Neuer Kader startet in neuen Gewändern

Jörg Schneider. Mainz.
Mit der medizinischen Eingangsuntersuchung und einem Leistungsdiagnostik-Programm beginnt ab Samstag für einen Großteil der Bundesliga-Profis des FSV Mainz 05 die Vorbereitung auf die neue Saison. Trainer Martin Schmidt versammelt seinen Kader mit Ausnahme der Nationalspieler am Dienstag nächster Woche zur ersten Trainingseinheit am Bruchweg. Dann präsentieren sich die 05er im neuen Outfit. Der Klub hat bekanntlich den Ausrüster gewechselt und ist künftig Bundesligist Nummer eins beim Sportartikel-Hersteller „Lotto“. Das italienische Unternehmen garantiert dem Verein eine größere Individualität in der Bekleidung der Spieler als dies bisher der Fall war.

An diesem Wochenende beginnt beim FSV Mainz 05 die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison. Trainer Martin Schmidt bittet seine Profis am Dienstag dann zur ersten Trainingseinheit am Bruchweg. Foto: Jörg SchneiderDie Ferien gehen zu Ende beim FSV Mainz 05. Zumindest für die meisten der Bundesliga-Profis beginnt an diesem Samstag wieder der Alltag am Bruchweg. Und auch der Trainer ist zurück aus dem Urlaub. Bevor aber Martin Schmidt am Dienstag einen Teil seines neuen Kaders zum ersten Training auf den Platz bittet, beschäftigt sich die medizinische Abteilung der 05er noch mit den Fußballern. Samstag und Sonntag steht die medizinische Eingangsuntersuchung auf dem Programm. Am Montag stehen über den ganzen Tag verteilt verschiedene Punkte zum Thema Leistungsdiagnostik auf dem Plan.

Mit Ausnahme von Yoshinori Muto und Fabian Frei stellen sich dann am Dienstag zur ersten Trainingseinheit auch die bisherigen Neuzugänge am Bruchweg der Öffentlichkeit vor. Der Japaner, der in der Bundesligapause in der Nationalmannschaft aktiv war und anschließend vertragsgemäß mit seinem bisherigen Klub FC Tokio noch Spiele in der J League absolvierte, hat wie die meisten der Mainzer Nationalspieler noch eine Woche länger frei. Frei nimmt Mitte nächster Woche die Arbeit bei den 05ern auf. Die übrigen Neuverpflichtungen, Danny Latza, Florian Niederlechner und Leon Balogun, sind zum Trainingsstart dabei.

Für Julian Baumgartlinger, Stefanos Kapino und Pierre Bengtsson beginnt ebenso wie für die beiden Koreaner die Vorbereitung eine Woche später. Ja-Cheol Koo und Joo-Ho Park beendeten in den vergangenen Tagen ihre Wehrdienst-Zeit im Heimatland. Vier Wochen lang absolvierten die beiden 05-Profis eine Art Grundausbildung beim Militär Südkoreas, mussten deshalb auch auf Einsätze in den Länderspielen verzichten. „Jetzt sind beide ehrenhaft entlassen worden wegen besonderer Verdienste für ihr Land. Das ist gängige Praxis, haben wir uns sagen lassen“, erklärt 05-Teammanager Axel Schuster. Yunus Malli, der noch mit der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der EM in Tschechien aktiv ist sowie Gonzalo Jara, der mit Chile Erfolge bei der Copa America feiert, kriegen eine Urlaubsverlängerung auf unbestimmte Zeit.

Der Bundesligist bestreitet im Rahmen der Vorbereitung auf die neue Saison voraussichtlich sechs Testspiele. Am Samstag, 4. Juli bei der SG Meisenheim/Desloch-Jeckenbach (17 Uhr) eine Woche später beim FSV Salmrohr (17 Uhr). Von Freitag, 17. Juli bis Donnerstag, 16. Juli reist Martin Schmidt mit seinem Kader an den Genfer See. Im Rahmen dieses Sommer-Trainingslagers absolvieren die 05er ein Testspiel gegen den französischen Erstligisten AS St. Etienne (19. Juli in Albertville). Ein weiteres Freundschaftsspiel gegen einen noch prominenteren Gegner ist vorbereitet. Es fehlen nur noch die Unterschrift und der Spielort. Nach der Rückkehr sind zwei weitere Tests geplant.

Eine größere Individualität

Ab sofort treten die Mainzer Profis im komplett neuen Outfit auf. Der Klub hat bekanntlich den Ausrüster gewechselt, sich vom bisherigen Trikot-Lieferanten „Nike“ getrennt, trainiert und spielt künftig in den Klamotten des italienischen Sportartikel-Herstellers „Lotto“. „Wir hätten durchaus mit Nike weitermachen können“, sagt Schuster. „Wir mussten aber feststellen, dass es für einen Verein, der so positioniert ist wie Mainz 05, bessere Lösungen gibt.“ Beim amerikanischen Sportartikel-Giganten waren die 05er ein relativ kleiner Kunde unter vielen größeren. „In dem Fall ist es besser, ein größerer Verein bei einem kleineren Hersteller zu sein als ein kleiner Verein bei einem großen Hersteller“, sagt der Teammanager.

Bei „Lotto“ sind die 05er künftig Bundesligist Nummer eins. Zwar wird auch die TSG Hoffenheim von den Italienern ausgerüstet, die Kraichgauer kommen aber vom Umsatz beim Verkauf  von Fanartikeln her nicht an die Mainzer heran. „Da wird uns vom Partner eine größere Aufmerksamkeit entgegengebracht“, betont Schuster. In der Praxis heißt das, „Lotto“ garantiert den 05ern eine größere Individualität in der Gesamtkollektion – vom Trikot bis zur offiziellen Ausgeh- und Freizeitkleidung für die Spieler. „Das ist gut für uns und besser als vorher“, sagt Schuster.

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