Vorbereitet, aber nicht unterschrieben

Jörg Schneider. Mainz.
Heute um 18 Uhr ist definitiv Feierabend für alle wechselwilligen Fußballprofis im Lande. Dann schließt das Transferfenster damit, dass alle Verträge bei der DFL in Frankfurt vorliegen müssen. Der FSV Mainz 05 wartete am Mittag unterdessen noch immer auf die Unterschriften aus Lissabon und Southampton in Sachen Filip Djuricic. Auch ein möglicher Wechsel von Petar Sliskovic könnte im Laufe des Nachmittags über die Bühne gehen. Dagegen wird Benedikt Saller bei den 05ern bleiben. Und die Ausbildungsentschädigung für André Schürrle hat der Klub auch noch nicht sicher.

Bleibt am Bruchweg: Benedikt Saller. Foto: Jörg SchneiderChristian Heidel hatte sein mobiles Büro-Equipment auch am Montagmittag in der Pressekonferenz zum Bundesligaspiel des FSV Mainz 05 am Dienstagabend (20 Uhr) bei Hannover 96 parat, doch noch kann der 05-Manager nur eine endgültige Entscheidung in der Kaderplanung vermelden: Benedikt Saller wird bei den 05ern bleiben in der Rückrunde. „Die Möglichkeit eines Wechsels war gegeben, aber der Spieler und der entsprechende Verein haben sich nicht einigen können“, sagte der 05-Manager.

Ansonsten befindet sich HBis 18 Uhr muss alles in Sachen Filip Djuricic (hier mit Trainer Kasper Hjulmand) unterschrieben und bei der DFL sein. Foto: Jörg Schneidereidel in der Warteposition. Um 18 Uhr schließt in Deutschland das Transferfenster. Spieler, die im Land wechseln, müssen seit 12 Uhr auf der Transferliste stehen, die Verträge müssen bis 18 Uhr in der DFL-Zentrale in Frankfurt vorliegen. Heidel berichtet, dass Benfica Lissabon und der FC Southampton nach wie vor Gespräche führten über den Wechsel von Filip Djuricic in die Premier League, dass aber der Transfer noch nicht über die Bühne gegangen sei. „Mein Kenntnisstand ist der, dass zwar alles vorbereitet, aber noch nichts unterschrieben ist.“ Das soll aber im Laufe des Nachmittags geschehen. Dann würden die Mainzer den im Sommer von Benfica ausgeliehenen Serben weiterverliehen. „Es ist der Wunsch von Benfica, dass wir Filip ausleihen für ein halbes Jahr, und er danach zurück nach Lissabon geht“, sagt Heidel. „Das ist vom Ablauf her genau das Gleiche, als wenn Benfica das tun würde. Und daran wird der Wechsel auch nicht scheitern, weil wir keine Nachteile davon haben.“

Offen ist auch noch, ob Petar Sliskovic die 05er auf den letzten Drücker verlässt. Der FC Aarau aus der Schweiz soll an dem 05-Stürmer interessiert sein. Dort ist der ehemalige 05-Profi Sven Christ Trainer. Doch auch für diesen Wechsel gibt es noch keine offizielle Bestätigung. Heidel sagt nur, die Sache sei noch nicht vom Tisch.

Unterdessen gibt es offenbar eine Kuriosität im geplanten 30-Millionen-Transfer von André Schürrle zum VfL Wolfsburg. Der Bundesligist und der FC Chelsea sollen angeblich noch darüber diskutieren, wer die Ausbildungsentschädigung zu zahlen hat,  die sowohl dem FSV Mainz 05 als auch dem Ludwigshafener SC zusteht, wo Schürrle seine Karriere als Jugendspieler begonnen hatte. Die 05er würden aus dem Schürrle-Deal noch einmal rund eine Million Euro erhalten.

„Die Ausbildungsentschädigung ist eine Fifa-Regelung, aber beide Parteien können untereinander alles vereinbaren“, sagt Heidel, für den eine solche Diskussion keine ungewöhnliche Sache darstellt. „Diese Erfahrung habe ich schon häufiger in den Verhandlungen gemacht“, sagt der Manager. Der FC Chelsea könne sagen, er akzeptiere die im Raum stehende Ablösesumme, aber um alle weiteren Nebengeräusche habe sich der VfL Wolfsburg zu kümmern. Das müsse geklärt werden. Wie auch immer, heute Abend müssen alle Entscheidungen gefallen sein

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