Großer Bahnhof für Noveski

Jörg Schneider. Mainz.
Die Legende tritt ab: Der FSV Mainz 05 wird vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Samstag in der Coface Arena Nikolce Noveski mit großem Bahnhof verabschieden. Christian Heidel hat angekündigt, dass sich der Klub etwas Besonderes einfallen lassen werde für den 36-Jährigen, der nach elf Jahren als aktiver 05-Profi aufhört. Verabschiedet werden auch Nicolás Castillo, Sami Allagui und Jonas Hofmann. Unterdessen steht fest, dass der schwer verletzte Elkin Soto seinen Vertrag um ein Jahr verlängern und mit der ganzen Familie in Mainz bleiben wird.

Mainz 05 sagt Danke für elf Jahre Leistung: Nikolce Noveski (rechts) wird am Samstag mit großem Bahnhof verabschiedet. Elkin Soto dagegen nicht. Der verletzte Profi verlängert den angebotenen Einjahresvertrag. Foto: Imago Das letzte Heimspiel einer Bundesligasaison bietet gewöhnlich dem gastgebenden Klub den Rahmen, um Spieler zu verabschieden, die den Verein verlassen. Das ist beim FSV Mainz 05 nicht anders. Und in einem Fall ist am Samstag vor der Partie gegen den 1. FC Köln in der Coface Arena (15.30 Uhr) mit einer höchst emotionalen Abschieds-Zeremonie zu rechnen. Die 05er verabschieden eine Legende: Nikolce Noveski hört nach elf überaus erfolgreichen Jahren als 05-Innenverteidiger offiziell auf. Mainz 05 bereitet dem 36-jährigen Mazedonier einen großen Bahnhof.

„Es wird eine ganze besondere Verabschiedung von Nikolce geben“, kündigt Christian Heidel an. „Da lassen wir uns etwas einfallen. Denn das ist auch für den Verein etwas ganz Besonderes. Kein 05er hat mehr Bundesligaspiele absolviert als er.“

Für den Nationalspieler, der bis auf die laufende Saison immer im 05-Team gesetzt war und nur dann nicht spielte, wenn er verletzt oder gesperrt war, endet die Zeit als aktiver 05-Profi nach dieser Saison definitiv. Der Vertrag des Routiniers läuft aus und wird nicht verlängert. Das muss jedoch nicht heißen, dass der Eisenmann aus dem mazedonischen Bitola auch tatsächlich seine Zelte in Mainz abbrechen wird. „Wenn der Verein etwas tun kann für ihn, wird er es tun“, sagt der Manager. Entsprechende Gespräche über ein wie auch immer geartetes fortführendes Engagement am Bruchweg gibt es. „Das hängt aber von Nikolces Entscheidung ab, ob er noch woanders ein, zwei Jahre spielen will“, betont Heidel. Offenbar hat der Abwehrchef die Möglichkeit, in einem anderen Klub noch einmal einen Vertrag zu unterschreiben. Möglicherweise in der Heimat. „Nikolce hat in all den Jahren gezeigt, dass bei ihm eine gewisse Ehrerbietung angesagt ist. Als ich als Trainer der Profis hier anfing, habe ich gesagt, dass wir ihn und seine Fähigkeiten noch brauchen würden. So ist es gekommen. Wir sind froh, dass wir in den letzten Wochen so auf ihn setzen konnten“, erklärt Martin Schmidt. Noveski sei einmalig für Mainz 05 und habe einen einmaligen Abschied verdient“, fügt der Manager hinzu. Die Vorstellung, dass dieser verdiente Spieler von der Tribüne aus abtreten könnte, sei unmöglich gewesen. „Ich hoffe, dass ihm alle im Stadion am Samstag ein großes Fest bereiten.“

Allagui, Hofmann und Castillo gehen

Darüber hinaus verabschiedet der Klub Sami Allagui, der nach einem für ihn nicht sonderlich glücklichen Jahr wieder zu Hertha BSC zurückkehrt. Der Stürmer war ausgeliehen, die 05er verzichteten darauf, die Kaufoption zu ziehen. Das gilt auch für Nicolás Castillo. Auch beim Chilenen, der im Winter kam und zuletzt wegen Verletzung keine Eindrücke seines Könnens abliefern konnte, verzichtet Heidel darauf, die mit dem FC Brügge ausgehandelte Kaufoption zu ziehen. Medienberichten zufolge soll der Stürmer beim chilenischen Spitzenklub Universidad Católica im Gespräch sein.

„Das ist dumm gelaufen hier für Nicolás“, sagt der 05-Manager. „Er hat einfach Riesenpech gehabt mit seiner Verletzung zu einem Zeitpunkt als er dabei war, sich zu zeigen.“ Auch von Jonas Hofmann heißt es am Samstag Abschied zu nehmen. Der derzeit verletzte Außenstürmer kehrt nach einem von Verletzungen geprägten Ausleih-Jahr zurück zu Borussia Dortmund.

Unterdessen gibt es frohe Kunde von Elkin Soto: Der Kolumbianer, der nach überstandener Knieoperation wieder in Mainz ist, wird den vom Klub angebotenen Vertrag verlängern. Diverse Medien hatten davon berichtet, der 34-Jährige zögere mit seiner Unterschrift. „Das ist doch klar, dass er gezögert hat. Er war ja im Krankenhaus und ist erst jetzt wieder nach Hause gekommen“, sagt Heidel. „Elkin erhält denselben Vertrag, der jetzt ausgelaufen wäre, für ein weiteres Jahr und wird mit seiner ganzen Familie hier in Mainz bleiben.“

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