"Tagessieger war ich nie"

Christian Karn. Mainz.
An keinem einzigen Spieltag hatte Kai Busse die Höchstpunktzahl in der 05MixedZone/kigges-Liga des kicker-Managerspiels. Weil er aber fast immer weit vorne dabei war, addierten sich 34 Spieltage zur Meisterschaft und Busse durfte sich über das Europapokal-Trikot seines Lieblingsspielers Yoshinori Muto freuen. Anlässlich der Preisverleihung verriet der Top-Manager ein paar Aspekte seines Erfolgsrezepts.

Ein Platz in der Meisterliste und dann auch noch das Trikot von Lieblingsspieler Yoshinori Muto: Für Kai Busse hat sich die Teilnahme am Managerspiel gelohnt!Am Ende geht es um den Alles-oder-Nichts-Grundsatz. Und um die Abkehr von Prinzipien - so ist das halt im Profifußball. Wer Erfolg haben will, darf kein Romantiker sein. "Malli war letztendlich der einzige 05er im Kader", sagt Kai Busse. "Ich habe auf starke - leider starke - Leipziger gesetzt." Timo Werner, Emil Forsberg, Willi Orban. Zwei Hoffenheimer stehen im Team, die drei Frankfurter Torhüter. Nur drei Mann aus der Top Ten des Kicker-Managerspiels (nämlich der unvermeidliche Lewandowski sowie Forsberg und Werner), aber insgesamt eine Mischung die zur Meisterschaft in der 05MixedZone/Kigges-Managerliga reichte.

Überraschend? "Ich hatte erst an den letzten zwei, drei Spieltagen den Eindruck, dass die Chancen gut stehen", verriet Busse. Bis Mitte der Rückrunde kann sich das noch in eine andere Richtung bewegen." In der Spitzengruppe hatte sich der Eppsteiner, der im Studium zu Mainz 05 gefunden hatte, früh festgesetzt. Am dem fünften Spieltag war er erstmals Zweiter, am 16. Spieltag zum ersten Mal Tabellenführer, in der Rückrunde immer in Spitzenduo. Aber erst in der Schlussphase hängte sein Team nach einem langen engen Zweikampf die Mannschaft des Vizemeisters Christof Radfang entscheidend ab. "Tagessieger war ich, glaube ich, nie", sagt er. Stimmt. Der Vizemeister und Drittplatzierte übrigens auch nicht - dabei hat sogar das MixedZone-Team einen Spieltag gewonnen! Das sollte den Topmanagern zu denken geben!

Die Meistermannschaft

Hrádecký (Lindner, Bätge) - Süle, Heintz, Orban (Sulu, Rieder, Guwara) - Dembelé, Demirbay, Grifo, Forsberg (Malli, Möller Daehli, Kohls, Condé) - Ibisevic, Lewandowski, Werner (Pohjanpalo, Bunjaki).

"In den Interviews mit Thomas Blüm habe ich mich wiedergefunden", sagt Busse. Das Erfolgsrezept: Wie der zweimalige Meister der vergangenen Jahre hat er sich auf einen kleinen Stammkader konzentriert und die restlichen Plätze mit den günstigsten Ersatzspielern besetzt. "Ich spiele ja schon seit vielen Jahren mit", sagte der Meistermanager, "und zu Beginn habe ich immer auf ausgeglichene Kader gesetzt und auch für die Ersatzpositionen potenziell Spielberechtigte geholt. Aber im Laufe der Jahre wurde das schwierig. Man ärgert sich dann, dass wieder ein Punktelieferant auf der Bank gesessen hat. Dabei bringt in der Regel der Marktwert die Punkte. Ich habe eine starke Top-Elf, pro Mannschaftsteil einen möglichen Ersatzmann." Damit konnte Busse auch das Spielsystem variieren, "und das hat sich mit viel Glück ausgezahlt. Das Glück ist ein starker Faktor. Glücklicherweise hat es am Ende gelangt. Es waren immer bange Blicke am Montag kurz nach elf Uhr, wenn die Spieltagsbewertungen vorlagen."

Wir gratulieren an dieser Stelle noch einmal unseren drei Gewinnen, neben dem Meister Busse auch dem Vizemeister Radfang und dem Dritten Christof Romanika. Allen drei sowie dem bisher einzigen Altmeister Blüm werden wir ihre Plätze in der Liga reservieren, wenn im August die neue Saison beginnt.

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