Pokal: Lösbare Aufgabe gegen Holstein Kiel

Jörg Schneider. Mainz.
Normalerweise sollte dieses Los dem FSV Mainz 05 eine Riesenchance bieten, im DFB-Pokal erneut eine Runde weiterzukommen. Die Auslosung in der ARD-Sportschau bescherte dem Bundesligisten ein Heimspiel in der Opel Arena gegen den Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel, der aktuell Platz acht in der Tabelle belegt. Die zweite Pokalrunde ist für den 24. und 25. Oktober angesetzt.

Klare Ansage von Rouven Schröder: Das Erreichen der dritten Pokal-Runde ist der Anspruch der 05er. Foto: Ekkie VeyhelmannDas Glück, das beim misslungen Saisonauftakt mit der 0:1-Heimniederlage zu Hause gegen Aufsteiger Hannover 96 vielleicht fehlte, hatte der FSV Mainz 05 dann am Sonntag bei der Auslosung der zweiten Runde des DFB-Pokals in der ARD-Sportschau. Die Komikerin Carolin Kebekus, die die Kugeln aus dem Pott fischte, bescherte dem Bundesligisten ein Heimspiel. Und zwar gegen den Zweitliga-Aufsteiger Holstein Kiel. Die Runde wird am 24. und 25. Oktober ausgespielt. Die 05er hatten sich bekanntlich mit einem souveränen 3:1-Sieg beim Regionalligisten Lüneburger SK durchgesetzt. Holstein Kiel kam durch einen 2:1-Sieg zu Hause gegen Eintracht Braunschweig in die nächste Runde.

Rouven Schröder, der in Schleswig-Holstein zu Hause ist und dessen Familie dort wohnt, kennt den Gegner gut. „Sie spielen eine sehr gute Runde bis jetzt. Das ist eine Mannschaft, die souverän aufgestiegen ist, die zusammen geblieben und in der neuen Umgebung gut angekommen ist“, sagt der 05-Sportvorstand. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang gewann am Wochenende mit 3:1 gegen Greuther Fürth und belegt nach drei Spieltagen aktuell Platz acht. „Wir haben höchsten Respekt vor diesem Gegner, aber unser Anspruch vor eigenem Publikum ist das Erreichen der dritten Runde. Ein Heimsieg muss für uns das Ziel sein“, sagt Schröder.

An Zweitrunden-Heimspiele gegen Zweitligisten haben die Mainzer indes nicht die besten Erinnerungen, wie überhaupt der zweite Pokal-Durchgang relativ häufig Endstadion für die 05er in diesem Wettbewerb war. In der vergangenen Saison unterlagen die Mainzer in Fürth. In der Opel Arena gab’s 2015 eine 1:2-Niederlage gegen 1860 München. 2013 unterlagen die Mainzer dem damaligen Zweitligisten 1. FC Köln mit 0:1. Das entscheiden Tor erzielte seinerzeit der Ex-05er Marcel Risse mit einem Distanzschuss. Dennoch: Die Aufgabe gegen den Klub aus dem hohen Norden sollte lösbar sein.

„Der Pokal ist ein super cooler Wettbewerb“, hatte René Adler nach dem Sieg in Lüneburg erklärt und die Ziele für sein Team hochgeschraubt. „Ich weiß, wie es sich anfühlt, nach Berlin zu kommen. Jetzt sind wir nicht so vermessen und sagen, wir wollen unbedingt nach Berlin“, sagte der 05-Torhüter, „aber so etwas als Vision, als ein Fernziel zu haben, gehört dazu. Dafür muss man jede Runde die Gegner aus dem Weg räumen. Egal, ob die Lüneburg, Dortmund oder Gladbach heißen.“ Oder Holstein Kiel. „Mal gucken, wie weit es geht.“

 

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