Schröder: Wunsch-Quartett bekommen

Jörg Schneider. Mainz.
Wenige Tage vor dem Start in die Vorbereitung auf die neue Bundesligasaison nimmt der Kader des FSV Mainz 05 Gestalt an. Sportdirektor Rouven Schröder präsentierte am Mittwoch seinen vierten interessanten Neuzugang: Vom englischen Premier-League-Absteiger FC Middlesbrough kommt der dänische Nationalspieler Viktor Fischer für eine Ablösesumme von rund drei Millionen Euro. Ein technisch starker Offensivmann, der im Angriff variabel einsetzbar ist und der seine Stärke vor allem auf der Linksaußenposition hat. Darüber hinaus verlängerte Alexander Hack seinen Vertrag am Bruchweg vorzeitig um drei weitere Jahre.

Und weiter geht’s mit den Neuzugängen beim FSV Mainz 05. Sandro Schwarz wird sich freuen, dass er zum Trainingsstart am kommenden Montag gleich mit der Integration einer ganzen Gruppe von neuen Spielern in seinem Kader beginnen kann. Am Mittwochnachmittag gab Rouven Schröder nun den erfolgreichen Transfer eines weiteren interessanten und mit internationaler Erfahrung ausgestatteten Offensivmannes bekannt: Viktor Fischer, 23-jähriger dänischer Nationalspieler, kommt vom englischen Premier-League-Absteiger FC Middlesbrough zum Bruchweg. Der Offensivspieler hat einen Vierjahresvertrag bis Juni 2021 unterschrieben.

Der dänische Nationalspieler Viktor Fischer ist der vierte Neuzugang beim FSV Mainz 05. Der variable Offensivmann kommt für drei Millionen Euro aus England. Foto: Imago Viktor Fischer, geboren im dänischen Aarhus, wechselte 2011 vom FC Midtjylland zunächst in die U19 von Ajax Amsterdam,  ein Jahr später zu den Profis des holländischen Spitzenklubs. Zwischen 2012 und 2016 absolvierte er für Ajax Amsterdam 79 Erstligaspiele (24 Tore, 13 Vorlagen). Im vergangenen Sommer holte der FC Middlesbrough den Offensivspieler für eine Ablöse von fünf Millionen Euro auf die Insel. Fischer stand in der vergangenen Saison für den Absteiger aus der Premier League in 16 Pflichtspielen auf dem Platz. Für die Nationalmannschaft Dänemarks stehen bisher 15 Einsätze zu Buche.

Fischer, der bei den 05ern künftig das Trikot mit der Nummer 14 trägt, ist bisher am meisten aufgefallen als Rechtsfuß auf der linken Außenstürmerposition mit Zug nach innen und zum Tor. „Einer“, wie Schröder sagt, „der nicht nur die Linie rauf und runter rennt. Ein sehr variabler Spieler, der sowohl auf der zehn, aber auch als falscher Neuner und als zweite Spitze stark ist. Seine hauptsächliche Stärke liegt allerdings links offensiv. Er macht unser Spiel deutlich variabler“, so der Sportdirektor. Der 23-Jährige sei ein sehr interessanter Spieler. „Einer, der richtig gerne Fußball spielt und sich nach der für ihn nicht ganz so rosigen Zeit in England bei uns beweisen will. Bei Ajax hatte er zuvor eine Topzeit.“

Mit Fischer setzen die 05er den Trend fort, ihren Kader in der Offensive mit guten, kreativen Fußballern zu besetzen, die auch im Abschluss ihre Möglichkeiten haben und als flexibel gelten. „Der Trainer wünscht sich Spieler, die gerade in der Endzone in der Lage sind gut und ballsicher aufzutreten“, sagt Schröder. Rund drei Millionen Euro Ablöse müssen die Mainzer für den Dänen nach England überweisen. „Wir hatten von Anfang an eine gute und klare Gesprächsführung“, betont der 05-Chefeinkäufer. „Auch dieser Transfer liegt in unserem Rahmen. Das können wir auch nicht anders machen.“

Transfers im vernünftigen Rahmen

Sowohl Schröder als auch der neue Cheftrainer hätten ihn von Mainz 05 und ihrem Weg mit dem Verein total überzeugt, sagte Fischer nach der Vertragsunterzeichnung. „Mainz 05 ist der richtige Verein für mich, um den Fußball wieder richtig genießen zu können. Mainz ist eine schöne Stadt, wir haben ein tolles Stadion. Ich will schnell ein Teil dieses Teams und dieses Vereins werden, schnell in Form kommen und dann meine Qualitäten als Offensivspieler einbringen.“ Dass sich bis zum Trainingsauftakt am Montag personell noch mehr tut, glaubt Schröder im Moment nicht. „Es ist jetzt Zeit, dass wir anfangen. Wir werden uns dann den Kader in der Vorbereitung anschauen, dann sehen wir weiter“, so der 41-Jährige. „Wir sind mit der bisherigen Kaderplanung soweit sehr zufrieden. Die vier Spieler, die wir wollten, haben wir auch bekommen. Und das in einem vernünftigen finanziellen Rahmen.“ Die vergangenen Wochen seien eine „unfassbar intensive Zeit“ gewesen. Die Transfervorbereitungen, aber auch die Vertragsverlängerungen im eigenen Kader haben dem Sportdirektor lange Arbeitstage beschert.

Am Mittwoch hat der Klub zudem den Vertrag mit  Alexander Hack vorzeitig um drei Jahre bis Juni 2022 verlängert. Der 23-Jährige Innenverteidiger war 2014 von der SpVgg Unterhaching zur U23 nach Mainz gewechselt. In den vergangenen beiden Spielzeiten absolvierte er für die 05er 22 Bundesligaspiele. „Wir sind von Alexander unbedingt überzeugt. Mit der Vertragsverlängerung wollen wir nun dokumentieren, dass es für ihn Zeit ist, den nächsten Schritt zu machen“, sagt Schröder. „Er muss jetzt wegkommen vom Weiterbildungsspieler. Für ihn geht es jetzt darum, sich festzusetzen im Team und einen Stammplatz zu attackieren. Er muss diese Chance erkennen. Das erwarten wir von ihm. Das ist der Anspruch.“ Der lange Abwehrspieler bringt alle Voraussetzungen dafür mit. „Er vereinigt in sich alle Qualitäten eines modernen Innenverteidigers. Er ist schnell, zweikampfstark und verfügt über einen guten Spielaufbau. Als Linksfuß verfügt er bei uns auf dieser Position zudem über ein Alleinstellungsmerkmal.“

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