Spitzenreiter Baumgartlinger

Christian Karn. Mainz.
Julian Baumgartlinger hat eine erfolgreiche Länderspielpause mit dem zweiten Sieg abgeschlossen. Durch ein 1:0 gegen Montenegro ist der Sechser des FSV Mainz 05 mit der österreichischen Nationalmannschaft nach drei Spieltagen Tabellenführer der EM-Qualifikationsgruppe G.

Julian Baumgartlinger (rechts) steht nach dem 1:0 gegen Montenegro an der Tabellenspitze seiner EM-Qualifikationsgruppe. Das optimale Ergebnis hat Julian Baumgartlinger in dieser Länderspielpause erreicht. Bei zwei EM-Qualifikationsspielen mit der österreichischen Nationalmannschaft gewann der Mittelfeldspieler des FSV Mainz 05 alle sechs Punkte. Dabei sah Baumgartlinger zwar zwei Gelbe Karten - nach der nächsten wird er einmal aussetzen müssen -, der 05er war aber auch in beiden Partien einer der besten Spieler auf dem Platz, beim 2:1 in Moldawien am Donnerstag ebenso wie am Sonntagabend beim 1:0 gegen Montenegro in Wien.

Die Österreicher sind nun seit acht Spielen ungeschlagen; das hatte es zuletzt 1979/80 mit Kurt Jara, "Schneckerl" Prohaska, Bruno Pezzey, Hans Krankl und "Schoko" Schachner gegeben. Und dank des unerwarteten Punktverlusts Russlands beim 1:1 gegen Moldawien, das die russische Führung in der 73. Minute bereits eine Minute später ausglich, ist Baumgartlingers Team mit sieben Punkten nach drei Spieltagen alleiniger Tabellenführer der Qualifikationsgruppe G. Auch die Schweden könnten mit dem zu erwartendenden Sieg gegen Liechtenstein am Abend den Rückstand noch nicht aufholen.

Montenegro trat zunächst ohne den lädierten Star Stevan Jovetic an. Der Angreifer von Manchester City wurde erst zur Halbzeit eingewechselt - und später von Baumgartlinger gelbwürdig gefoult. Österreichs Trainer Marcel Koller hatte im Vergleich zum mühseligen 2:1 in Moldawien die Aufstellung auf drei Positionen verändert - nicht nur freiwillig. In der Innenverteidigung stand der zuvor angeschlagene Salzburger Martin Hinteregger wieder zur Verfügung; der Bremer Sebastian Prödl musste auf die Bank. Auf der rechten Seite spielte der Stuttgarter Martin Harnik anstelle des in Chisinau schwachen Salzburgers Marcel Sabitzer.

Und ganz vorne musste Koller auf den Marc Janko (FC Sydney) verzichten, der nach seiner Roten Karte am Donnerstag bereits vor Anpfiff im Flugzeug nach Australien saß. Der Ersatzmann Rubin Okotie vom TSV München 1860 schoss prompt nach einer Flanke von Marko Arnautovic sein erstes Länderspieltor. Dass kein weiteres Tor fiel, ist für die Österreicher der größte Makel der Partie; mit ihrem aggressiven Pressing hatten sie mehr als genug Möglichkeiten für einen deutlicheren Sieg.

Das 1:0 reichte auch dank einer starken Leistung von Baumgartlinger, der wieder mit David Alaba von Bayern München im defensiven Mittelfeld spielte. Der Mainzer gewann nahezu jeden Zweikampf, blieb auch unter Druck jederzeit ruhig und bereitete zwei große Torchancen vor, die Zlatko Junuzovic (ebenfalls Werder Bremen, 45+2.) und der eingewechselte Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt 04, 67.) vergaben. 

 

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