Nächster Coup: Maxim kommt vom VfB

Jörg Schneider. Mainz.
Nächster Transfercoup beim FSV Mainz 05: Nach der spektakulären Torhüterverpflichtung von René Adler in der vergangenen Woche und dem bosnischen Stürmer Kenan Kodro am Montag, präsentiert Rouven Schröder nun seinen dritten hochkarätigen Neuzugang für die neue Saison: Alexandru Maxim spielt ab sofort im Team der 05er. Der rumänische Nationalspieler wechselt von Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart an den Bruchweg und hat einen Vierjahresvertrag bis Juni 2021 unterschrieben. Die Ablösesumme soll bei rund 2,5 Millionen Euro liegen.

Beim FSV Mainz 05 geht es Schlag auf Schlag in diesen Tagen. Nach der spektakulären Torhüterverpflichtung von René Adler in der vergangenen Woche und dem bosnischen Stürmer Kenan Kodro am Montag, präsentierte der Sportdirektor des Bundesligisten am Dienstagnachmittag seinen dritten hochkarätigen Neuzugang für die neue Saison: Alexandru Maxim spielt ab sofort im Team der 05er. Der rumänische Nationalspieler wechselt von Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart an den Bruchweg und hat einen Vierjahresvertrag bis Juni 2021 unterschrieben. Die Ablösesumme soll bei rund 2,5 Millionen Euro liegen.

Ein Tor ist dem rumänischen Spielmacher in seinen bisherigen Treffen mit den 05ern (hier gegen Ex-Kapitän Julian Baumgartlinger)  noch nicht gelungen. Nun geht Alexandru Maxim für die Mainzer auf Torejagd. Foto: Imago„Auch dieser Transfer ist das Ergebnis wochenlanger Vorarbeit“, sagt Schröder. „Die meisten Leute denken immer, vormittags wird verhandelt und mittags ist dann der Vertrag perfekt.“ So laufe das Geschäft nicht. Mit Maxim beschäftigten sich die 05-Verantwortlichen schon seit geraumer Zeit und führten etliche Gespräche mit dem Offensivspieler. Offenbar war der Stuttgarter bereits im Winter ein Kandidat am Bruchweg. Ein Transfer kam jedoch nicht zustande. Jetzt hat es geklappt. „Alexandru Maxim ist noch ein kreativer Zehner klassischer Prägung. Der Ball ist sein Freund, er ist selbstbewusst in Eins-gegen-Eins-Situationen, er kann mit seinen Dribblings Räume öffnen und schießt gefährliche Standards. Darüber hinaus hat er ein gutes Gefühl für die Wege zwischen den Ketten und in den  torgefährlichen Räumen. Er wird unseren Kader bereichern, wir freuen uns sehr über seine Entscheidung, künftig für Mainz 05 aufzulaufen", erklärt der Sportdirektor.

Maxim, der seit Winter 2013 für die Schwaben spielte, in 131 Pflichtspielen 17 Treffer erzielte, 35 Torvorlagen gab und 27 Einsätze in der rumänischen Nationalmannschaft hatte, ist ein Offensivmann mit großem Spektrum. Ist der 26-Jährige, der am 8. Juli seinen 27. Geburtstag feiert, nun auch der gesuchte Nachfolger für Yunus Malli, der bekanntlich im Winter zum VfL Wolfsburg gewechselt war? „Ich bin kein großer Freund von solchen Vergleichen“, sagt Schröder. „Damit wollen wir gar nicht erst anfangen. Wir haben uns aufgrund seines Potenzials und seines Könnens für ihn entschieden, nicht weil seine Spielweise irgendwem ähnelt.“ Es sei wichtig gewesen, dem Spieler aufzuzeigen, dass die zentrale Position im vorderen Mittelfeld frei sei bei Mainz 05 und man davon überzeugt sei, dass Maxim diese Rolle einnehmen könne und man ihn dafür auf den Schirm gehabt habe. „Wir konnten ihm die Perspektive aufzeigen und das hat ihn überzeugt“, sagt der 41-Jährige.

Flexibler Halbraumspieler

Der Nationalspieler kann die Zehnerrolle einnehmen, zieht zudem bei allem, was man von ihm bisher gesehen hat, gerne im Dribbling zum Tor und sucht nach Möglichkeit den Abschluss. Maxim hat jedoch auch oft genug gezeigt, dass er von außen in diese Räume vorstößt und mit seiner Technik in allen Räumen in Tornähe gefährlich sein kann. Da Sandro Schwarz, der neue 05-Coach, zudem stärker auf eigenen Ballbesitz setzen wird als sein Vorgänger Martin Schmidt, ist es klar, dass der Trainer die offensiven Positionen, die durchaus fließend ineinander übergehen können, verstärkt mit guten Fußballern besetzen will.  Ein technisch versierter Halbraumspieler, der flexibel ist, mit Technik und torgefährlichem Abschluss passt da genau in dieses Schema.

„Nach dem Ende der abgelaufenen Saison habe ich sowohl von Rouven Schröder als auch von Sandro Schwarz in Vier-Augen-Gesprächen sehr positive Signale bekommen, die mir sofort ein gutes Gefühl gegeben haben. Für mich persönlich spielt Vertrauen und das Gefühl gebraucht zu werden eine unheimlich große Rolle. Eine Voraussetzung, die hier in Mainz absolut gegeben ist“, sagte der neu-Mainzer nach der Vertragsunterzeichnung. „Zudem kommt die Art und Weise, wie der neue Trainer hier Fußball spielen lassen möchte, mir als offensiv ausgerichtetem Spieler sehr entgegen. Ich habe in den vergangenen Jahren viele Spiele von Mainz 05 gesehen und durfte auch selbst schon mehrfach die Atmosphäre in der Opel Arena erleben, so dass ich voller Enthusiasmus hinsichtlich des Trainingsauftakts bin und darüber hinaus sicher, dass wir gemeinsam eine bessere Saison absolvieren werden als im vergangenen Jahr. Ich freue mich über die Möglichkeit, in Zukunft das 05-Trikot zu tragen und bin überzeugt, die für mich bestmögliche Entscheidung getroffen zu haben."

 „Es war der ausdrückliche und sehr persönliche Wunsch von Alex, sich zu verändern und einen neuen Abschnitt zu beginnen. Alex hat sich in der vergangenen Saison, die für ihn persönlich alles andere als einfach war, in vorbildlicher Weise in den Dienst der Mannschaft und des Vereins gestellt. So hat er mit dazu beigetragen, dass der VfB wieder in der Bundesliga spielt. Nicht zuletzt deshalb haben wir seinem Wunsch entsprochen und einem Transfer zugestimmt“, kommentierte VfB-Sportvorstand Jan Schindelmeiser den Wechsel in den Stuttgarter Medien.

► Alle Artikel zur Kaderplanung

► Zur Startseite