Ja-Cheol Koo zurück nach Augsburg

Christian Karn. Mainz.
Zwei Tage nach Joo-Ho Park hat auch der zweite Koreaner den FSV Mainz 05 verlassen: Ja-Cheol Koo schließt sich zum zweiten Mal dem FC Augsburg an, der mit nur einem Punkt aus drei Spielen schlecht in die neue Saison gekommen ist. Über die Ablösemodalitäten - Koos Vertrag in Mainz lief noch bis 2018 - gibt es wie gewohnt keine Informationen. Der Mittelfeldspieler galt vor gut 18 Monaten als Top-Einkauf der 05er, setzte sich aber auch wegen vieler Verletzungen nie als Stammspieler durch. Neben einer stattlichen Ablöse dürften die 05er auch eine erhebliche Gehaltseinsparung verbuchen.

Beide Koreaner haben sich von Mainz 05 verabschiedet: Joo-Ho Park (hinten) wechselte am Samstag nach Dortmund, nun schloss sich Ja-Cheol Koo seinem Ex-Klub FC Augsburg an. Foto: imagoBinnen weniger Tage hat der FSV Mainz 05 beide Koreaner verkauft. Zwei Tage nach dem Transfer von Joo-Ho Park nach Dortmund wechselt nun Ja-Cheol Koo zurück nach Augsburg.

Koo war im Winter 2010/11 als einer der überragenden Spieler der Asienmeisterschaft von Jeju United nach Wolfsburg gewechselt, war dort aber fast nur Einwechselspieler. Von Januar 2012 bis Juni 2013 hatte Koo als Leihspieler beim FC Augsburg seine stärkste Phase mit acht Toren in 36 Bundesligaspielen. Ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr nach Wolfsburg verpflichteten die 05er den Koreaner für die (damalige) Mainzer Rekordablöse von geschätzt vier bis fünf Millionen Euro. Koo galt als absoluter Wunschspieler des damaligen 05-Trainers Thomas Tuchel, setzte sich aber in gut eineinhalb Jahren nie endgültig in Mainz durch.

Allerdings hatte der Mittelfeldspieler großes Pech; vor allem litt Koo unter dem koreanischen Nationaltrainer Uli Stielike: Der Kapitän der "Taegeuk Warriors" wurde auch bei kleineren Blessuren nicht geschont und kam regelmäßig mit unnötig schweren Verletzungen aus Asien zurück nach Mainz; gute Phasen bei den 05ern wurden dadurch immer wieder vorzeitig abgebrochen. Insgesamt stehen daher nur 39 Bundesligaspiele zu Buche (54 wären möglich gewesen), 24 nur in der Startelf, immerhin sechs Tore und vier Vorlagen.

Die Höhe der Ablöse verrieten die Klubs wie üblich nicht. Angesichts der ursprünglichen Vertragslaufzeit bis 2018 und des vielen Gelds, das der FCA jüngst für Abdul Rahman Baba kassiert hat, dürfte ein stattlicher Betrag fließen. Auch ein großer Gehaltsplatz dürfte durch den Verkauf Koos frei werden.

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