Startschuss für den nächsten Block

Jörg Schneider. Mainz.
Der FSV Mainz 05 hat die wohltuende Länderspielpause zum Durchatmen und zur Regeneration genutzt. Am Mittwoch beginnt mit dem Nachmittagstraining (16 Uhr) nun der nächste schwere Drei-Wochen-Block mit drei verschiedenen Wettbewerben. Zunächst gilt jedoch die volle Konzentration dem Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den SV Darmstadt 98. „Wir müssen uns komplett darauf fokussieren. Da liegt unser nächstes großes Ziel“, sagt Rouven Schröder. „Wir wollen diese kommenden Englischen Wochen mit einem Erfolg im Heimspiel beginnen, aber wir tun gut daran, die Darmstädter als sehr schweren Gegner einzustufen.“

Gespannter Blick auf den nächsten intensiven Drei-Wochen-Einsatz: 05-Sportdirektor Rouven Schröder möchte mit einem Heimsieg gegen Darmstadt 98 in die Englischen Wochen starten. Foto: Jörg SchneiderEs ist ruhig in diesen Tagen am Bruchweg. Die Profis nutzen die verdiente Pause zum Durchatmen und zur Regeneration vor dem anstehenden nächsten Drei-Wochen-Block mit drei verschiedenen Wettbewerben. Die aushäusigen Nationalspieler trudeln im Laufe des Mittwochs langsam wieder am Trainingsgelände ein. „Die Ruhe vor dem Sturm“, sagt Rouven Schröder. „Muss auch mal sein“, fügt der Sportdirektor des FSV Mainz 05 hinzu. Denn spätestens ab Donnerstag wird’s vorbei sein mit der lockeren Betriebsamkeit. Die Vorbereitung auf das Heimspiel am Sonntag in der Opel Arena gegen Darmstadt 98 beginnt. Und mit diesem Nachbarschaftsduell starten auch die nächsten Englischen Wochen. Bundesliga. Europaliga. DFB-Pokal. 22 Tage Hochbelastung und Konzentration.

„Den ersten schwierigen Block dieser Saison haben wir auf jeden Fall schon mal gut überstanden“, sagt Schröder. „Trotz einer gewissen Verletzungsproblematik. Ich glaube, dass die Mannschaft in diesem Block gut gearbeitet hat.“ Das Team habe seinen Rhythmus gefunden, die organisatorische Prüfung in dieser ersten Phase mit den vielen Auswärtsspielen habe funktioniert. Eine wichtige Erfahrung bei der möglichst erfolgreichen Fortsetzung dieses Tanzes auf drei Hochzeiten, bei dem die 05er als Neuling auftreten. Martin Schmidt hat bereits in seinem Zwischenfazit davon gesprochen, dass seine Mannschaft in der Liga mit acht Punkten aus sechs Spielen im Soll liege und sich international als konkurrenzfähig präsentiert habe. Nicht zuletzt dank dieses breiten und qualitativ gut aufgestellten Kaders, der dem Trainer die Möglichkeit zur Rotation gegeben und die Erkenntnis geliefert hat, dass der Bundesligist diese Rotation umsetzen kann, ohne großen Substanzverlust zu erleiden. Das haben besonders die zahlreichen Jokertore beweisen. Mit diesem beruhigend wirkenden Erfahrungsschatz starten die Mainzer nun in die nächste Phase, die am besten genauso gut ablaufen soll, wie Schröder sagt. „Wir wissen aber, dass es trotzdem wieder eine sehr große Herausforderung wird.“ Vor diesem Hintergrund ist es erfreulich, dass sich auch die personelle Situation sukzessive verbessert. Jairo Samperio ist inzwischen wieder im Mannschaftstraining, könnte am Sonntag sein Comeback geben. André Ramalho, Leon Balogun und Fabian Frei arbeiten an ihrem Wiedereinstieg. Torhüter Gianluca Curci hat sich bereits im Testspiel gegen Hadamar (7:0) gesund zurückgemeldet. „Die Reihen der Verletzten lichten sich“, sagt der Sportdirektor. „Das ist ein gutes Zeichen. Wir brauchen diese Konkurrenzfähigkeit in unserem Kader. Wir müssen jetzt sehen, wann und wie die einzelnen Spieler einsteigen werden.“

Das Hauptaugenmerk liegt auf dem bevorstehenden Heimspiel. Der erste Sieg im eigenen Stadion steht noch aus. Die Mainzer haben sieben ihrer acht Bundesliga-Punkte auswärts geholt. Zu Hause gab's das Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim und die Niederlage gegen Bayer Leverkusen sowie das Remis im Europapokal gegen AS Saint-Etienne. Schmidts erklärtes Ziel ist es, zu Hause wieder so stark aufzutreten wie in der vergangenen Saison als die 05er 28 ihrer 50 Zähler in der Arena einfuhren. Deshalb gilt die Konzentration am Bruchweg im Moment ausschließlich der Vorbereitung auf dieses Nachbarschaftsduell am Sonntag. „Wir müssen uns komplett darauf fokussieren. Da liegt unser nächstes großes Ziel“, sagt Schröder. „Wir wollen diese kommenden Englischen Wochen mit einem Erfolg im Heimspiel beginnen, aber wir tun gut daran, die Darmstädter als sehr schweren Gegner einzustufen.“ Die Hessen haben zwar bislang alle ihre fünf Punkte am heimischen Böllenfalltor geholt, doch das 0:0 aus der vergangenen Saison in der Arena ist noch in guter Erinnerung. Da taten sich die Mainzer extrem schwer gegen die kampf- und defensivstarken Lilien.  „Wir brauchen in diesem Spiel unbedingt die Unterstützung unserer Zuschauer“, sagt der Sportdirektor. „Wir wünschen uns ein volles Stadion. Mannschaft und Trainer haben sich das absolut verdient.“

Nach diesem Derby geht’s dann so weiter: Am nächsten Donnerstag kommt der RSC Anderlecht zum Europapokal-Heimspiel in die Opel Arena, sonntags geht’s für die 05er nach Schalke. Am Dienstag drauf steht die zweite Pokalrunde bei der SpVgg Greuther Fürth auf dem Plan, danach das Heimspiel gegen Ingolstadt. Ehe das Rückspiel in Anderlecht sowie die Auswärtspartie in Leipzig am 6. November diese Englischen Wochen beschließen.  

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