Heidel bestätigt Interesse an Muto

Jörg Schneider. Mainz.
Christian Heidel, der Manager des FSV Mainz 05, hat bestätigt, dass sich der Bundesligist für Yoshinori Muto interessiert und sich nach dem Spieler erkundigt hat. Dem 22-jährigen Linksaußen des FC Tokio liegt ein aktuelles Angebot von rund 5,5 Millionen Euro vom FC Chelsea vor. Muto tendiert jedoch offenbar mehr zur Bundesliga und nach Mainz, wo er für sich ein größeres Entwicklungspotenzial sieht als beim Meister der Premier League. Der Japaner hat als Außenstürmer in elf Meisterschaftsspielen acht Tore geschossen.

Yoshinori Muto (rechts) im Trikot der japnischen Nationalmannschaft als Torschütze gegen Venezuela. Foto: ImagoJapanische und englische Medien berichteten dieser Tage, dass der FSV Mainz 05 bereit sei, dem FC Tokio für dessen japanischen Nationalspieler Yoshinori Muto ein Angebot zu unterbreiten und dass der Bundesligist deshalb einen Abgesandten nach Tokio geschickt habe. Der Linksaußen hatte zuvor bereits ein Angebot des FC Chelsea erhalten, der rund fünfeinhalb Millionen Euro Ablöse geboten hatte. Trainer José Mourinho, so heißt es, wolle den Spieler aber aufgrund der großen Konkurrenzsituation unter Umständen zu Vitesse Arnheim ausleihen. Muto, 22-jähriger Flügelstürmer, zweifelt jedoch anscheinend, ob der Sprung zum Meister der Premier League nicht zu groß sein könnte und gab offenbar zu verstehen, dass er lieber in die Bundesliga und dort nach Mainz wechseln möchte als in Holland zu spielen.

Muto, der kürzlich sein Universitäts-Diplom in Wirtschaftswissenschaften erworben hat, vertritt seine Interessen selbst, also ohne Berater. In Japan heißt es nun, die 05er würden drei Millionen Euro für den Spieler anbieten. Thomas Kroth, früherer Bundesligaprofi und Spielerberater von der Firma „Pro Profil“, der die meisten Japan-Transfers bisher in der Bundesliga abgewickelt hat, ist momentan in Japan. Christian Heidel möchte sich zur Rolle Kroths allerdings nicht äußeren, weil der frühere BVB- und HSV-Profi nicht Mutos Berater ist. Kroth ist jedoch Japan-Spezialist und vertritt auch Shinji Okazaki.

Der 05-Manager bestätigte unterdessen das Interesse an Muto. „Wir können ja nicht leugnen, dass wir den Spieler kennen und uns erkundigt haben“, sagt Heidel. Klar ist auch, dass der 22-Jährige, der seiner sportlichen Entwicklung im Augenblick noch größere Priorität einräumt als dem großen Geld in der Premier League, aufgrund der Verbindung zum Nationalmannschafts-Kollegen Okazaki, einen Klub wie die 05er als erste Station in Europa präferieren würde. Doch die Mainzer sind nicht alleine mit ihrem Interesse an dem Flügelstürmer. Heidel weiß, dass auch Bayer Leverkusen und andere Bundesligisten mit im Rennen sind.

Dafür hat Muto mit starken Auftritten in der japanischen J League selbst gesorgt. „Seitdem wir da reingehorcht haben, trifft er ohne Ende“, sagt der 05-Manager. „Das ist ja schön für ihn, aber nicht sehr produktiv für uns.“ Will heißen: Der Preis für den Profi beim FC Tokio könnte steigen. Muto hat inzwischen acht Treffer in elf Spielen erzielt als Außenstürmer und ist damit zweiter der Torschützenliste hinter Takashi Usami (früher TSG Hoffenheim und FC Bayern) von Gamba Osaka, der ein Tor mehr auf dem Konto hat.  

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