Rouven Schröder steigt nächste Woche ein

Jörg Schneider. Mainz.
Rouven Schröder kann kommen: Der FSV Mainz 05 hat sich mit dem SV Werder Bremen auf eine sofortige Freigabe für den beim Bundesligisten zuletzt von seinen Aufgaben entbundenen Sportdirektor geeinigt. Der 40-Jährige, der am Bruchweg ab der neuen Saison die Nachfolge von Manager Christian Heidel antreten soll, wird bereits in der kommenden Woche in Mainz anfangen und eingearbeitet werden. Das teilten die 05er am Mittwoch vor dem Auswärtsspiel der Mannschaft bei Bayern München mit.

Alles geregelt: Rouven Schröder fängt nächste Woche beim FSV Mainz 05 an. Foto: Imago Es ging im Endeffekt wohl doch nur darum, dass Thomas Eichin beim SV Werder Bremen das Gesicht wahren konnte als harter Verhandlungsführer im Sinne des Klubs. Die ganze Aufregung, dass der FSV Mainz 05 am Zuge sei und über das „moderate Angebot“ entscheiden müsse, wie es aus Bremen hieß, war offenbar keine so große Sache. „Wir wollen einen wirtschaftlich neutralen Weg gehen, um Rouven Schröder schon früher hier bei uns zu haben“, sagte Harald Strutz am Dienstag der nullfünfMixedZone. Der Präsident des FSV Mainz 05, der im Übrigen die entscheidenden Gespräche mit Klaus Filbry, dem Vorstand der Werder-Geschäftsführung führte, hatte einen „weichen Übergang“ angekündigt und konnte am Mittwoch, knapp zwei Stunden vor dem Gastspiel seiner Mannschaft beim FC Bayern München nun Vollzug melden.

„Der Weg von Rouven Schröder zu Mainz 05 ist frei“, heißt es in der Mitteilung des Vereins. „Der Fußball-Bundesligist hat sich mit dem SV Werder Bremen auf eine sofortige Freigabe für den 40-Jährigen verständigt, der damit sofort wechseln kann.“ Über etwaige Ablösemodalitäten und ob die 05er die von Werder offenbar geforderten 150.000 Euro bezahlt haben, gibt es keine Angaben. „Bremen hatte eine Forderung, dass eine Entschädigungsleistung gezahlt wird. Wir haben gesagt, das machen wir nicht“, hatte Strutz am Dienstag betont, sich aber dennoch optimistisch gegeben.

Schröder fungierte bei Werder Bremen seit der Saison 2014/15 als Direktor Profifußball und Scouting und war dort von seinen Aufgaben entbunden worden, nachdem bekannt worden war, dass sich der gebürtige Sauerländer mit den 05ern einig geworden sei. Der Ex-Profi (VfL Bochum, MSV Duisburg, VfB Lübeck) wird am Bruchweg die Nachfolge von Manager Christian Heidel antreten, der bekanntlich zur neuen Saison beim FC Schalke 04 anheuert. „Wir sind froh, dass wir diese von Rouven Schröder und uns gewünschte sofortige Freigabe für einen Wechsel nun auch formal über die Bühne gebracht haben“, sagte Strutz. „Wir haben damit frühzeitig die wichtigste Personalfrage im Hinblick auf die kommende Saison auf den Weg gebracht. Rouven Schröder war unser Wunschkandidat als neuer sportlicher Leiter des Vereins.“

Christian Heidel bleibt als Manager bis Saisonende verantwortlich. Schröder soll sich allerdings im Verlauf der kommenden Wochen bereits umfassend in sein neues Betätigungsfeld einarbeiten. „Wir werden gemeinsam im Vorstand und in enger Abstimmung mit Christian Heidel in großem gegenseitigem Vertrauen und im Sinne des Vereins einen absolut reibungslosen Übergang schaffen. In diesem Zuge werden wir auch die neuen Verantwortungen für die bisher von Christian Heidel abgedeckten Arbeitsbereiche definieren“, sagte Strutz.

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