoll.

Das soll die 05er jedoch nicht davon abhalten, ihre zuletzt bewiesene Heimstärke auf den Rasen zu bringen. „Wir müssen gut anlaufen, viel gegen den Ball arbeiten und in den Phasen, in denen wir den Ball haben, das Tempo hochhalten, ein Kampfspiel absolvieren und zielstrebig nach vorne arbeiten“, betont Schwarz. „Im Vorbeigehen die Dinge zu regeln und schon mit den Gedanken beim Eintracht-Spiel zu sein, das funktioniert nicht.“  

Für den Klub ist das Erreichen der nächsten Runde das klare Ziel. „Es ist ein Standardsatz“, sagt Sportvorstand Rouven Schröder. „Doch es ist so. Der Pokal ist ein toller Wettbewerb, in dem du mit wenigen Spielen viel erreichen kannst. Es ist Image und Wirtschaftlichkeit. Wir wollen es besser machen als im letzte Jahr und dieses Spiel gewinnen.“ Im vergangenen Jahr waren die Mainzer in der Zweiten Runde beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth mit 1:2 nach 90 Minuten gescheitert.

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