Stefan Bell fehlt in Hoffenheim

Jörg Schneider. Mainz.
Schlechte Nachrichten vom FSV Mainz 05: Abwehrchef Stefan Bell hat sich beim 2:1-Heimsieg gegen Schalke 04 ein Knie-Trauma zugezogen und fällt für die Auswärts-Partie am Samstag bei der TSG Hoffenheim definitiv aus. Weil Giulio Donati wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist, muss Martin Schmidt seine Abwehr neu formieren. Daniel Brosinski und Niko Bungert werden wohl in die Startelf zurückkehren. Unterdessen war am Dienstag Elkin Soto im Spezial-Training auf dem Platz zu sehen.

Im Auswärtsspiel am Samstag bei der TSG Hoffenheim muss der Trainer des FSV Mainz 05 seine zuletzt so zuverlässig aufspielende Abwehrreihe neu formieren: Neben Giulio Donati, der wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist, muss Martin Schmitt auf Stefan Bell verzichten. Der Abwehrchef hat sich beim 2:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 am Knie verletzt und ist für diese Woche raus aus dem Mannschafstraining. „Er hatte ein komisches Gefühl im Knie nach dem Spiel. Wir haben das dann am nächsten Tag kontrolliert und es hat sich herausgestellt, dass er ein Knie-Trauma, die Ärzte nennen es Verdreh-Trauma, zugezogen hat. Der wird sicher ausfallen“, sagte Martin Schmidt am Dienstag.

Wie Bell dem Trainer berichtete, sei das Ganze passiert nach sechs Minuten. Er habe sich bei einer Aktion das Knie verdreht ohne gegnerische Einwirkung. „Im Spiel selbst habe er dann nichts gespürt, sagt er, aber danach“, so Schmidt. „Schade,  mit der Konstellation, die wir zuletzt hatten, weiterzuspielen, wäre eine gute Geschichte gewesen. Ich glaube aber, dass dies auch ein guter Reiz ist für die anderen, die hinten dran waren.“ Daniel Brosinski wird für Donati in die Startelf zurückkehren. Niko Bungert, der beim 2:1 gegen die Schalker in der Schlussphase einen Kurzeinsatz hatte, dürfte wieder seine gewohnte Innenverteidiger-Position einnehmen. „Die zwei Vertreter wissen, wo ihr Level ist und dass sie eine Top-Leistung brauchen in Hoffenheim. Das ist eine neue Fokussierung, aber Bedenken habe ich deswegen keine.“

Am Ball hat Elkin Soto nichts verlernt. Am Dienstag absolvierte der seit langem verletzte Mittelfelldspieler wieder ein Spezial-Training mit Reha-Coach Axel Busenkell. Foto: Jörg SchneiderIm Moment steht auch noch ein kleines Fragezeichen hinter Leon Balogun. Der Innenverteidiger, der zuletzt Bungert verdrängt hatte, fehlte zwei Tage im Training wegen eines grippalen Infektes. Überhaupt tritt die Mainzer Trainingsgruppe am Bruchweg im Moment reduziert auf. Neuzugang Karim Onisiwo fällt noch immer wegen seiner Entzündung am großen Zeh aus. Der Stürmer habe Ende der vergangenen Woche zweimal trainiert, danach aber wieder Schmerzen gespürt. „Die Ärzte geben erst die Freigabe, wenn er wirklich schmerzfrei ist“, sagte Schmidt. Emil Berggreen, der von Eintracht Braunschweig verpflichtete neue Mittelstürmer, ist inzwischen in München am Knie operiert worden. Dem Dänen wurde arthroskopisch ein Schleimbeutel geglättet. Beim Eingriff sei alles verlaufen wie erwartet. Berggreen sei wieder in Mainz und absolviere seine Reha. Sorgen bereitet den 05ern Philipp Klement. Der U23-Spieler hatte nach scheinbar überstandenen muskulären Problemen im Oberschenkel  wieder leicht trainiert und einen Rückfall erlitten. „Da scheint im Moment bei ihm der Wurm drin zu sein“, so der 05-Trainer. „Er ist jetzt nochmal 14 Tage raus.“

Ein erfreuliches Signal gibt es von Elkin Soto: Der Kolumbianer hat am Dienstag eine komplette Einheit Spezial-Training mit Reha-Coach Axel Busenkell auf dem Nebenplatz bestritten und ist offenbar auf einem guten Weg. Soto, der sich bekanntlich Anfang Mai vergangenen Jahres im Heimspiel gegen den Hamburger SV so schwer verletzt und einen Totalschaden im Knie zugezogen hatte, will unbedingt in dieser Saison noch ein Bundesligaspiel bestreiten. Die Anzeichen dafür, dass dies gelingen kann, werden allgemein als positiv gewertet.