Vom Robin Hood Airport zum Kanal

Jörg Schneider. Sheffield.
Wie viele andere Profi-Klubs, die in diesem Sommer durch Europa touren, ist auch der FSV Mainz 05 erstmals nur für ein Freundschaftsspiel ins Ausland geflogen. Bis auf das Ergebnis war dieser Trip zum Rotherham United FC der gewünschte Härtetest im Vorfeld der Erstrundenpartie im DFB-Pokal nächsten Sonntag in Cottbus. Hier sind noch ein paar Impressionen vom Ausflug nach England.

Der FSV Mainz 05 ist mit seinem Trip nach England einem Trend gefolgt, der in diesem Jahr auffällt. Auf der Suche nach geeigneten, spielstarken Testspielgegnern sind viele Profi-Klubs in ihrer Saison-Vorbereitung durch Europa getourt. Der Bundesligist ist erstmals nur für ein Freundschaftsspiel ins Ausland gereist, um einen passenden Gegner für einen abschließenden Härtetest vor dem Auftakt im DFB-Pokal am nächsten Sonntag in Cottbus zu finden – da entsprechende Gegner in Deutschland bereits im Meisterschaftsbetrieb stehen. Lazio Rom war zuvor eigens aus der italienischen Hauptstadt angereist für die Partie am Bruchweg, die das Team von Martin Schmidt dann mit 3:0 gewann.

Die 05er flogen mit einer kleinen Chartermaschine vom Hahn aus zum Robin Hood Airport nach Doncaster, bezogen für einen Tag ein Quartier in Sheffield in einem Hotel an den Victoria Quays, dem früheren Hafen des Sheffield Canal, der die Industriestadt unter anderem mit Manchester verband. Heute sind die Quays Heimathafen für eine Hausboot-Flotte, mit der Touristen in den Ferien über den Kanal schippern.

Die 05er kassierten in Rotherham, einer Kleinstadt vor den Toren Sheffields gelegen, die wie Doncaster zur Metropolregion mit rund 1,6 Millionen Einwohner gehört, bekanntlich eine 1:2-Niederlage. Gegen einen Klub, der zu den aufstrebenden Zweitligisten auf der Insel zählt, der vor drei Jahren ein neues, 15.000 Zuschauer fassendes Stadion baute und in diesem Jahr erstmals Geld in acht externe Neuzugänge investierte, die dem Klub in der neuen Saison mehr als den Abstiegskampf ermöglichen sollen.

Martin Schmidt hat mit diesem Trip versucht, ein schwieriges Auswärtsspiel zu simulieren. Bis auf das Ergebnis bewerteten alle Beteiligten den Aufwand beim Ausflug nach England als Erfolg und als eine notwendige und perfekte Einstimmung auf die schwere Pokalaufgabe beim einstigen Bundesligisten im Osten.

Hier gibt’s ein paar Impressionen aus England:

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